Regierungschef Kretschmer stellt sich vor Tellkamp

Dresden (dpa/sn) - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich vor den Dresdner Schriftsteller Uwe Tellkamp gestellt, der nach an Pegida erinnernden Äußerungen in die Kritik geraten ist. «Ärgerlich ist die schon wieder beginnende Stigmatisierung», sagte der CDU-Politiker am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Tellkamp («Der Turm») sei ihm als kritische Stimme willkommen. «Ich wünsche mir, dass wir in der Sache diskutieren. Wenn ein Streitgespräch zur Verurteilung einer Person führt, darf man sich nicht wundern, wenn keine offene Debatte mehr geführt wird», warnte Kretschmer.

Es sei richtig, «dass die übergroße Mehrheit der zu uns kommenden Menschen Flüchtlinge sind, die in ihren Heimatländern keine Perspektive sehen». Das sei ihnen nicht vorwerfen. «In Deutschland müssen wir aber darüber diskutieren, was wir realistisch leisten können und wie der soziale Frieden in unserem Land gewährt werden kann.»

Tellkamp hatte sich am Donnerstag mit dem ebenfalls aus Dresden stammenden Dichter Durs Grünbein einen verbalen Schlagabtausch um die Flüchtlingspolitik und Meinungsfreiheit geliefert. Dabei hatte der 49-Jährige gesagt: «Die meisten fliehen nicht vor Krieg und Verfolgung, sondern kommen her, um in die Sozialsysteme einzuwandern, über 95 Prozent.» Am Freitag hatte sich deshalb der Suhrkamp-Verlag von seinem Autoren distanziert.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
27Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 4
    3
    SimpleMan
    13.03.2018

    @osgar Das sehe ich nicht so. Wie mehrmals schon erwähnt, hat meiner Meinung nach, der Verlag das gleiche Recht, wie Herr Tellkamp seine Meinung zu äußern. Wenn das nicht so ist, dann hat Herr Tellkamp wohl Recht, mit seinen Befürchtungen, die Meinungsfrieheit betreffend, nur sind dann wohl die Vorzeichen umgekehrt.

  • 5
    1
    osgar
    13.03.2018

    @SimpleMan, nochmal zur Äußerung des Verlages.
    Ich habe das Buch gelesen ohne zu wissen, dass es im Suhrkamp-Verlag veröffentlicht wurde. Ich behaupte, kein Mensch hätte von Tellkamp auf den Verlag geschlosssen aufgrund seiner Äußerung. Suhrkamp macht mMn mit seiner Äußerung nur Werbung für sich.
    Den Film hab ich übrigens auch gesehen, keine Ahnung wo der lief. Warum haben sich dann eigentlich Sender, Regisseur oder wer auch immer noch nicht geäußert? Also nichts gegen die freie Meinungsäußerung des Verlages, aber die hat für mich schon ein Geschmäckle.

  • 4
    0
    aussaugerges
    13.03.2018

    Wir haben unser Mädchen nach dem Tanz in Li. durch den Wald nach Hause gebracht.

    Heute undenkbar,das würde keine Mutter heute genehmigen.

  • 2
    7
    SimpleMan
    13.03.2018

    @1953866 Genau, das Verhältnis von Männern zu Frauen beträgt 2/3 zu 1/3. Auf alle Flüchtlinge bezogen, sind 25 % Kinder und Jugendliche (bis 17 Jahre).

    Die Herkunftsländer sind Syrien, mit Abstand der meisten Flüchtlinge, dann Irak und dann Nigeria (2018).
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/154287/umfrage/hauptherkunftslaender-von-asylbewerbern/

    Warum Syrer und Iraker als nicht Kriegsflüchtlinge von Herrn Tellkamp eingestuft werden, dürfen Sie gern Herrn Tellkamp fragen. Die Verhältnisse in Afghanistan sollten auch bekannt sein.

    Und noch einmal zu dem Artikel, Herr Tellkamp sagt seine Meinung, was sein gutes Recht ist, nur andere, wie zum Beispiel ich, haben das selbe Recht. Und es kann nicht sein, dass wenn der Verlag sagt, ist nicht unsere Ansicht, dass ihm eine Gesinnungsdiktatur vorgeworfen wird.

  • 5
    1
    1953866
    13.03.2018

    @SimpleMan, ich schrieb: "die meisten der vorwiegend männlichen Flüchtlinge ..."
    Die Bedeutung des Begriffes: "vorwiegend" ist Ihnen bekannt?

    https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/MigrationIntegration/Schutzsuchende/Tabellen/MigrationsstrukturDemografieSchutzsuchendeZeitreihe.html

    Button "Demografie"

  • 4
    2
    aussaugerges
    13.03.2018

    Es ist schon 10000 mal gemeldet worden das die Väter nicht wollen das sie von Frauen oder Ungläubigen unterrichtet werden.
    Immer dieselbe Laier.

  • 5
    2
    Steuerzahler
    12.03.2018

    @Simpleman: "Wieso fühlt sich die Stadt Freiberg angeblich nicht in der Lage, die Kinder zu integrieren? " Wenn ich diese Frage nicht beantworten kann, obwohl sie vielfach durch die Verantwortlichen der Stadt Freiberg dargelegt wurde, würde ich auf keinen Fall anderen eine selektive Wahrnehmung vorwerfen, sondern versuchen, der objektiven Realität näher zu kommen. Wie war das doch mit Sein und Bewusstsein? Da hatte doch
    mal einer was dazu gesagt?

  • 4
    7
    SimpleMan
    12.03.2018

    @1953866 "Genau das habe ich doch verlinkt! Ja, es sind enge Grenzen. " Ihre Halbwahrheiten und Ihre selektive Wahrnehmung sind ziemlich anstrengend. Aus Ihren Link verweisen Sie auf das, was Ihnen passt, Anderes verschweigen Sie. Ich habe lediglich den Begriff "subsidiäre Schutz" den Sie verlinkt haben, ausführlich erklärt. War Ihnen wohl zu viel Aufklärung?

    Viele Flüchtlinge stehen unter subsidiären Schutz, diese Grenzen sind nicht so eng ausgelegt.
    Es kommen auch nicht nur junge, männliche Flüchtlinge. Wieso fühlt sich die Stadt Freiberg angeblich nicht in der Lage die Kinder zu integrieren? Oder zählen bei Ihnen die 5-jährige Jungen auch zu den jungen Männern?

  • 6
    6
    Pedaleur
    12.03.2018

    @Interessierte: Natürlich gibt es zahlreiche Vereinigungen, die gegen Armut die Stimme erheben. Und auch Unterstützung und Beratung anbieten. Spontan fällt mir in Chemnitz der Verein "Neue Arbeit" ein. Nur dürfen sich die Ärmsten nicht untereinander ausspielen lassen. Und genau das passiert aber. Ich meine damit nicht, dass über Probleme, die durch Migranten verursacht werden, nicht geredet werden soll. Aber Fluchtursachen auszublenden oder als wirtschaftlich- und deshalb nicht für beachtenswert- einzustufen, löst die Probleme und Armutsmigration auch nicht. Mag die Gesetzeslage das eine sein, dennoch haben wir als ein Land, das Fluchtursachen fördert, eine Verantwortung den Menschen gegenüber. Mindestens vor Ort.

  • 9
    3
    Interessierte
    11.03.2018

    Über Kretschmers Äußerung, dass die meisten Flüchtlinge zu uns kommen würden, weil sie in ihren Heimatländern keine Perspektive sähen, ......

    ( da gibt es aber schon viele Deutsche , ich glaube , mindestens an die 4 Mio H4-Empfänger , die in ihrem Heimat-Land keine Perspektive mehr sehen , gibt es denn für die auch Menschenfreunde und eine Ausgestoßenen-Organisation

  • 10
    5
    Interessierte
    11.03.2018

    Ich stoße mich an dem Haß und an dieser Hetze gegenüber der ´normalen` Bevölkerung , die nicht mitziehen will und nicht machen will , was gewisse Menschen wollen und dir aufzwingen wollen , und aber genau ´diese` eigentlich erst die Ursache für diese entstandene Stimmung sind ...

    Damit meine ich diese Menschenfreunde , also diese Flüchtlingsorganisationen , welche man nicht kennt und welche nur im Hintergrund tätig sind und wahrscheinlich mehr zu sagen haben als die Politiker selbst , was immer die damit bezwecken wollen , also was immer die aus diesem Land machen wollen ....

    Mit welchem Recht - darf man denn in solch einer Position ´deutsche` , ganz normale Bürger des Landes als Pack und Mischpoke und als rassistisch und als Nazis bezeichnen ...
    und wie neuerlich von der Grünen Frau Lüddemann Mitglieder der AfD sogar als faschistisch beschimpfen ...

    Das ist wohl nicht strafbar ???
    Mit der richtigen Richtung darf man das wohl ?

    Wir haben uns zu DDR-Zeiten nichts bieten lassen und heute müssen wir uns das doch auch nicht bieten lassen ; oder müssen wir uns jetzt unterordnen , weil wir das Westgeld wollten und so gerne in den Westen wollten ???

  • 7
    4
    1953866
    11.03.2018

    Nachtrag: hier die Diskussion aus dem Dresdner Kulturpalast:
    https://www.youtube.com/watch?v=4X4ArZAcmbg
    und hier: ?Stefan Aust: Zuwanderungspolitik, ?humanitär verbrämte Vernebelungsstrategie?
    https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/stefan-aust-zuwanderungspolitik-humanitaer-verbraemte-vernebelungsstrategie/
    Lesbar durch betätigen des?richtigen? Buttons.
    Stefan Aust, auch ein Rassist und Nazi?

  • 8
    3
    Steuerzahler
    11.03.2018

    @1953866: genau die von Ihnen genannte Rechtsgrundlage ist der springende Punkt. Wieso wird eine gültige Rechtsgrundlage durch eine Regierung einfach außer Kraft gesetzt? Welche Gesetzeslage rechtfertigt dies? Genau das ist der Punkt, bei dem jede Diskussion unterbunden wird und alle möglichen Argumente ins Geld geführt werden, um das Handeln entgegen dem Gesetz zu rechtfertigen. Ein gültiges Gesetz zählt. Punkt! In daran hat niemand zu rütteln. Oder kann sich Bürger x, y oder z auch ein Gesetz zurecht biegen oder ignorieren?

  • 11
    4
    1953866
    11.03.2018

    @SimpleMan, Was wollen Sie? Genau das habe ich doch verlinkt! Ja, es sind enge Grenzen.
    Wollen Sie behaupten, die meistern der vorwiegend männlichen Flüchtlinge sind vor Verfolgung und Krieg geflüchtet? Was ist mit den Frauen und Kinder? Die lässt man in den ach so gefährlichen Gebieten?
    Die Story ist doch schon längst widerlegt. Aber auch für Kriegsflüchtlinge gibt es kein Recht, sich das Land ihrer Wahl auszusuchen. Es gibt sichere Gebiete in Syrien und Afghanistan. Und es gibt angrenzende sichere Länder. Diese Leute waren nach dem Grenzübertritt alle schon in einem sicheren Land.
    Ich habe die Fragen nach den 95% beantwortet. Glauben Sie ernsthaft ein Mann wie Tellkamp posaunt aus dumpfem Rassenhass diese Zahl hinaus? Der, genau wie andere, überlegt sich schon, was er vom Stapel lässt.

  • 2
    9
    SimpleMan
    11.03.2018

    @1953866 Dem Asylrecht nach Artikel GG 16 a sind enge Grenzen gesetzt, der subsidäre Schutz ist aber wesentlich weiter gefasst.

    "...
    Der subsidiäre Schutz greift ein, wenn weder der Flüchtlingsschutz noch die Asylberechtigung gewährt werden können und im Herkunftsland ernsthafter Schaden droht.

    Subsidiär schutzberechtigt sind Menschen, die stichhaltige Gründe dafür vorbringen, dass ihnen in ihrem Herkunftsland ein ernsthafter Schaden droht und sie den Schutz ihres Herkunftslands nicht in Anspruch nehmen können oder wegen der Bedrohung nicht in Anspruch nehmen wollen. Ein ernsthafter Schaden kann sowohl von staatlichen als auch von nichtstaatlichen Akteuren ausgehen.

    Als ernsthafter Schaden gilt:

    - die Verhängung oder Vollstreckung der Todesstrafe,
    Folter oder unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Bestrafung oder eine ernsthafte individuelle Bedrohung des Lebens oder der Unversehrtheit einer Zivilperson infolge willkürlicher Gewalt im Rahmen eines internationalen oder innerstaatlichen bewaffneten Konflikts. ..."
    http://www.bamf.de/DE/Fluechtlingsschutz/AblaufAsylv/Schutzformen/SubsidiaererS/subsidiaerer-schutz-node.html

  • 8
    3
    aussaugerges
    11.03.2018

    Wenn sogar schon 1 Ministerpresident sagt das junge Männer die Geld und Sachleistungen bekommen,die Tafel nicht brauchen,ist das endlich mal ein Schritt in eine normale Richtung.

  • 14
    4
    1953866
    10.03.2018

    In Deutschland dürfte es höchsten ein paar mit dem Schiff über die Nord-, oder Ostsee und per Flugzeug eingereiste Asylberechtigte geben. So ist zumindest die Gesetzeslage und damit die Zahl 95% zu verstehen.
    GG Art 16a
    (1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.
    (2) Auf Absatz 1 kann sich nicht berufen, wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist, in dem die Anwendung des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten sichergestellt ist. Die Staaten außerhalb der Europäischen Gemeinschaften, auf die die Voraussetzungen des Satzes 1 zutreffen, werden durch Gesetz, das der ZUSTIMMUNG DES BUNDESRATES bedarf, bestimmt. In den Fällen des Satzes 1 können aufenthaltsbeendende Maßnahmen unabhängig von einem hiergegen eingelegten Rechtsbehelf vollzogen werden.
    Siehe auch:
    http://www.bamf.de/DE/Fluechtlingsschutz/AblaufAsylv/Schutzformen/Asylberechtigung/asylberechtigung-node.html

    Und auch für Kriegsflüchtlinge und den subsidiäre Schutz gibt es (eigentlich) enge Grenzen.
    http://www.bamf.de/DE/Fluechtlingsschutz/AblaufAsylv/Schutzformen/schutzformen-node.html

    Warum flüchtet man aus Afghanistan ausgerechnet in das ca.7000 km entfernte Deutschland? Darf man diese Frage stellen?
    Ich werde übrigens meinen diesjährigen Urlaub in einen an Afghanistan grenzenden Staat verbringen. Freiwillig und angstfrei.

  • 7
    10
    Hankman
    10.03.2018

    @Osgar: Ich habe da inzwischen eine etwas andere Wahrnehmung. Ich finde, es wird jetzt um einiges offener und mit weniger Tabus diskutiert. Das muss auch sein, weil es ja tatsächlich im Bereich der Migration viele ungelöste Probleme gibt, über die man offen und sachlich reden muss. Natürlich findet man immer wieder Diskussionen, in denen sofort die Rassismus-Keule rausgeholt wird. Meist ist das aber einfach Polemik von beiden Seiten, mit etwas zu viel Adrenalin.

    Tellkamps Äußerung jedoch kann ich nicht tolerieren. Er stellt eine sachlich nicht belegbare Behauptung auf, die Flüchtlinge und Migranten pauschal verunglimpft. Natürlich gibt es die von ihm kritisierte Gruppe. Aber "über 95 Prozent" ...? Das ist doch Quark. Weiß er vermutlich auch selber.

  • 14
    4
    osgar
    10.03.2018

    @Hankman, Sie haben recht. Nur wundert mich immer wieder, dass generell kritische Meinungen speziell zur Asylpolitik, sofort in die rechte Ecke gestellt werden. Das Ergebnis dieser Meinungsmache werden wir leider bei den nächsten Wahlen schmerzlich sehen.

  • 12
    4
    Hankman
    10.03.2018

    @Osgar: Meinungsfreiheit heißt, dass jeder seine Meinung frei äußern darf (wobei er natürlich keine Straftat begehen sollte). Meinungsfreiheit heißt nicht, dass jeder alles gut finden muss, was andere sagen. Meinungsfreiheit heißt also auch: Herr Tellkamp oder Sie oder ich haben keinen Rechtsanspruch darauf, dass andere dem, was wir als Meinung äußern, zustimmen.

    Und wenn sich der Suhrkamp-Verlag von Tellkamps Äußerung distanziert (er hat sich nicht von der Person distanziert!), geht das auch völlig in Ordnung. Tellkamp äußert eine Meinung, sein Verlag ist anderer Meinung. Punkt. Das ist Meinungsfreiheit. Und die muss man aushalten.

  • 8
    9
    SimpleMan
    10.03.2018

    Hat denn jemand hier den Tweet von Suhrkammp gelesen? Hier ist er: "Aus gegebenem Anlass: Die Haltung, die in Äußerungen von Autoren des Hauses zum Ausdruck kommt, ist nicht mit der des Verlags zu verwechseln." Nicht mehr und nicht weniger hat der Verlag geschrieben. Wenn Tellkamp seine Meinung sagt, warum ist die Meinungsfreiheit bedroht, wenn der Verlag auch seine Meinung sagt?

  • 7
    17
    Täglichleser
    10.03.2018

    Wenn er sagt, 95% kommen, um in unsere sozialen Systeme aufgenommen zu werden, dann ignoriert er die tatsächlich vielen Kriegsflüchtlinge (Syrien, Afghanistan...). Als Schriftsteller sehr ignorant gegenüber Tatsachen. Das ist Pegida-Meinung.
    Die 95 % stimmen nicht. Und wenn, dann muss diskutiert werden, warum sie dort keine Perspektive haben. Und mal den Tellkamp fragen, wenn seine Familie am verhungern ist, was er dann macht.
    Ja damit spaltet, hetzt Tellkamp. Verlag hat Stellung bezogen. Auch das ist Meinungsfreiheit.

  • 16
    5
    osgar
    10.03.2018

    Soso, Herr Tellkamp hat sich also rassistisch, fremdenfeindlich geäußert und ist ins rechte Lager gewechselt. Ich kann das nicht erkennen, man kann allenfalls über die 95% streiten. Man müsste ihn mal fragen woher er diese Zahl hat. in den letzten Jahren ist die Anerkennungsquote in Asylverfahren um die 30% . Dass sich Suhrkamp von ihm wegen dieser Äußerungen distanziert zeigt, leider mal wieder wie weit es auch in D mit der Meinungsfreiheit gekommen ist.

  • 16
    4
    1953866
    10.03.2018

    "Suhrkamp wechselt ins Lager der Gesinnungsprüfer
    Der Suhrkamp Verlag distanziert sich von seinem Autor Uwe Tellkamp. Der hatte sich gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung ausgesprochen. Wenn das so weitergeht, ist es mit der Meinungsfreiheit bald vorbei... nun wissen wir auch, wo der Suhrkamp Verlag steht. Auf der Seite der Gouvernanten und Gesinnungsprüfer nämlich."

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article174394865/Eklat-um-Uwe-Tellkamp-Suhrkamp-wechselt-ins-Lager-der-Gesinnungspruefer.html

    aktuell 3092 x Zustimmung zu 86 x Ablehnung

  • 16
    5
    Deluxe
    10.03.2018

    Da hat mal wieder einer den Mut gefunden, die Wahrheit zu sagen und wird dafür gleich von seinem Verlag abgewatscht...

    Was Tellkamp sagt, denken die meisten in unserem Land - weil es schlicht die Wahrheit ist.

  • 14
    4
    osgar
    09.03.2018

    Tellkamp hat sich keineswegs rassistisch oder fremdenfeinlich geäußert, er sich lediglich gegen den linken Mainstrem gestellt. Damit wird er natürlich sofort in die rechte Ecke gestellt. Das ist heutzutage leider gang und gäbe.
    Dass dann noch Suhrkamp sich von ihm distanziert, zeigt deutlich,wo wir mittlerweile hingekommen sind, eine freie Meinungsäußerung ist nicht erwünscht. Ihn dann

  • 5
    16
    Hankman
    09.03.2018

    Nein, ich würde Tellkamp nicht als Rassisten bezeichnen. Denn ich kenne weder ihn selbst noch sein literarisches Werk gut genug, um das einschätzen zu können. Aber seine Äußerung über Flüchtlinge war rassistisch, fremdenfeindlich, sachlich nicht haltbar - und vor allem dumm. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen, ohne gleich vom Ministerpräsidenten dafür gerüffelt zu werden.

    Über Kretschmers Äußerung, dass die meisten Flüchtlinge zu uns kommen würden, weil sie in ihren Heimatländern keine Perspektive sähen, würde ich gern mal diskutieren. Aber das ist eben etwas völlig anderes als das, was Tellkamp von sich gegeben hat! Ich halte es deshalb für völlig daneben, dass sich Kretschmer ohne Not für Tellkamp in die Brust wirft. Er hätte besser schweigen sollen.



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...