Schloss Hubertusburg für Sommer offen: Ort europäischer Geschichte

Wermsdorf (dpa/sn) - Eine Sonderausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zeigt Schloss Hubertusburg in Wermsdorf (Nordsachsen) als Ort europäischer Geschichte. Anlass ist der 250. Jahrestag des Hubertusburger Friedens, der 1763 den Siebenjährigen Krieg beendete. Die Schrecken von Krieg und Diktatur dürften nicht vergessen werden, sagte Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) am Samstag zur Eröffnung. Er würdigte das Engagement des Schloss-Freundeskreises für Frieden und Verständigung. Der Verein organisiert Friedensgespräche.

«Die königliche Jagdresidenz Hubertusburg und der Frieden von 1763» (bis 5. Oktober) zeigt die Geschichte des Schlosses, zeugt von Leidenschaft der sächsischen Kurfürsten für die Parforcejagd und höfischer Prachtentfaltung, den Kriegsjahren und der politischen Bedeutung von Hubertusburg. In sechs für fast eine Million Euro im Rohbau nutzbar gemachten Räumen der Beletage sind rund 240 Exponate - prunkvolle Jagdwaffen, kostbare Porzellane, edle Silberarbeiten, der Audienzstuhl des Königs und Faksimile des Friedensvertrages - inszeniert. Einige Kunstwerke sind erstmals wieder am alten Ort.

Die Ausstattung der morbide wirkenden Räume mit seidenbespannten Stellwänden und bedruckten Stofffahnen lässt die einstige Pracht erahnen. Die Gemeinde Wermsdorf hofft auf eine Belebung der Region und des Tourismus und eine dauerhafte Nutzung. Der Freistaat investierte bisher rund 90 Millionen Euro in Erhalt und Sanierung der Schlossanlage.

Ausstellungsvorschau

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...