Sportlehrer übergeben Petition an den Landtag

Über 29.500 Unterschriften gegen Unterrichtskürzung

Dresden.

Ein Ordner, 500 Seiten, etwas über 29.500 Unterschriften: Das ist die Bilanz einer Petition, die der Sportlehrerverband Sachsen Anfang März gestartet hat. Binnen vier Wochen gelang es ihm, Tausende Sachsen davon zu überzeugen, dass beim Sportunterricht nicht gekürzt werden darf. Gestern übergaben Verbandsvertreter die Petition an den Landtag. Der Petitionsausschuss wird sich nun damit beschäftigen.

Auslöser für die Kampagne des Sportlehrerverbandes war ein internes Papier von Kultus- und Finanzministerium, das Anfang März bekannt geworden war. Darin wurde darüber nachgedacht, ob vor allem am Sport-, Musik- und Kunstunterricht gespart werden könnte. So wollten die Verfasser auch den Lehrermangel bekämpfen. Die öffentliche Aufregung war danach riesig - Eltern zeigten sich empört. Mittlerweile hat die Landesregierung diese Pläne verworfen. Im jüngsten Lehrerpaket ist nur noch davon die Rede, dass der Unterricht um vier Prozent reduziert werden soll. Welche Fächer davon betroffen sind, muss erst diskutiert werden.

Die Sportlehrer sind dennoch nicht beruhigt. Die Landesregierung habe ihnen nicht erklären können, wie denn die Alternativen aussähen, damit der Sportunterricht in seinem jetzigen Umfang erhalten bliebe, sagte der Vizepräsident des Verbandes, Paul Döring.

Gemeinsam mit seinen Kollegen nutzte Döring deswegen den Termin im Landtag, um erneut für ihr Anliegen zu werben. Sport sei Stressabbau für die Schüler, ein Ausgleich zur Belastung in den anderen Fächern, sagte Verbandspräsident Peter Pattke. Für viele Jungen und Mädchen sei er darüber hinaus die einzige Chance, sich zu bewegen. Trotzdem habe der Schulsport immer wieder ein Rechtfertigungsproblem. Die Vielzahl an gesammelten Unterschriften ist daher für den Verband eine Bestätigung. (kok)

Online-Petition "Für eine bewegte Schulzukunft unserer Kinder und Jugendlichen"

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