Update: Pegida verliert Führungsspitze - Demo für Montag abgesagt - Oertel widerspricht Pegida-Erklärung

Der islamkritische Verein kündigt im Internet an, einen neuen Vorstand wählen zu wollen. Politikexperten sehen die Bewegung aber am Scheideweg.

Dresden.

Eine Woche nach dem Rücktritt von Pegida-Gründer Lutz Bachmann wegen ausländerfeindlicher Äußerungen steht das islamkritische Bündnis ohne Führung da. Das Pegida-Organisationsteam teilte am Mittwoch mit, dass Sprecherin Kathrin Oertel ihr Amt niedergelegt habe. Sie habe eine "Auszeit" wegen massiver Anfeindungen, Drohungen und beruflicher Nachteile genommen, heißt es auf der Pegida-Facebookseite.

Das wies Oertel jedoch zurück: Nicht die auf der Pegida-Facebookseite angegebenen Punkte waren maßgeblich für ihren Rücktritt verantwortlich, sondern das "Verbleiben Bachmanns im Verein und Orga-Team von Pegida e.V., trotz der bekannt gewordenen Facebook-Postings vom September 2014, welche wir nicht mitzutragen gewillt sind. Wir grenzen uns klar von rechtsextremen Tendenzen ab. Weiterhin sind wir gegen den Schulterschluss mit LEGIDA in Leipzig." So lautet ein Statement von Oertel auf der Facebookseite "Konservativer Aufbruch Deutschland".

Mit Oertel zogen sich vier weitere Mitglieder aus der Pegida-Führung zurück. Darunter ist auch der Wirtschaftsberater Bernd-Volker Lincke. "Ich kann und will mich mit den Äußerungen von Lutz Bachmann nicht identifizieren", begründete er seinen Rückzug.

Wie Pegida am Abend im Internet mitteilte, soll ein neuer Vereinsvorstand in den nächsten Tagen in einer Sondersitzung gewählt werden. Zuvor hatte das Bündnis die für Montag geplante nächste Kundgebung abgesagt, jedoch für den 9. Februar eine Neuauflage angekündigt.

Den gestrigen Rücktritten ging ein Streit im zwölfköpfigen Organisationskomitee um die künftige Rolle Lutz Bachmanns voran. Bachmann habe sich nicht in dem Maße zurückgezogen, "wie wir uns das wünschen", sagte einer der Aussteiger, das AfD-Mitglied Joachim Exner. Bachmann selbst stellt die Sache anders dar. Oertel habe sich zurückgezogen, weil sie aus Antifa-Kreisen massiv bedroht worden sei. Nun müsse ein neuer Vorstand gewählt werden. Dafür stehe er aber nicht zur Verfügung.

Nach Auffassung des Dresdner Politikwissenschaftlers Werner Patzelt werde sich jetzt zeigen, ob Pegida tatsächlich im Wesentlichen aus Rassisten, Faschisten oder Neonazis bestehe. Wenn sich nun die Nicht-Extremisten aus dem Orgateam zurückzögen, gebe es für die Vernünftigeren keinen guten Grund mehr, zu Pegida zu gehen, so Patzelt. Der Berliner Politikwissenschaftler Hajo Funke sieht keine Zukunft mehr für das Bündnis. Das Chaos an der Spitze sei der Anfang vom Ende. Auch SPD-Chef Sigmar Gabriel sieht angesichts der Führungskrise den Zenit der islamkritischen Bewegung überschritten. Der Extremismus-Experte Timo Reinfrank ist zurückhaltender in seiner Einschätzung. Die Pegida-Demos hingen nicht an einzelnen Personen. (dpa/fp)

"Pegida Vogtland" lädt zu NPD-Vortrag ein: Gegendemo heute

Auf Facebook ruft eine Gruppe im Namen von "Pegida Vogtland" zur Teilnahme an einer Veranstaltung mit dem NPD-Bundesvorsitzenden auf. Interessenten sollten sich heute zwischen 18 und 19 Uhr vor dem Rathaus in Oelsnitz einfinden und würden von dort zum Versammlungsort geleitet. Die Initiatoren der Gruppe treten nicht mit Namen in Erscheinung.

Pegida in Dresden ließ gestern eine Anfrage dazu unbeantwortet.

Der Runde Tisch für Demokratie, Toleranz und Zivilcourage veranstaltet heute ab 18 Uhr eine Gegenaktion auf dem Oelsnitzer Marktplatz. Für die Kreis-CDU liegt die Vermutung nahe, dass die Organisatoren von Pegida Vogtland "der NPD mindestens nahestehend sind". Schon die Ankündigung, dass der Vortrag an einem bis dahin geheimen Ort stattfinden soll, sei "gängige Praxis bei Versammlungen rechter Gruppierungen". (juerg)

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24Kommentare
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    Soundnichtanders
    01.02.2015

    Jetzt wird es wohl bald losgehen. Die Führungsspitze ist weg und die militanten Mitglieder der Bewegung/Gegenbewegung werden sich Ausweichspaziergänge suchen.

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    aussaugerges
    29.01.2015

    Gerade gehört es geht voll weiter.
    ===Thema::: Bürgerdemokratie und Einwanderung===
    Prima,Klasse.

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    aussaugerges
    29.01.2015

    aardvark:
    Na da haben wir beide nicht richtig gelegen.
    Aber gehört dann Kuweit auch dazu.(keine Asylsuchende)
    Das mit der UA das verstehe ich genau aber Sunniten und Scheitten ist nicht so richtig zu verstehen.
    --------------------------------------------------------------
    Aber das es in Syrien nur aber auch nur um Öl geht ist vollkommen klar.
    Da fährt ein Tanker nach dem anderen aus Syrien in die Türkei.(Heute Mittagsmagazin)Alles gestohlen.
    Mir klingt es noch in den Ohren wie die Chlinten immer und immer gesagt hat::
    Der Asssaaaaad,der Asssaaaaaad muß weg.
    Immer wieder und immer wieder,diese notorische
    Kriegstreiberin.
    Bloß heute muß die USA mit den mit den Übel leben und der IS verkauft das ÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖl selber.
    Ar...karte gezogen...18;18

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    gelöschter Nutzer
    29.01.2015

    @WaidmannWesten: "Ich komme da nicht mehr richtig mit" Richtig, das merkt man. Schenken Sie sich doch Ihre Verallgemeinerung und ihre Vorurteile, wenn Sie schon einräumen, alles über "uns im Osten" zu wissen aber nicht zu kapieren. Genießen Sie doch, dass Sie "normal" sind und wir eben nicht.

  • 2
    0
    gelöschter Nutzer
    29.01.2015

    Briefwechsel:

    Der Islam ist nicht schlechter oder besser als andere Religionen. Es sind die Extremisten, die schlecht sind. Kriminelle gibt es in jedem Volk. Aber alle über einen Kamm zu scheren ist dumm und falsch und gefährlich. Schau Dir doch nur die einfältigen, vor Rechtschreibfehlern triefenden, Kommentare der Rechten an - das sagt schon alles. Und ich kann mich nur wiederholen, dass ich Deine Posts und Äußerungen diesbezüglich zum Haare raufen finde. Es passt absolut nicht zu dem Bild, das ich von Dir hatte. Hast Du die Nachrichten verfolgt? Die fremdenfeindlichen Übergriffe sind seit Pegida um über 100% gestiegen. In Frankreich haben die Juden Angst um ihr Leben und wandern in Scharen aus... all das war schon mal. Und ich will nicht, dass ich das auch erleben muss. Warum postest du nicht mal Geschichten von verprügelten Ausländern, brennenden Asylbewerberheimen, Flüchtlingen, die in den Dörfern gemobbt werden, weil sie keiner haben will und schreibst drüber, dass Du dagegen bist? Das ist auch politisch. Sei's drum. Es hat ja eh keinen Zweck.

    Liebe xxxx,
    meine letzte Wortmeldung dazu:

    1.) Wenn Deutschland ein Einreiseland sein will, dann brauchen wir die dementsprechende Politik. Einreisegesetze? Fehlanzeige! Das schließt Deine Frage nach gemobbten Ausländern in den Dörfern (siehe oben) mit ein.
    Was heißt, „Die fremdenfeindlichen Übergriffe sind seit Pegida um über 100% gestiegen.“? 100 Prozent ist relativ. Waren es vorher zwei, sind es jetzt vier. Also kann ich mit „um 100 Prozent“ nicht viel anfangen. Sicherlich, Jeder Fall ist einer zu viel! Aber dem gegenüber stehen immer noch die in weitaus höherer Zahl vorkommenden Meldungen von tätlichen Auseinandersetzungen zwischen den „Flüchtlingen“ oder auch Übergriffe (Körperverletzungen und Diebstahl) von Ausländern gegenüber Deutschen. Und wie viele Tätlichkeiten gegenüber Ausländern werden medial hochgekocht und pro forma erst mal mit einem rechtsradikalen Hintergrundsverdacht versehen, um dann kleinlaut zuzugeben dass es nicht so war (siehe in Sebnitz/Sächs. Schweiz, der Fall Khaled B./Dresden oder der mit einer Eisenstange von Tschetschenen verprügelte Tunesier in Chemnitz).

    2.) Mich schockieren brennende Asylbewerberwohnheime in Rostock, Hoyerswerda oder auch im Westen der Republik genauso wie mich ein zu Tode gehetzter Ausländer in Mügeln (Nordsachsen) betroffen macht. Nur darum geht es eben gerade nicht, sondern um Einwanderungsprobleme und Integrationsversäumnisse. Und warum soll ich die massenhaften Einzelbeispiele der Probleme mit (muslimischen, arabischen, nordafrikanischen) Scheinasylanten nicht anführen dürfen, die Gegenseite aber ihre Einzelbeispiele gern anführen möchte? Der Film „Die Kriegerin“ macht mich genauso betroffen wie die Verfilmung des integrationskritischen Sachbuches „Das Ende der Geduld“. Und der Klarheit halber muss man sagen, dass die Anzahl der Einzelbeispiele für die Probleme mit (bestimmten) Ausländern weitaus größer und zudem jüngeren Datums sind.

    3.) Ich identifiziere mich ganz klar NICHT mit den radikalen Pegida-Ablegern wie beispielsweise Legida in Leipzig, die ungleich rassistischer und radikaler sind. In Leipzig ist das Eskalieren der Gewalt auch einer traditionell sehr starken autonomen Linksradikalen-Szene geschuldet. Dort sind bürgerkriegsähnliche Zustände sehr schnell geschaffen.

    4.) Deutschland hatte vor einigen Jahren die Liste einer „no-go-Area“ herausgegeben? Hat man das schon mal von den Einreiseländern USA, Kanada, Schweiz oder Australien gehört? Deutschland schafft solche Zonen anhand von Einzelbeispielen und betreibt damit Nestbeschmutzung an der eigenen Bevölkerung. Jetzt geben die USA eine Reisewarnung für Sachsen (Dresden und Leipzig) heraus. Sind die noch ganz dicht hinterm großen Teich? Seit 250 Jahren bekommen die USA ihre Einwanderungen nicht in den Griff und beweisen, dass sich bestimmten Ethnien auch nach Jahrzehnten nicht vertragen oder integrieren lassen – oder auch daran gehindert werden, auch das gibt es. Gibt es in den USA-Großstädten „no-go-Areas“ oder Reisewarnungen an Deutschland für bestimmte Stadtgebiete in New York oder anderswo? aber wir sind Deutschland und damit schon mal vorbestraft.

    5.) Mag sein, dass DER Islam nicht (nur) so ist, sondern (auch) so. ICH kenne ihn aber nur so: dogmatisch, totalitär, gewalttätig, ideologisierend und damit politisch, frauenfeindlich, fortschrittsfeindlich und menschenrechtsverletzend. Sicher, die Scharia ist ein islamisches Recht, aber sie ist kein Menschenrecht! (sinngemäß Henryk M. Broder) Der Islam ist nicht säkular – der Staat ist der Islam, die Religion bestimmt die Politik. In Europa haben wir das eigentlich überwunden.

    6.) Die deutschen Nachbarn von Mohammed Ata oder den Terroristen von Madrid, London, Paris und anderswo dachten auch, dass „ihr“ Moslem um die Ecke nicht so ist. Bis es dann doch anders kam. 80% der Terrorakte weltweit werden mit dem Islam in Verbindung gebracht, auch wenn man in Europa und speziell in Deutschland vom Islamismus spricht und damit beschwichtigend einen Unterschied schaffen will. Und bei den 80% der Terrorakte rede ich noch nicht einmal von Gewalttätigkeiten untereinander, von Auspeitschungen, Steinigungen, Zwangsverheiratungen bis hin zu Ehrenmorden in unseren deutsch-türkischen Parallelgesellschaften.

    7.) Gestern sagte ein Muslim bei Anne Will, er sei primär in seinem Glauben barmherzig. Und seine Mutter hätte ihn gelehrt, dass man den Koran wörtlich oder ernst nehmen kann – auf gut Deutsch: lebe Deinen Glauben; oder nimm den Koran und missbrauche ihn Wort für Wort. Diese Muslime sind gefordert (und nicht wir Deutschen), das Wesen des Islam zu ändern und sein Erscheinungsbild neu zu prägen. Keine Gruppe bildet in den Großstädten solche Parallelgesellschaften wie die Türken und andere muslimische Bevölkerungsschichten, die vorwiegend in Familien-Clans in unser Land kommen oder überdurchschnittlich nur aus jungen Männern bestehen. Wenn diese Rückwärtsentwicklung des Islam überhaupt jemand ändern kann (wie übrigens auch das Elend in Afrika), dann die Mädchen und jungen Frauen. Die Zukunft dieser Volks- und Religionsgruppen liegt in den Händen der jungen Frauen. Diese sind oftmals fortschrittlicher denkend, weltoffener und moderner eingestellt. Sie sind weniger radikal und sie sind humanistischer eingestellt. Von den Müttern – die im Extremfall nicht mal deutsch sprechen oder allein das Haus verlassen dürfen – und erst recht von den Vätern oder Söhnen kann man das nicht erwarten. Die Söhne leben mit falschen Vorbildrollen der Väter und bekommen überholte Traditionen und Geschlechterrollen eingebläut, die in unserer modernen Gesellschaft überholt sind. In der Schule und in der späteren Gesellschaft gehören die meisten von ihnen beizeiten zu den Loosern. Und bevor die Mädchen so weit sind und sich wehren, hat man sie zwangsverheiratet oder im Zweifelsfall umgebracht.

    Die Luft bei Pegida ist raus, und egal was daraus wird, ich kann mich damit nicht mehr identifizieren. Die Politik wird jubeln. Wenden wir uns dem Alltag zu, „Der Bachelor“ oder „Frauentausch“ im TV sind vielleicht auch ganz unterhaltsam….

    Das Problem aber, das bleibt: Deutschland kommt nicht umhin, seine tiefen Gräben zwischen Volk und Politikern versuchen zuzuschaufeln, soziale Ungerechtigkeiten abzubauen; klare, strenge aber auch gerechte Einwanderungsgesetze zu beschließen und nicht in 50 Jahren immer noch darüber zu palavern – und Europa muss geschlossen dem idiologisch-politischen Islam gegenübertreten (sonst schaffen wir uns wirklich ab). Da sind auch die immer wieder als Gegenbeweis aufgeführten rechtschaffenen Muslime gefordert. Denn bisher habe ich EIN Bild vom Islam, das ANDERE ist man mir noch schuldig.

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    2
    gelöschter Nutzer
    29.01.2015

    Vomdorf hat gefragt, wieviele muslimische Flüchtlinge von Ländern aufgenommen werden, in denen dieser Glauben herrscht. Nicht: wieviel die Saudis aufnehmen. Ich habe ihn sogar wortwörtlich zitiert. Und ich habe die Frage beantwortet. Was war denn nun schon wieder falsch? Hat die Antwort nicht zu Ihren Vorurteilen gepasst?

  • 1
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    aussaugerges
    29.01.2015

    aardvark:Es ging um die reichen Emirate,klar.
    Haben sie das begriffen,1000km entfernt

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    gelöschter Nutzer
    29.01.2015

    Die Saudis nicht, aber der Libanon, die Türkei, der Irak.... Einfach mal den Link vom DRK ansehen.

  • 1
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    aussaugerges
    29.01.2015

    vomdorf:
    Das muß jeder lesen solche "falschen Islmisten".
    Das müste jede Zeitung zu lesen bekommen.
    Aber wenn ich das höre wieviel
    Islamforscher,Flüchtlingsbeauftragter,und,und,und
    Ausländerberater,Integrationsbeauftragter,Asylhelfer
    Flüchtlingforscher, und,und,und,hier Beamtengeld bekommen unfaßbar.12;35

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    0
    berndischulzi
    29.01.2015

    Ja denkt denn jemand, die Saudis wollen die gleichen Probleme wie wir haben?

  • 1
    3
    gelöschter Nutzer
    29.01.2015

    @vomdorf: Zitat "wieviele der muslimischen flüchtlinge flüchten eigentlich in länder, in denen ihr glauben herrscht und werden dort aufgenommen? "

    Das DRK liefert hierzu die Antwort: "Die Anzahl der Menschen, die aus Syrien in die Nachbarländer geflohen sind, ist mittlerweile auf über 3,2 Millionen Menschen gestiegen. Die Flüchtlinge halten sich vor allem in Jordanien, dem Libanon, der Türkei und dem Irak auf. "

    Genaueres zu den einzelnen Zahlenhier: http://www.drk.de/weltweit/asien-nahost/syrien-fluechtlingshilfe/lage-in-den-nachbarlaendern.html

    Natürlich nur, falls es sie wirklich interessiert - ich habe nämlich das Gefühl, das entspricht so gar nicht dem, was sie mit ihrem Kommentar erreichen wollten.

  • 7
    0
    vomdorf
    29.01.2015

    wieviele der muslimischen flüchtlinge flüchten eigentlich in länder, in denen ihr glauben herrscht und werden dort aufgenommen?
    zitat aus einer anderen zeitung ( nicht BILD):

    So hat die Regierung in Saudi-Arabien gerade verkündet, dass Saudis keine Kriegswaisen aus Syrien und dem Irak adoptieren dürfen. Schluss mit der sentimentalen Humanität, verkünden die Saudis – die Hüter der Heiligen Stätten des Islam. Saudis sollen sich lieber um Saudis kümmern – sagt das zuständige Ministerium.

    Hmmmm, schon seltsam oder? (auch wenn es hier um kriegswaisen geht...es dürfen auch keine anderen als flüchtling dahin, oder?)

    Die sechs Länder des Golf-Kooperationsrates (Saudi-Arabien, Kuweit, Katar, Emirate, Bahrein, Oman) haben nach aktuellen Angaben von Amnesty International bislang nicht einen Quadratzentimeter Wohnraum in ihren Ländern für die Aufnahme dieser Kriegsflüchtlinge angeboten.

  • 2
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    hkremss
    29.01.2015

    @A809626: Der erste Beitrag, dem ich fast einen Daumen hoch geben könnte. Nur im letzten Absatz machen sie wieder den Fehler, eine Religion mit dem Handeln von Politikern oder Terroristen gleich zu setzen. Auch das Christentum hat über Jahrhunderte als Rechtfertigung für allerlei Kriege, Grausamkeiten oder Ungerechtigkeiten gedient. Heute ist das zumindest hierzulande (!) weitgehend überwunden und es herrscht ein gewisser Konsens, dass zumindest "christliche Werte" keine schlechte Sache sind. Die Bibel hat aber niemand neu geschrieben, da steht immernoch das drin, was im Mittelalter drin stand. Der Islam ist wahrscheinlich in seiner Entwicklung ein paar Jahre oder Jahrhunderte hinterher. Warum? Weil die Staaten, die die Deutungshoheit für den Islam in Anspruch nehmen, eben auch gesellschaftspolitisch "noch ein paar Jahre" hinterher sind. Zumindest was die großen Strömungen des Islam betrifft. Können wir als Nicht-Muslime das ändern? Nein! Im Gegenteil, unsere Versuche direkter Einflussnahme spielen den Fundamentalisten in die Hände. Wir haben eben keine "Deutungshoheit" über den Islam. Lösen wir das Problem, indem wir Muslime ausgrenzen? Nein! Im Gegenteil, wir treiben Sie den Fundamentalisten in die Arme. Die einzige Möglichkeit besteht darin, die große Zahl von in Europa lebenden Muslimen zu integrieren, ihnen Raum zu geben und die Möglichkeit ihren Glauben an eine moderne Gesellschaft anzupassen. Dann werden sie selbst die Deutung übernehmen und nicht mehr auf extreme Mullahs "aus dem Mittelalter" hören wollen. Das wird noch etwas dauern, aber die Muslime, die ich kenne, haben mit Terroristen nichts am Hut, die haben kein gestörtes Verhältnis zu unserem Rechtssystem und unseren Werten. Die akzeptieren das. Manche trinken sogar Alkohol. Nur Schweinefleisch essen sie nicht, aber damit können wir doch umgehen, oder? Indem wir uns gegen sie stellen und sie "bekämpfen" erreichen wir genau das, was wir nicht haben wollen.

  • 7
    4
    gelöschter Nutzer
    29.01.2015

    So ist es olib, ich habe das nie bestritten. Im Gegenteil: oftmals auch selbst so kommentiert (hier oder anderswo).
    Ich habe auch schon vor wenigen Tagen festgestellt, daß sich diese Gesellschaft immer mehr radikalisiert. Das betrifft den Islam und das betrifft politische Splittergruppen. Nur schwarz, grün, links; oder rechts oder konservativ reicht nicht mehr. Es gibt militante Tierschützer, es gibt Rechtsradikale, es gibt Linksextreme oder autonome Linksradikale oder wir liberalisieren uns zu Tode. Wir sind mitten drin. Alle diesen Gruppen eint eins: man kann mit ihnen weder eine Demokratie aufbauen oder führen und sie sind auch nicht politikfähig. Die wollen Anarchie. Und wenn wir die haben, dann Gnade uns „Gott“. Die Weimarer Republik lässt grüßen.

    Gewalt, egal gegen wen oder was, ist nie eine Lösung. Oder wie Oliver Kalkofe vorige Woche sagte: „Der Kern … bleibt letzten Endes die Dummheit und die damit verbundene Selbstüberschätzung.

    Ich betone es auch gern nochmal: Ich habe nichts gegen Ausländer. Aber ich habe etwas gegen den Islam!! Mittelalter in Form einer dogmatischen, totalitären, nicht säkularen, menschenverachtenden und frauenfeindlichen Religions-IDEOLOGIE haben wir im Christentum zum Glück über Jahrhunderte im harten Kampf gegen die Kirche überwunden. Das muss man nicht mit dem Islam wiederholen. Ohne mich!

  • 4
    1
    aussaugerges
    28.01.2015

    Herr Gabriel hat in den Tagesschau Nachrichten zu dem Frust in Dresden folgendes festgestellt:
    Die Mieten sind sehr gestiegen in den Amerikanischen HEDGE Fonds Wohnungen.
    Das macht die 40000 Mieter so wütend.
    Ich denke der Kessel wird noch explodieren.22;45

  • 6
    1
    28.01.2015

    "Aber Pegida sieht als Ursache für die Probleme AUSSCHLIESSLICH die "Fremden". Und hier hört eben der Spaß auf. Sie faseln vom Dritten Reich und merken nicht, dass Pegida den Pogromen von damals fast gleichkommt und die Mitläufer eben auch mit sozialen Themen ködert. Genau wie damals, als die Wirtschaft auch nicht so gut lief und die Juden daran schuld waren? "

    Jeder kann und soll seine Meinung über Pegida haben aber wenn hier schlicht Lügen: "Pegida sieht als Ursache für die Probleme AUSSCHLIESSLICH die "Fremden" gepaart mit völlig abstrusen Vergleichen "dass Pegida den Pogromen von damals fast gleichkommt.." gefahren werden, bekommt man wirklich Angst, was manche so zu glauben scheinen. Also ich zumindest weigere mich, auf so einen Blödsinn noch inhaltlich einzugehen.

  • 4
    7
    olib
    28.01.2015

    "... aber jetzt sollten wir uns endlich wieder dem Alltag mit seiner entgleisenden Arbeitswelt und/oder Hartz-IV zuwenden. Für die geistige Besudelung haben wir Dschungel-Camp im Fernsehen, Hundepostings bei Facebook und ein vom Hörfunksender R.SA organisiertes Nacktrodeln."

    @A809626: Ja, genau das sind Symptome einer auseinanderdriftenden, abgestumpften Gesellschaft und sie treiben auch mich um, natürlich. Denken Sie nicht, dass dafür eher das zwingend notwendige Wachstum kapitalistischer Gesellschaften mit all seinen Folgen verantwortlich ist? Aber Pegida sieht als Ursache für die Probleme AUSSCHLIESSLICH die "Fremden". Und hier hört eben der Spaß auf. Sie faseln vom Dritten Reich und merken nicht, dass Pegida den Pogromen von damals fast gleichkommt und die Mitläufer eben auch mit sozialen Themen ködert. Genau wie damals, als die Wirtschaft auch nicht so gut lief und die Juden daran schuld waren?

  • 3
    9
    thinktank68
    28.01.2015

    Pegida? War da was? *gähn*

  • 2
    11
    aussaugerges
    28.01.2015

    Ja so ist das ein gekauftes Volk ist eben nicht immer an der Stange zu halten. 100 DM
    Denn 50000 waren eben nicht das Volk.
    Davon waren 20 % Ausreisewillige.19;15

  • 14
    6
    gelöschter Nutzer
    28.01.2015

    Ich habe neulich schon geschrieben „Ich weiß nicht, wie lange es Pegida noch geben wird“. Ist das jetzt das Ende? Vielleicht beginnt auch nur das Aussieben, wie es bei jeder neuen Bewegung oder Partei stattfindet. Sicher, es ist von Diskrepanzen im Orga-Team von Pegida die Rede. Anderseits spricht Kathrin Oertel von „massiven Anfeindungen, Drohungen und beruflichen Nachteilen.” Hatten wir das nicht alles schon einmal im Dritten Reich und in der DDR? Aber als Politiker in der BRD über die DDR oder das Dritte Reich zu sprechen ist das eine, und das fällt leicht. Jetzt brodelt es aber plötzlich im eigenen Land und gegen die eigene Politik.

    Das Brodeln kommt aus einer Richtung, die der Politik überhaupt nicht gefällt. Leider haben das sehr viele, „die am Hintern zu schwer und im Kopfe zu bequem sind” (Renft) noch nicht begriffen. Eine weitere Aktie haben die Gutmenschen-Gegendemos (ich weiß von bezahlten und „gezwungenen“ Gegendemo´-Teilnehmern). Eine noch größere Aktie daran haben die Gewalttätigkeiten der Linksautonomen und anarchistischen Linksradikalen. Pegida selbst bisher war nämlich friedlich. Neulich erst rief die linksextreme Antifa zum Bürgerkrieg auf, notfalls mit Waffengewalt. Die Weimarer Republik lässt grüßen. Sind wir schon wieder so weit wie damals? Unter diesen Umständen kann ich auch den Rücktritt von Frau Oerthel verstehen. Sie hat immerhin Kinder.

    Ich hoffe nur, dass das leidige und immer noch ungelöste Probleme unserer aus dem Ruder gelaufenen und völlig außer Kontrolle geratenen Einwanderungspolitik nicht wieder ad acta gelegt wird – so nach dem Motto: Der Deutsche Michel hat zwar mächtig Staub aufgewirbelt, aber jetzt sollten wir uns endlich wieder dem Alltag mit seiner entgleisenden Arbeitswelt und/oder Hartz-IV zuwenden. Für die geistige Besudelung haben wir Dschungel-Camp im Fernsehen, Hundepostings bei Facebook und ein vom Hörfunksender R.SA organisiertes Nacktrodeln. Das sind doch die beruhigenden Konstanten in unserem Leben. Denn wie sagte westdeutsche Facebook-Freundin zu mir: „Ich lese Deine Beiträge vorläufig nicht mehr. Da lebe ich ruhiger.“

    Ich hoffe auch, dass das leidige Thema Islam endlich einmal gelöst wird. Und das bitte nicht mit Kuschel- und Einknick-Politik nach Art der Gutmenschen, sondern im Sinne eines säkularen, weltoffenen, toleranten und modernen Landes. Ansonsten folgen wir in 50 Jahren dem Ruf des Muezzin, kriechen auf Knien nach Mekka und bedauern vielleicht, stattdessen nicht aufrecht für Pegida Sympathie ergriffen zu haben.

    Und - Herr Waidmann: Noch ein Wort zu Ausländern und dem Islam. Ich bin nicht fremdenfeindlich, weil ich in der DDR groß geworden bin. Das ist Blödsinn a´la BRD-Logik. Ich habe nichts gegen Ausländer und erst recht nicht gegen Kriegsflüchtlinge. Ich habe aber etwas gegen Scheinasylanten und sonstige "Flüchtlinge”. Aber während die wirklich armen kriegsleidenden Familien größtenteils in ihrem Elend zurückbleiben weil sie dort überhaupt nicht fortkommen, holen wir uns zu gefühlten 90% alleinstehende junge Männer ins Land. Die sollen gefälligst mit der Waffe in der Hand in ihrem Land kämpfen, anstatt hier die große Fresse zu schwingen. Kriminelle und soziale Problemschichten haben wir eigene, die müssen wir nicht noch ins Land holen!

    Und ja, ich habe etwas gegen den Islam!! Mittelalter in Form einer dogmatischen, totalitären, nicht säkularen, menschenverachtenden und frauenfeindlichen Religions-IDEOLOGIE haben wir im Christentum zum Glück über Jahrhunderte im harten Kampf gegen die Kirche überwunden. Das muss man nicht mit dem Islam wiederholen. Ohne mich!

  • 16
    2
    gelöschter Nutzer
    28.01.2015

    @ Waidmann: Zitat "Glauben Sie mir, nicht an allen sozialen Problemen sind die Flüchtlinge und die Ausländer schuld." Das habe ich auch niemals behauptet. ansonsten ist mir die dikussion auf dem Niveau zu doof.......

  • 7
    18
    WaidmannWesten
    28.01.2015

    Die Oertel gehört aufs Oertchen und runtergespült! Seid ihr im Osten nun rechts oder links, oder beides? Ich komme da nicht mehr richtig mit. Besser wäre, ihr werdet normal und siedelt euch in der Mitte an, ganz entspannt. Und A809626, ich hab ihr Ergüsse in letzter Zeit gelesen. Glauben Sie mir, nicht an allen sozialen Problemen sind die Flüchtlinge und die Ausländer schuld. Aber das hatten wir schon, im Dritten Reich.

  • 8
    13
    aussaugerges
    28.01.2015

    Frau Kamme (MDR) hat ja gestern alle Register der abfälligen Bemerkungen gezogen.
    Und jetzt ist eine gewisse Häme nicht zu überhören.
    Vielleicht nehmen sie die Antifa Leute mal fest.
    Und wenn mal überprüfung der Personalien.18;45

  • 10
    10
    gelöschter Nutzer
    28.01.2015

    Falls man es noch nicht bemerkt hat: es brodelt in diesem Land. Und zwar ganz gewaltig. Und das geht ganz bestimmt nicht von gekauften oder anderweitig "gezwungenen" Pegida-Gegendemonstranten oder von Krawall suchenden Linksautonomen aus. Das Brodeln kommt aus einer Richtung, die der Politik überhaupt nicht gefällt. Leider haben das sehr viele, "die am Hintern zu schwer und im Kopfe zu bequem sind" (Renft) noch nicht begriffen.
    Und was "massiven Anfeindungen, Drohungen und beruflichen Nachteile" anbelangt...... hatten wir das nicht alles schon im Dritten Reich und in der DDR?



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