"Es ist nichts passiert!"

An der Silvesternacht von Köln hat sich in Deutschland eine neue Debatte über sexuelle Gewalt entzündet. Sie wird vor allem vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise geführt. Das ist falsch, sagt die Frauenrechtlerin Anke Domscheit-Berg. Übergriffe seien kein Migrationsproblem - sondern ein generelles. Ein Gastbeitrag.

Am ersten Dezember 1987 wurde ich nachts wach, weil mich ein Mann überfiel. Ich war 19 Jahre alt, schlief allein im Studentenwohnheimzimmer in Schlema. Ich wehrte mich und schrie, bis er die Flucht ergriff, wohl aus Furcht, ich könnte das ganze Wohnheim wachschreien. Mit Armen und Beinen hatte ich ihn von meinem Hals ferngehalten. Er hinterließ seine Schuhabdrücke auf meinem Laken, ein Würgetuch, das er aus einer Kinderjeanshose zusammengenäht hatte, neben dem Bett und in mir drin eisiges Entsetzen. In den folgenden Wochen konnte ich kaum schlafen, lief nur mit Messer in der Tasche herum. Ich bekam keine psychosoziale Unterstützung, der Täter wurde nie gefasst. Die Polizei erklärte mir, es läge keine richtige Straftat vor - nur Hausfriedensbruch: Da ich keine körperlichen Schäden davongetragen hätte, sei nichts passiert.

Die überraschende Erkenntnis, dass die Polizei mich nicht schützt, schockierte mich. Jahre später, die Mauer war inzwischen gefallen, fragte ich im Westen einen Polizisten, wie meine Geschichte dort ausgegangen wäre. Ich hatte alles erwartet - nur nicht, dass er antwortete, dass das im Westen nicht anders sei. Trotz Fußabdrücken im Bett. Trotz Würgetuch. Und auch er meinte: Mir sei ja nichts passiert. Dieser Überfall ist nun fast 30 Jahre her, aber ich kann noch immer nicht allein in einem Erdgeschoss schlafen - aber es ist ja nichts passiert.

Ich könnte darüber schreiben, wie viele weiße Männer mir schon ungefragt ihr nacktes Geschlecht entgegenhielten, im Park oder in einer Spielzeugabteilung. Ich könnte von sexuellen Übergriffen schreiben oder von unzähligen Malen, wo deutsche Männer mir Anzügliches hinterherriefen, und von den Beleidigungen, wenn ich sie ignorierte. Jede Frau kennt diese Geschichten. Ich kenne sie von Verwandten, Freundinnen, Arbeitskolleginnen oder Nachbarinnen. Es ist unser kulturelles Wissen, unser Alltag, dessen Konsequenz eine Einschränkung unserer Freiheit bedeutet. Denn wir überlegen, wann und wo wir ohne Begleitung hingehen. Wir gruseln uns allein mit einem männlichen Fremden im U-Bahn Abteil. Wir nehmen aus Vorsicht lieber ein Taxi, statt nachts nach Hause zu laufen. Fast jede von uns hat das Gefühl, Freiwild zu sein, schon einmal erlebt. Es war schon immer unser Alltag. Nicht erst seit der letzten Silvesternacht in Köln.

Dieses Problem auf Flüchtlinge zu reduzieren, verhöhnt all die Opfer sexualisierter Gewalt, die es jeden Tag, in jeder Stunde in Deutschland gibt. In der Europäischen Union meiden rund 53 Prozent aller Frauen aus Angst vor Gewalt bestimmte Orte. Jede Zweite hat sexuelle Belästigung erfahren. Tausende Vergewaltigungen werden jährlich allein in Deutschland angezeigt; nur etwa acht Prozent enden mit Verurteilungen. Und viele der Übergriffe (die Dunkelziffer wird auf das Zehnfache der Anzeigen geschätzt), werden nicht einmal angezeigt - weil die Erfolgsaussichten gering sind, weil man Frauen nicht glaubt und ihnen Mitschuld unterstellt - gleichzeitig aber 100 Gründe dafür findet, warum der Täter nichts dafürkonnte. Oder weil unser Strafrecht schlicht nicht ausreicht, Täter zu belangen.

Das war vor 30 Jahren in der DDR so, und das ist auch heute noch der Fall. Bei uns in Deutschland gilt immer noch nicht die Grundregel sexueller Selbstbestimmung: "Nein" heißt "Nein". Nach deutschem Recht ist Vergewaltigung nur dann strafbar, wenn rohe Gewalt ausgeübt, Gefahr für Leib und Leben angedroht wird oder eine "objektiv" schutzlose Lage besteht - nicht aber, wenn eine Frau "Nein!" sagt, wenn sie weint, schreit und ums Aufhören fleht. Zum Verständnis: Ein Opfer gilt beispielsweise schon nicht als "objektiv schutzlos", wenn die Tat bei unverschlossener Tür stattfindet, denn es könnte ja - theoretisch - flüchten. Auch nicht, wenn vor dem Fenster Menschen stehen, die man alarmieren könnte - selbst wenn man nichts von ihrer Anwesenheit weiß.

Eine Vergewaltigungsanzeige endet auch regelmäßig mit Freispruch, wenn Drohungen unausgesprochen bleiben - selbst dann, wenn die Brutalität des Täters bekannt ist und das Opfer vor Angst erstarrt. Sie endet mit Freispruch, wenn eine Frau sich nicht wehrt, um ihre Kinder nebenan nicht in Panik zu versetzen. Hat dagegen jemand davon gehört, dass ein Räuber freigesprochen wurde, weil man sich bei dessen Überfall nicht ausreichend gewehrt hat? So groß sind die Hürden im deutschen Recht nur, wenn es um den Schutz von Frauen geht.

Aktuell debattieren wir vor allem sexuelle Belästigung. Fakt ist, dass es in Deutschland keine Straftat ist, einer Frau an den Busen zu grapschen oder unter den Rock. Zwischen die Beine. Ein Polizist kann das als "sexuelle Beleidigung" auslegen - er kann aber auch die Aufnahme der Anzeige ablehnen, mangels Strafbarkeit.

Ich begrüße sehr, dass wir nun endlich die überfällige Debatte zur sexuellen und körperlichen Integrität von Frauen in der breiten Gesellschaft führen, um das Möglichkeitsfenster für eine Reform des ungenügenden Sexualstrafrechts zu nutzen. Wir dürfen nicht auf einseitige rassistische Hetze hereinfallen, die die Unversehrtheit von Frauen nur gegenüber Ausländern schützen möchte, indem man allein in Zuzugsbegrenzung oder Abschiebung von Flüchtlingen eine Lösung sieht. Es braucht stattdessen einen neuen gesellschaftlichen Konsens, der jede Gewalt gegen Frauen ächtet - ausnahmslos. Zum Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt - egal von welchem Täter, unabhängig von seiner Herkunft, Religion und Hautfarbe. Dieser neue Konsens wäre dann auch für Einwanderer aus Kulturen, in denen Frauenrechte noch anders bewertet werden, ein deutliches Signal. Vergessen wir auch die Opfer von Köln nicht, von denen viel zu wenig die Rede ist. Sie brauchen zum Beispiel psychosoziale Betreuung, um das Erlebte zu verarbeiten - auf die es leider auch noch keinen Rechtsanspruch gibt.

Gleichzeitig sollten wir dafür kämpfen, dass Sexismus in Medien, Werbung und öffentlichem Raum nicht mehr sozial akzeptiert ist. Wenn Frauen als Objekte dargestellt und auf Körperteile mit sexueller Konnotation reduziert werden, hat das Folgen. Sexismus ist der Humus, auf dem sexuelle Belästigung und sexualisierte Gewalt wachsen. Wir haben in Sachen Gleichberechtigung schon sehr viel erreicht und können darauf auch stolz sein. Aber Geschlechtergerechtigkeit haben wir noch lange nicht in Deutschland. Zeigen wir nach innen und nach außen, für Einheimische und Zuwanderer, welche Werte uns wirklich wichtig sind, und setzen wir das auch in die gelebte Rechtspraxis und im Alltag um. Dann haben die Gewalttaten von Köln wenigstens zu positiven Veränderungen geführt, die einen großen Unterschied für viele Menschen machen werden.

 

Zur Person: Anke Domscheit-Berg

In Schneeberg studierte die 1968 im Premnitz (Brandenburg) geborene Autorin angewandte Textilkunst. Nach der Wende und einem zweiten Studium der Internationalen Betriebswirtschaft machte sie bei McKinsey und Microsoft Karriere.

Seit Mitte der Nuller Jahre setzt sie sich in zahlreichen Initiativen für Geschlechtergerechtigkeit ein. Im letzten Jahr erschien ihr viel diskutiertes Buch "Ein bisschen gleich ist nicht genug". Seit 2010 ist sie mit dem Wiki-leaks-Mitbegründer Daniel Domscheit-Berg verheiratet. Mit ihrem Ehemann und ihrem Sohn lebt sie in Fürstenberg/Havel im Norden von Brandenburg. (tim)

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39Kommentare
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  • 0
    2
    Haju
    21.01.2016

    Für Abonnenten:
    „Was hat uns Marokko eigentlich getan, dass wir ihnen jetzt Sexualstraftäter zurückschicken wollen?“
    http://www.metropolico.org/2016/01/21/was-hat-uns-marokko-eigentlich-getan/

  • 4
    2
    Nikalx
    17.01.2016

    Noch Fragen?

    http://www.welt.de/regionales/hamburg/article151097419/Extrem-fordernd-unzuverlaessig-und-anzueglich.html

  • 10
    0
    Sawyer
    17.01.2016

    Das Phänomen, dass die Feministinnen die Vofälle von Köln und die gleichgelagerten Fälle zahlreicher anderer deutscher Städte krampfhaft versuchen zu relativieren wird auch hier gut beleuchtet:
    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article151084213/Erstaunlich-wie-Feministen-die-Realitaet-ausblenden.html
    Auf keinen Fall möchten sie weg vom eingeübten stereotypischen Feindbild des heterosexuellen weißen Mannes.

  • 10
    1
    Haju
    17.01.2016

    Der Kriminologe Prof. Pfeiffer wurde von „Qualitätsjournalisten“ vor Interviews aufgefordert, nicht über Flüchtlinge zu reden:
    http://www.statusquo-news.de/reden-sie-nicht-ueber-fluechtlinge-die-bitte-der-medien-an-prof-christian-pfeiffer/
    Nun, ausgerechnet Prof. Pfeifer hat vor ein paar Jahren auch über die katholische Kirche gesprochen und im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal eine nicht signifikant höhere Täterrate männlicher Bediensteter gegenüber der Durchschnittsbevölkerung festgestellt.
    Und wer jetzt fordert, nicht über den Islam zu sprechen ist quasi selbst definierter Christenhasser – zu freizügig und offenherzig war damals insbesondere die Kommentarfunktion genau derselben Medien geschaltet. Und was Raten usw. anbelangt, stellt die Feministin Alice Schwarzer folgendes fest:
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article151065691/Kalaschnikows-Sprengguertel-und-jetzt-die-sexuelle-Gewalt.html

  • 11
    2
    Haju
    17.01.2016

    Übrigens sagte Frau Merkel schon am 18.06.2011: „Wir müssen akzeptieren, dass die Zahl der Straftaten bei jugendlichen Migranten besonders hoch ist.“ Nun, wir müssen gar nichts und akzeptieren sowieso nicht. Und zig tausende womöglich judenhassende Araber ("Das sind wir unserer Vergangenheit schuldig") müssen wir auch nicht akzeptieren und Polen(!) in EU-Solidarität wegen unserer Vergangenheit aber nun gleich gar nicht.

  • 11
    2
    voigtsberger
    16.01.2016

    Hankman: Da haben sie aber wenig Ahnung von der Realität, was im Polizeidienst in unseren Land so abgeht und wie sich Polizeibeamte an "vorderer Front" sich in Acht nehmen müssen, was sie bei Personenkontrollen, Einsätzen bei Gewalttaten, bei Diebstählen und dann noch begangen von Ausländer, von Verkehrskontrollen usw. alles beachten müssen, um die Befindlichkeiten der zu Kontrollierten nicht zu vergessen und diese "auf die Goldwaage zu legen", denn sonst hagelt es gleich
    Disziplinarmaßnahmen ohne Ende und die Politiker und Medien treten noch einmal richtig nach. In anderen Länder dieser EU haben Polizei und Ordnungskräfte in der Politik und in ihren Einsätzen, einen ganz anderen Rückhalt! Jeder der die Würde der Opfer von Köln in Frage stellt und die Taten der Täter bagatellisiert, der hat außer Unsinn und Diffamierung der Kritiker der Zustände in unseren Land nichts anderes am Hut und sollte doch "den Ball schön flach halten"!

  • 9
    1
    BlackSheep
    16.01.2016

    @TaiBlaine sie müssen das auch ma lesen http://www.welt.de/debatte/kommentare/article151068000/Realitaetsverweigerung-ruiniert-unsere-Demokratie.html

  • 7
    1
    BlackSheep
    16.01.2016

    Mal lesen Frau Domscheit-Berg http://www.welt.de/debatte/kommentare/article151068000/Realitaetsverweigerung-ruiniert-unsere-Demokratie.html

  • 11
    0
    Freigeist14
    16.01.2016

    @Taiblaine,überhaupt in einen Sieger-Wangenkuss etwas Sexuelles hinein zu interpretieren und daraus ein Problem zu zaubern,hat `was miesepetriges.Dann könnte man ja auch anders herum die Chippendales verbieten,weil Männer da auf ihr Äußeres und Sexuelle reduziert werden.

  • 3
    0
    Haju
    16.01.2016

    @anteater
    „also organisiert und in der Heftigkeit, vom deutschen Manne zuletzt in Verbindung mit dem "Unternehmen Barbarossa" ausgeführt wurden“//
    Übrigens: syrische Kriegsflüchtlinge und erst recht die christlichen, sprechen in Debatten schon längst vom 3. Weltkrieg (bei dem sie häufig schon mehrere Familienmitglieder verloren haben). Bei bislang 4 beteiligten Kontinenten gar nicht mal so abwegig …
    Und was den 2.Weltkrieg anbelangt, sollte man niemals aufhören, von den Deutschen sprechen …

  • 8
    0
    Haju
    16.01.2016

    „Schwarzer: Bereits vor 20 Jahren hat ein Kölner Polizist zu mir gesagt: Frau Schwarzer, 70 bis 80 Prozent aller Vergewaltigungen in Köln gehen auf das Konto von Türken. Ich war entsetzt und habe geantwortet: Das müssen Sie unbedingt öffentlich machen! Denn auch ein Türke wird ja nicht als Vergewaltiger geboren. Das hat ja Gründe. Was ist los bei denen? Was können wir tun?“
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article151065691/Kalaschnikows-Sprengguertel-und-jetzt-die-sexuelle-Gewalt.html
    Seit mindestens 20 Jahren tun also Politik und Medien so, als würde nichts passieren.
    Übrigens: ein pauschal angenommener Anteil von 10% mit türkischem Migrationshintergrund ergibt dann eine ca. 30mal so große Häufigkeit, oder - bei Verurteilung und Inhaftierung deutlich über 90% Muslime im Gefängnis* wegen Vergewaltigung – und jetzt leeren sich die Armutsviertel Nordafrikas von den jungen Männern …
    *Eine solche einfache Wahrheit (zu Berlin) brachte Nicolaus Fest um den Job. Ja, Frau Alice Schwarzer: „Reaktionärer geht es nicht.“

  • 9
    0
    Haju
    16.01.2016

    @Hankman
    Daß CDU-Politiker dagegen stimmten, wird an der Prophezeiung von Kachelmann-Fällen liegen. Inhaftierung ohne Verletzungen ist nun mal eine Aufweichung der Unschuldsvermutung – das kann übrigens auch Sie persönlich einmal treffen.
    Höchstens Nazis vertreten eine pauschale „Ausländer raus“-Position und obwohl es sie gibt (es wird berichtet), habe ich persönlich noch nichts in den von mir üblicherweise gelesenen Medien und Debatten davon etwas bemerkt, schon gar nicht hier.
    Tatsächlich sind aber jetzt hereinströmenden Araber aus den Armutsvierteln Nordafrikas, welche ihren Ausweis verloren haben und noch vor der deutschen Sprache eifrig den syrischen Dialekt lernen, leider nicht asylberechtigt und schon gar keine Kriegsflüchtlinge:
    http://www.welt.de/regionales/nrw/article151060507/So-geht-es-in-Klein-Marokko-zu.html
    Ja, streiten wir darüber!

  • 1
    5
    aussaugerges
    16.01.2016

    Mal eine Frage: Aber bitte kein nichtssagende Antwort.
    Kann man sich gegen solche Übergriffe versichern?

  • 5
    3
    1953866
    16.01.2016

    @TaiBlaine, wer Köln als Anlass nimmt: "wo deutsche Männer mir Anzügliches hinterherriefen..." meint im Namen aller Frauen zu sprechen: " Wir nehmen aus Vorsicht lieber ein Taxi, statt nachts nach Hause zu laufen... Fast jede von uns hat das Gefühl, Freiwild zu sein, schon einmal erlebt." (in Bezug auf Zeiten VOR Köln) , von Sexismus in der Werbung schwafelt, so wie in einen Stadtbezirk von Berlin wo Werbung mit Frauen in rosa Klamotten als "unerwünschte Rollenbilder" verboten wird:
    http://www.morgenpost.de/bezirke/friedrichshain-kreuzberg/article139741617/Kreuzberg-verzichtet-auf-Plakate-mit-sexistischen-Motiven.html
    dann bin ich ausreichend informiert.
    Aber dazu passt auch Ihr Fazit, dass deutsche Männer weiterhin ungestraft blala...
    Keine weiteren Fragen.

  • 3
    6
    Hankman
    16.01.2016

    @Voigtsberger: Ja, wir spekulieren einfach mal wieder ein bisschen. Woher wollen Sie wissen, dass sich die Polizeikräfte hätten verantworten müssen, falls es "Verletzte unter den Straftätern gegeben hätte"? Das ist bloße Polemik. Und meiner Meinung nach unsinnig - zum einen grundsätzlich und zum anderen in Bezug auf den konkreten Fall.

    Noch mal zur Erinnerung: Sie haben da als Polizist eine Menge von 1000 bis 1500 (überwiegend angetrunkenen) Menschen vor sich, Ihnen fliegen die Knaller und Raketen um die Ohren. Und im Schutz der Menge und der Dunkelheit verüben Gruppen von 40 bis 50 Leuten schwere Straftaten. Sie schauen sich um und stellen fest: Wir sind nicht genug Leute. Zudem ist auf der einen Seite die Landespolizei zuständig, auf der anderen die Bundespolizei. Wie gehen Sie vor? In die Luft schießen? In die Menge? Alle zusammenknüppeln - also neben den Verbrechern auch die unschuldigen Feiernden und die Opfer der Straftaten? Eine Massenpanik auslösen ...?

    Keine Frage, die Polizei hat an jenem Abend versagt, aber ich halte die von Ihnen unterstellten Gründe für abwegig. Natürlich wird immer über Einsätze diskutiert werden, bei denen die Polizei Gewalt einsetzt. Ist doch auch normal.

    In Köln waren viel zu wenige Beamte im Einsatz. Und die vor Ort haben völlig unzureichend reagiert. Das muss gründlich aufgeklärt werden!! Ich hoffe, daraus lernen alle - und sind beim nächsten Mal vorbereitet. Sowas darf einfach nicht noch mal passieren.

  • 3
    9
    Hankman
    16.01.2016

    Ich glaube nicht, dass die Autorin des Textes die Vorfälle in Köln, Hamburg usw. bagatellisieren oder relativieren will. Auch wenn ich mich nicht jedem ihrer Argumente anschließen kann, sehe ich in ihrem Text einen wichtigen Beitrag zur Debatte. Ja, streiten wir drüber!

    Die Vorfälle der Silvesternacht haben in ihrer organisierten Form wirklich eine neue Qualität, das würde ich nie bestreiten. Aber in der Debatte darüber tun manche so, als müsste man nur alle Ausländer/Flüchtlinge/Muslime aus Deutschland rausschaffen, und hier gäbe es fortan keinerlei Kriminalität und keinerlei sexuelle Übergriffe mehr. Das ist Schwachsinn. Klappt vielleicht im Paralleluniversum, aber nicht hier.

    Exemplarisch sei nur mal daran erinnert, dass es in der Bundesrepublik bis 1997 dauerte, Vergewaltigung in der Ehe unter Strafe zu stellen - und dass selbst damals eine ganze Reihe prominente Unionspolitiker dagegen stimmten. Was für ein Frauenbild steht dahinter?!! Ja, inzwischen hat sich viel entwickelt. Aber mit dem Finger auf andere zu zeigen, davon rate ich nach wie vor dringend ab.

  • 7
    4
    voigtsberger
    16.01.2016

    Hier geht es doch darum, das der Artikel eine längst vergangene Rechtsprechung zum Thema macht und ich kenne keinen Bericht und auch nicht vom Oktoberfest, wo hunderte Frauen in kurzer Zeit sexuell belästigt und bestohlen wurden und dies von ausländischen Personen, ohne Festnahmen und massiven Einsatz unserer Sicherheitskräfte. Auch bis Heute konnten nur 8 Verdächtigte ermittelt werden und das an einen Video überwachten Platz! Ein Beispiel von Ordnung und Sicherheit, zeigen uns die Finnen. In Helsinki wurden zu Silvester drei Übergriffe gegen Frauen den Sicherheitskräften gemeldet und mit rigorosen Polizeieinsatz, mit allen bestehenden Mitteln, wurden die Machtverhältnisse geklärt. Aber was wäre bei uns passiert, ganze Hundertschaften von der Polizei hätten sich erklären und verantworten müssen, wenn es Verletzte unter den Gewalttätern gegeben hätte und so ist Passivität der Ordnungshüter oberste Maxime, solange keine Anweisungen von "Oben" kommen, auch wenn dies meist von den Verantwortlichen verneint wird. "Aber wer es glaubt wird selig"!

  • 3
    11
    TaiBlaine
    16.01.2016

    @1953866: das sie behaupten, die Frau würde sagen in Köln "ist nichts passiert" zeigt mir, dass sie den Artikel überhaupt nicht gelesen haben. Keine weiteren Fragen.

  • 12
    3
    1953866
    16.01.2016

    @TaiBlaine, "Und jetzt her mit den roten Daumen. Jeder nach unten gibt mir recht."
    Erwarten Sie jetzt grüne Daumen? Was Daumen nach unten bedeutet weiß jeder, egal wie Sie es interpretieren. Unabhängig was der Dame persönlich widerfahren ist, wer die Ereignisse in Köln mit "Es ist nichts passiert!" kommentiert, hat Kritik verdient.
    Und "dass der "gepflegte" Deutsche Mann seine Frau lieber im eigenen Heim missbraucht, schlägt und erniedrigt" ist schon mehr als Pauschalisierung. Was wäre denn los wenn jemand statt "Deutscher", "muslimischer Mann" schreiben würde. Das gäbe einen Aufschrei, weil natürlich niemals nie...

  • 4
    15
    TaiBlaine
    16.01.2016

    Die Mehrheit der Kommentatoren und stummen "Daumenklicker" bestätigt leider meine Aussage aus einem anderen Thread: die Opfer sind ihnen völlig egal. Wir haben hier eine Frau, die Schlimmes erlebt hat und was wird gemacht? Auf ihr herumgehackt, dass sie doch gar nix wüsste und man das ja alles so nicht sehen könnte. Es ist durchaus richtig, dass es solche Ausmaße wie in Köln bisher im öffentlichen Raum noch nicht gegeben hat. Das liegt aber primär daran, dass der "gepflegte" Deutsche Mann seine Frau lieber im eigenen Heim missbraucht, schlägt und erniedrigt, damit das niemand mitbekommt, denn das könnte ja dem eigenen Ansehen schaden. Denn, was niemand mitbekommt, ist ja auch nie passiert.
    @Freigeist: Thema "Siegeskuss". Natürlich IST das eine Erniedrigung. Der Sportler hat eine tolle Leistung vollbracht. Okay. Aber warum "MUSS" er dann auch noch von attraktiven Damen, die dafür bezahlt werden geküsst werden? Stehen denn bei Sportwettkämpfen der Damen auch leichtbekleidete Männer parat und küssen die Siegerinnen? Ich glaube nicht.

    Mein Fazit aus den Kommentaren: die deutschen Männer wollen weiter ungestraft ihre weiblichen Mitbürger sexuell belästigen, herabwürdigen und sind an einer echten Gleichberechtigung überhaupt nicht interessiert. Es würde sie ja in ihrer Männlichkeit einschränken.

    Und jetzt her mit den roten Daumen. Jeder nach unten gibt mir recht.

  • 8
    3
    Haju
    15.01.2016

    Die politisch korrekten hätten sich gern gewünscht, daß Köln erfolgreich vertuscht worden wäre. Kein vernünftiger Mensch kann etwas anderes glauben. Dahinter stecken politische Zielstellungen, die auf völlig irrationalen Wunschträumen basieren - die aber auch jeder informierte Bürger kennt. Für diese Zielstellungen ist man bereit, auch ein Rotherham (1400 vergewaltigte Kinder haben keinen „Aufschrei“ bewirkt) hinzunehmen; ja - die hysterische politische Korrektheit hat das erst ermöglicht.

  • 12
    2
    norbertfiedler70
    15.01.2016

    Lassen wir mal die moralisch verwerfliche Verknüpfung mit Köln aussen vor. Die Verknüpfung krankt auch argumentativ, da ausländische Täter sich nicht mit den hier vorhanden Moralvorstellungen auseinandergesetzt haben. Noch würde es auf die ausländischen Täter einen Einfluss haben, falls eine ideale Sozialisierung der heimischen Männer und Frauen Realität wäre, welche die heimische Bevölkerung nicht zu Tätern machen würde.

    Die Schilderungen von Frau DB stimmen nicht mit der heutigen Rechtssprechung überein. Der konkrete Vorfall wäre heute als versuchte, sexuelle Nötigung strafbar. Strafverschärfend würde sich das mitgebrachte Würgetuch auswirken. Auch die behauptete "rohe Gewalt" als Voraussetzung für eine Strafbarkeit ist nicht erforderlich. Es reicht einfache Gewalt, wobei im Einzelfall schon das Wegschieben der Hand als solche gewertet wurde. Auch wenn bestimmte sexuell konnotierten Handlungen wie Küssen, Begrapschen nicht als sexuelle Nötigung gewertet werden, so sind diese u.U. als Beleidigung strafbar...

    Warum arbeitet Frau DB mit solchen Falschdarstellungen? Lügen diskreditieren immer ein noch so ehrenwertes Anliegen.

  • 11
    3
    Nikalx
    15.01.2016

    Schön das linkslinke Aktivisten ihre umstrittenen Ansichten reproduzieren dürfen. [wie z.B. auch schon bei Xavier Naidoo] Für eine ausgewogene Darstellung könnten sie aber auch mal bürgerliche, konservative Meinungen zu diesen emotionalen Themen veröffentlichen.

  • 4
    13
    Freigeist14
    15.01.2016

    Frau Domscheit-Berg kann durch eigene schlechte Erfahrungen das Problem sehr wohl beurteilen.Sexuelle Übergriffe sollten härter bestraft werden.Jedoch darf es nicht dazu führen,daß in Zukunft Männer in ihrem natürlichen Balzverhalten so verunsichert werden,daß jede Anspielung,jeder Flirt und Nachpfeifen kriminalisiert wird.
    Das treibt auch solche Blüten,daß der Siegerkuss nach einem harten Radrennen der Tour de France als sexuelle Erniedrigung der Frauen in Frage gestellt wird.

  • 9
    17
    Abdiel
    15.01.2016

    Die Menge an frauenfeindlichen Kommentaren und deren breite Zustimmung hier, ist schon Beweis genug für die Ausführungen der Verfasserin. Man könnte darüber hinaus auch auf die 15.000 Frauen in Frauenhäusern verweisen oder auf die Zahlen solcher Ereignisse wie Oktoberfest und dergleichen, aber da waren leider auch keine Flüchtlinge/Nordafrikaner/arabisch aussehende Menschen dabei.

    Egal, was soll man auch mit Fakten argumentieren, die sind ja eh gefälscht und genau deswegen wissen hier auch alle so gut über die Vorgänge in Köln Bescheid! Sowas ergibt wirklich nur Sinn, wenn man schön die Augen vor der Realität verschließt. Ansonsten müsste man anerkennen, dass die Autorin absolut recht hat, was die Verharmlosung sexueller Gewalt in unserer Gesellschaft angeht und man unterschiedslos jeden Fall mit aller Gesetzeshärte verfolgen muss. Gerade wegen Köln, schließlich ist dort bald wieder Karneval und dementsprechend steigen die Opferzahlen wieder...

  • 14
    2
    Ruediger1683
    15.01.2016

    Leider wurden in ARD und ZDFvollkommen aus der Luft gegriffene Zahlen über Vergewaltigungen / Belästigungen auf dem Oktoberfest genannbt und auch verbreitet. Die tatsächlichen Zahlen sind hier zu finden: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-uebergriffe-in-koeln-und-falsche-zahlen-von-der-wiesn-14004617.html : "2008 kam es den Behörden zufolge zu vier Vergewaltigungen, 2009 zu sechs, vorletztes Jahr zu zwei und dieses Jahr zum Glück nur zu einer versuchten Tat. Nein, sagt Schicht, das könne er wirklich ausschließen, die Zahlen zehn und zweihundert seien definitiv falsch." Wobei auch bei den aufgeführten Delikten täterspezifische Informationen nicht vorliegen, diese aber ggf. recherchierbar sind. Zumindest wäre mir neu, dass das Oktoberfest nur von deutschen Männern besucht wird und insofern auch diese nur als Täter in Betracht kommen.

  • 14
    3
    gelöschter Nutzer
    15.01.2016

    Niemand wird behaupten, dass Sexualdelikte der deutschen Gesellschaft fremd sind. Von der Art her unterscheiden sie sich diese von den Silvesterereignissen in Köln aber grundlegend.
    Das soll folgend auch keine Auf oder Abwertung anderer Sexualdelikte sein. Jedes die Delikte ist im einzelnen schändlich zu verurteilen.
    Die sexuellen Übergriffe auf Frauen aus einer Masse von bis zu 1000 Männern heraus, haben allerdings schon eine neue Qualität. Wenn aus einer Masse deutscher Männer heraus einige Frauen derart belästigt worden wären, dann möchte ich behaupten, dass mit 99% iger Sicherheit , eine große Mehrzahl von Männern den angegriffenen Frauen zu Hilfe geeilt wäre.
    Hier bestand unter der genannten Klientel offenbar hundertfacher Konzens und es wurde als moralisch legitim angesehen, dass Frauen sexuell herabgewürdigt oder sogar vergewaltigt werden dürfen.
    Diese kollektive gleichzeitige Vorgehen von Sexualstraftätern wie in Köln, war ein bis dato eher unbekanntes Phänomen und es ist tatsächlich spezifisch einer bestimmten Gruppe von Ausländern zuzuschreiben. Das muss laut ausgesprochen werden, wenn man dem Problem ernsthaft begegnen will.
    Deshalb ist der Kommentar von Frau Domscheit Berg vor allem für die Opfer alles andere als hilfreich und er wird den Ereignissen nicht gerecht.

  • 5
    13
    anteater
    15.01.2016

    @Rüdiger1683
    "Andererseits ist das Phänomen der Missachtung von Frauen, wie es sich in Köln zugespitzt hat, eben doch eines, das aus Ländern mit archaisch-religiösen Grundhaltungen übernommen wurde."

    Hm, jetzt tun Sie mal nicht so, als wären Frauen nicht auch in Deutschland als Menschen zweiter Klasse behandelt worden. Es scheint zwar richtig zu sein, dass die Ereignisse von Köln in dieser Form, also organisiert und in der Heftigkeit, vom deutschen Manne zuletzt in Verbindung mit dem "Unternehmen Barbarossa" ausgeführt wurden, damals allerdings noch deutlich roher und einschließlich der tatsächlichen Durchführung des Aktes, doch sei auch darauf hingewiesen, dass Frauen auch in zumindest einem Teil Deutschlands auch nach 1945 z.B. nicht ohne das Einverständnis des Ehegatten einer Berufstätigkeit nachgehen durften. In der Schweiz, um eine weiteres Beispiel zu nennen, und die Schweiz hat einen uns nicht ganz unähnlichen kulturellen Hintergrund, hat die Frau erst seit 1971 die gleichen Wahlrechte wie ein Mann. Eine vollständige Reduktion des Problems auf "Ländern mit archaisch-religiösen Grundhaltungen" ist also nicht korrekt.

  • 9
    5
    anteater
    15.01.2016

    Die Autorin hat sicherlich recht damit, dass die Definition der Vergewaltigung in unserer Rechtssprechung durchaus mangelhaft ist.

    Womit die Autorin unrecht hat, ist folgende Behauptung: "Jede Frau kennt diese Geschichten." Allaussagen sind extrem gefährlich, da nur ein Gegenbeispiel ausreicht, um diese als falsch zu widerlegen. Ich kenne mindestens ein Gegenbeispiel.

    Und was die Autorin uns verschweigt ist, dass ich z.B. darauf verzichte mit Frauen alleine im Aufzug zu fahren, da mir einfach die Gefahr zu hoch ist, fälschlich einer Straftat bezichtigt zu werden. Dennoch kann ich daraus nicht auf alle Frauen schließen, also, aus der Tatsache, dass es durchaus Frauen gibt, die durch falsche (also gelogene, frei erfundene) Vergewaltigungsvorwürfe einen Menschen ruiniert haben.

    Ebenfalls sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass es durchaus auch zu sexuellen Übergriffen von Frauen gegen Männern kommt. Diese mögen zahlenmäßig deutlich geringer sein, jedoch kann nicht pauschal nur die "sexuelle und körperliche Integrität von Frauen" als schützenswert erachtet werden. Möglicherweise wäre das bereits negative Diskriminierung.

    Es ist also auch hier wie bei so vielen anderen Themen. Verallgemeinerungen sind nicht zielführend und auch das Festhalten an Ideologien, welche auch immer, ist für eine sachliche Auseinandersetzung eher schädlich als hilfreich, ebenso Einseitigkeit.

  • 7
    7
    anteater
    15.01.2016

    @VitaminC:
    Sie machen einen fatalen Fehler in Ihrem Kommentar. Sie behaupten, es hätte in Köln 1000 Täter gegeben. Dies ist nachweislich nicht so.

    @Blackadder:
    Das Oktoberfest mit 5 und mehr Millionen Besuchern ist hier als Gegenbeispiel denkbar ungünstig gewählt, insbesondere unter Hinzunahme der Opferzahlen.
    Auch möchte ich darauf hinweisen, dass es bislang keine Hinweise darauf gibt, dass sich dort "hundert deutsche Männer zusammengerottet haben, um Frauen zu begrapschen, zu bestehlen oder zu vergewaltigen".
    Damit möchte ich natürlich nicht behaupten, dass es zu solchen Taten kommt, doch fehlt der Organisationsgrad, der, so scheint es zumindest, in Köln und anderenorts gegeben war.

  • 4
    13
    Blackadder
    15.01.2016

    @f1234: Sie waren noch nie auf dem Oktoberfest?

  • 17
    7
    f1234
    15.01.2016

    @blackadder: Sorry, aber mir kein einziger Fall bekannt, in dem sich ein paar dutzend oder hundert deutsche Männer zusammengerottet haben, um Frauen zu begrapschen, zu bestehlen oder zu vergewaltigen. Aber vielleicht kennen Sie ja solche Fälle.

  • 15
    5
    Madmathew
    15.01.2016

    Von einer "Expertin" sollte man doch schon etwas mehr Differenzierung erwarten dürfen. Fraglos ist jedes Delikt gegen die sexuelle Selbstbestimmung eins zu viel - egal von wem auch immer es begangen wird.

    Aber die banden mäßig durchgeführte, nit weiteren Straftaten verbundene, massenhafte sexualisierte Gewalt im öffentlichen Raum einer deutschen Großstadt stellt auf jeden Fall eine völlig neue Qualität dar, ist beispiellos und lässt Schlimmes befürchten.

    Da gibt es nicht zu relativieren und zu beschönigen, auch wenn die eigene Ideologie einem die klare Sicht auf die Dinge etwas erschwert.

  • 8
    16
    Blackadder
    15.01.2016

    @AnVo59: "Was die Frau für Imigranten ablehnt, dehnt sie auf alle Männer aus. EIn Wiederspruch in sich.... "

    Warum sollte ich, was ich bei Flüchtlingen an Verhalten ablehne, plötzlich bei deutschen Männern richtig finden? Ist so ein Verhalten nicht bei JEDEM falsch? Wieso wird hier eigentlich die ganze Zeit in den Kommentaren von (ausschließlich) Männern relativiert, dass dies kein Männer- sondern ein reines Flüchtlingsproblem sei? Fasst Euch doch mal an die eigene Nase, bitte!

  • 12
    6
    gelöschter Nutzer
    15.01.2016

    Da ist sie wieder : Die Relativierung und schnelle Verallgemeinerung ! Was die Frau für Imigranten ablehnt, dehnt sie auf alle Männer aus. EIn Wiederspruch in sich....
    Ebens falsch ist es wohl auch, nur die Kölner Polizei als Schuldigen zu bennen. Die Schuldigen sollte man auch in höheen Etagen suchen.
    Es ist richtig, das das kein neues Phänomen ist. Gewalt gegen Frauen gab es schon vorher. Und richtig ist auch, das durch die zunehmnede Respektlosigkeit, den sorglosen Umgang mit Gewaltdarstellungen leider die Hemmschwelle erheblich gesunken ist. Man spricht auch von einer "Verrohung der Gesellschaft" .
    Doch was in Köln und anders wo passiert ist, ist eine völlig neue Dimension der Gewalt. Verabredete Gewalt gegen Frauen ! Solch ein Vorgehen wurde ja bereits aus Indien und Pakistan bekannt. Das es nun auch Deustchland getroffen hat und noch in dieser Form, war wohl vorhersehbar. Aber das Problem nun so zu Relativieren und mal eben so alle Männer unter Generalverdacht zu stellen ist nicht die Lösung !
    Probleme löst man, in dem man sie offen anspricht und nicht bei Seite schiebt oder Ausflüchte sucht !

  • 14
    6
    Ruediger1683
    15.01.2016

    Frau DB vertritt die typische Femenhaltung, es sein kein typisch muslimisch/arabisches Verhalten erkennbar, sondern es sei generell männertypisch. Es handelt sich jedoch wohl um zwei verschiedene Sachverhalte. Die Reform des Sexualstrafrechts erscheint möglicherweise notwendig, allerdings sollte dies nicht dazu führen, dass die Beteiligten sich gegenseitig das Einvernehmen schriftlich bestätigen, bevor sie zum angenehmen Teil des Abends kommen. Andererseits ist das Phänomen der Missachtung von Frauen, wie es sich in Köln zugespitzt hat, eben doch eines, das aus Ländern mit archaisch-religiösen Grundhaltungen übernommen wurde. Frau DB und andere Feministinnen versuchen das importierte Problem zu relativieren und zu beschönigen, gehen dabei eine unheilige Allianz mit muslimischen Interessengruppen ein, denen an einer Änderung der Glaubens- und Lebenseinstellungen nicht im geringsten gelegen ist, da sie fürchten, dass damit ihr eigener Einfluss schwindet. Da ich mir die weitere Argumentation sparen möchte, dazu weiterführende Links: Abdel Samad auf achgut.com: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ehe_krieg_und_geschlechtsverkehr, Güner Balci in der "Welt": http://www.welt.de/politik/deutschland/article150929502/Das-archaische-Frauenbild-bedroht-uns-alle.html, Antje Sievers auf achgut com: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_arme_kleine_suess_irgendwieja_so_bloed_war_ich_damals_wirklich, Broder auf achgut.com: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_beschaffenheit_der_frau, und in der FAZ einer der fundiertesten Beiträge: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gastbeitrag-von-samuel-schirmbeck-zum-muslimischen-frauenbild-14007010.html. Relativierer und Beschöniger wie Frau DB und deren linksgrüne Genossen helfen nicht weiter, das Problem zu analysieren. Lösungen zu finden erscheint mir übrigens allein auf Grund der Menge der Zuwanderer extrem schwierig, es wird in der Altersgruppe zwischen 18 bis 30 Jahren einen sehr hohen Männerüberschuss durch die Zuwanderung geben. (In Schweden: 125 Frauen auf 100 Männer) Allein aus dieser Tatsache sind gesellschaftliche Verwerfungen, Kriminalität und Bandenwesen zu besorgen. Und hier als Bonustrack ein Ossiintegration: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/erinnerungen_an_meine_integration

  • 23
    5
    Ricco
    15.01.2016

    Da fehlen einem die Worte und man muss aufpassen, das man sich beim Schreiben nicht vertut! Aber eigentlich sollte man es! Schämen Sie sich, Frau "Expertin"!

  • 25
    13
    vitaminC
    15.01.2016

    Sehr geehrte Frau Anke Domscheit-Berg, Pipi Langstrumpf hat sich ihre Welt auch schön zurecht gelegt. Ich kann mich nicht erinnern dass es vor Köln ca. EINTAUSEND Männer gab die Frauen organisiert bergrabscht, ausgeraubt und teilweise vergewaltigt haben. Man kann Äpfel auch mit Birnen vergleichen Frau Expertin Anke Domscheit-Berg.

  • 25
    10
    norbertfiedler70
    15.01.2016

    Das ist leider wieder nur ein äußerst dümmlicher Relativierungsversuch der Kölner Vorfälle. Es ist einfach nur widerlich, den Massenmob in Köln mit den eigenen schlimmen Erfahrungen relativieren zu wollen. Pfui.

    Wer die Kölner Vorfälle von den sozialen und ethnischen Hintergrund der Täter trennen möchte, impliziert, dass ein solches Verhalten ABSOLUT GAR KEINEN sozialen und kulturellen Einflüssen unterzogen ist. Das heißt in letzter Konsequenz auch das ein solches Verhalten nicht vom freien Willen der Täter abhängig sondern fatalistisch vorgegeben ist. Den freien Willen setzt aber unser Strafrecht voraus. Verneint man den freien Willen, verneint man die Strafbarkeit nach Strafrecht.



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