Lesestoff für die "Lügenpresse"

Zum ersten Mal wendet sich Pegida mit einer Pressemitteilung an die Medien. Reden kann man mit der Sprecherin aber nicht. Dabei sind die Anti-Asyl-Kundgebungen nun weltweit ein Thema.

Dresden. Auf dem Papier nimmt Kathrin Oertel ihren neuen Sprecher-Job ernst. "Für Rückfragen" hat sie ihre Handy-Nummer angegeben - unter einer Pressemitteilung des "Pegida e.V.". Bisher hatte man sämtliche Anfragen unbeantwortet gelassen und den Demonstranten geraten, nicht mit Journalisten zu sprechen. "Lügenpresse" schallte es auf den Kundgebungen in Dresden. Jetzt hat sich die islam- und asylkritische Bewegung, die vorgestern zu ihrem elften "Montagsspaziergang" 18.000 Menschen auf die Straße brachte, erstmals direkt an die Medien gewendet. Ein Strategiewechsel ist es wohl nicht: Wer gestern Oertels Nummer wählte, hörte stets nur das Freizeichen und die Mailbox.

Was der Öffentlichkeit in der Pegida-Pressemitteilung an Lesestoff vorgesetzt wird, ist eine Art Zusammenfassung der Ereignisse des Vorabends, als Oertel vor den "besorgten Bürgern" auf der matschigen
Cockerwiese stand und verkündete: "So lange es auch nur einem Dresdner Bürger schlechter geht als jedem Zuzügler aus dem Ausland, so lange hat sich die Dresdner Politik um Dresdner Bürger zu bemühen!"

Zugleich erklärt Pegida, man habe sich am 19. Dezember als eingetragener Verein gegründet - mit dem Vorsitzenden Lutz Bachmann. Der Verein zähle acht Mitglieder, im "Orgateam" war von zwölf Personen die Rede. Zum Vereinszweck heißt es: "Förderung politischer Wahrnehmungsfähigkeit und politischen Verantwortungsbewusstseins".

Der "Spaziergang rings um das Dynamostadion" sei ohne Zwischenfälle verlaufen, heißt es in der Mitteilung weiter. Was dort nicht steht: Die Stimmung wäre um ein Haar gekippt, als eine große Gruppe auf die Gegendemonstranten losgehen wollte. "Bitte, bitte kommt wieder. Ihr gefährdet unsere Bewegung", hatte Oertel den gewaltbereiten Anhängern zugerufen. Die Polizei, die mit 1225 Beamten, auch aus Bayern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen im Einsatz war, sprach von mehreren hundert Teilnehmern, die sich vom Demonstrationszug abspalten wollten.

Für heute kündigt Pegida die "Begegnung" mit der AfD-Landtagsfraktion an. Zugleich wird auf den Besuch von Ignaz Bearth (30), Präsident der Direktdemokratischen Partei Schweiz (DPS) verwiesen. Laut Neue Zürcher Zeitung will die im Sommer 2012 gegründete Rechtsaußenpartei "Islamisierung stoppen" und "Asylpolitik optimieren".

Doch nicht nur ausländische Politiker interessieren sich für Pegida. Internationale Nachrichtensender wie CNN, BBC und Al-Dschasira und die weltweite Presse machten gestern die Demonstration zum Thema. Die britische "Times" schrieb: "Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg macht eine populistische Bewegung ihr Recht geltend, sich öffentlich über eine ethnische Minderheit zu beklagen - und das Establishment hat Angst." BBC News befand: "Was schockiert, sind die Zahlen bei den Demonstrationen. Das moderne Deutschland ist Szenen wie diese nicht gewohnt."

In Spanien brachten die beiden wichtigsten Zeitungen das Thema groß mit Bild auf Seite eins. Die rechtsliberale "El Mundo" schrieb, Pegida sei dabei, "die dunkelsten rassistischen Vorurteile im tiefsten Deutschland aufzuwärmen." Der niederländische "Volkskrant" mutmaßte über die Bewegründe für die Kundgebungen: "Der ,Wutbürger‘ fürchtet, sein Land zu verlieren."

Der arabische Fernsehsender Al-Dschasira mit Sitz im Golfstaat Katar legte den Akzent auf die Gegendemonstrationen und überschrieb einen Online-Artikel: "Deutsche Städte erheben sich gegen Islamfeindlichkeit von Pegida". Tatsächlich war Dresden am Montag isoliert. In allen anderen Städten, in denen demonstriert wurde, waren die Pegida-Gegner deutlich in der Überzahl. (mit dpa)

 

Strafanzeige gegen Rechte

Sachsens Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) hat Strafanzeige wegen des Verdachts auf Hausfriedensbruch gegen 18 Mitglieder einer rechtsextremen Gruppierung gestellt. Sie waren am Montagabend - parallel zur etwa zwei Kilometer entfernt stattfindenden Pegida-Demonstration - in den Eingangsbereich des Landtags eingedrungen. Zwei von ihnen überwanden eine Absperrung und gelangten bis ins Foyer, bevor Sicherheitskräfte sie zurückdrängten. Laut Landtagsverwaltung hatte die Gruppe ein Transparent und Fahnen mit dem Symbol der "Identitären Bewegung" dabei, die Europa durch eine Islamisierung für bedroht hält. Linke-Chef Rico Gebhardt begrüßte Rößlers Reaktion. Seine Fraktionskollegin Kerstin Köditz geht davon aus, dass die Gruppe, der ein Neonazi aus Zwickau angehörte, mit der Aktion ein Zeichen für Pegida setzen wollte. (dpa/tz)

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21Kommentare
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    aussaugerges
    17.01.2015

    Diese Seite ist bei www.Kathrin Oertel zu finden.
    Spiegel Online :sie hat nach ostdeutscher Gabi Manier hellblauen Liedschatten.

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    Interessierte
    17.01.2015

    Das war auch in Vergessenheit geraten und ist mir gestern Abend wieder eingefallen ...

    Stimmt alles 100-pro ....
    Besser hätte man es nicht zusammenfassen können !!!
    Kein Mensch hatte damals von Demokratie gesprochen , zumal wohl kaum jemand damit etwas anfangen konnte und ich heute noch !!! meine Probleme damit habe , wo sich in diesem Staat alles widerspricht ....

    Aber gestern war der Herr Tiefensee in Riverboat ...
    Und er hat wieder alles verdreht und regelrecht gelogen ....
    Er sprach im Zusammenhang mit "Wir sind das Volk" von einer friedlichen Revolution ( was die Pegida auch ist )
    Und vom Aufbruch 1989 ....
    ( was nun ein Aufbruch 2013 ist ...
    Und von :
    Menschen , die sich befreien wollten und eine Demokratie wollten und offene Grenzen wollten ...

    FALSCH
    Offene Grenzen !!!!!!!!!!
    Reformen !!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Meinungsfreiheit , Pressefreiheit , Reisefreiheit
    Keiner wollte sich befreien oder eine Demokratie und keiner wollte eine Familie Honecker stürzen , das haben die Wessis übernommen

    Der Pfarrer Führer hätte den Slogan schützen lassen … ( das war doch aber wohl damals in Zusammenhang mit den 3 Hamburgern - und nicht gegenüber der eigenen Bevölkerung ... ? )

    Und wir wöllten die Muslime ausgrenzen , abschotten , disqualifizieren , das dürfte man nicht ...
    und alles, was fremd ist , wöllten wir nicht ...
    und das würde fremdenfeindlich wirken ...

    Wenn wir solche LÜGNER als Politiker haben , welche die Zusammenhänge nicht verstehen , bzw. welche als Christen alles zu ihren Gunsten verdrehn , dann brauchen wir uns nicht zu wundern !!!

    Und der Mittermeier meinte , in München sind auch Demos und in der "Bagida" wären Nazis drin ...
    Und er meinte , ein Abendland gäbe es gar nicht ...
    ( dann müßte dieses Sendung " Morgenland" im Phönix/ ZDF eine Lüge gewesen sein und die Historiker müßten auch gelogen haben ...

    Und : „Jeder muß die Freiheit haben , seine Meinung zu sagen , ohne sich fürchten zu müssen !“
    ( das sollte man dann aber wohl der Pegida auch zugestehn …

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    aussaugerges
    11.01.2015

    """Gott sei Dank"""das es PEGIDA gibt und das alles friedlich,toll.
    Da ist bei denen im Landtag der Mittagsschlaf,(Kaffee) für die nächste Zeit ausgefallen.
    """Ich habe nichts gegen Vietn.Syrer,Iraker."""
    Es ist auch entsetzlich wie sie Deutschland an 2 Millionen
    medizinischen Fachkräften bedient.(Osteuropa)
    Das ist verbrecherisch denn dort ver...... nun die Kinder.

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    Attila
    10.01.2015

    @PeKa: Ich bin erstaunt, daß Sie mir mal zustimmen. Wenn Ihr Bekannter in Dresden ganz bewußt kein Auto will, dann widerspricht das ja nicht dem, was ich geschrieben haben. Der strebt doch wohl kaum die somalische Lebensart an, nur weil die Somalis (meist) auch keine Autos haben? Ihr Bekannter profitiert eben von anderen Wohltaten, die er als Deutscher sonst nirgendwo auf der Welt so einfach kriegen würde.
    Wenn Sie diese weise Selbstbeschränkung aber auf die Zuwanderer ausdehnen, dann überfällt mich ganz leiser Zweifel. Ich vermute mal ganz kühn, daß die gerade NICHT hierher kommen, um ihren bisherigen bescheidenen Lebensstandard weiterzupflegen, sondern ganz im Gegenteil möglichst viele der Wohltaten mitnehmen wollen, die die "deutsche Lebensart" hervorgebracht hat.
    Und was Sie und Ihre nichtdeutsche Lebensart betrifft, wer stört sich daran? Solange Sie nicht jeden Tag Hammel kochen, bis das ganze Haus stinkt (wie es einstmals im Studenteninternat passiert ist), können Sie machen was Sie wollen und ihre Ansprüche beliebig absenken oder hochschrauben (jedenfalls solange Sie selber bezahlen können).
    Das sind eben die (deutschen) Werte, die früher jeder ab Babyalter mitgekriegt hat, die aber zunehmend verschwinden, verwurstet und undurchsichtiger werden und am Ende nur noch als abstrakte Buchstaben im "Buch der beliebigen Werte" übrigbleiben. Aber ich hätte vielleicht auch meine Probleme, wenn mir jemand die somalischen Werte andienen will.

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    vomdorf
    10.01.2015

    @PeKa: ich will aber nur dann nichtdeutsche lebensart, wenn die, die diese leben wollen mich damit in ruhe lassen. ich habe mir vorhin bilder von betenden moslems in moscheen angesehen und frage mich, ob es eigentlich bei diesen *gruppen* auch frauen gibt. wenn ja, wo sind die? zu hause, am herd, burkas klöppeln.....

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    Attila
    10.01.2015

    @aardvark: Sie wollen es einfach nicht begreifen. Es geht um die Wahrung der kulturellen Grundlagen (in Worten: Grundlagen). Frankreich z.B. steckt in einer schweren Identitätskrise, wie inzwischen selbst im TV widerwillig zugegeben werden mußte. Die sind dabei, ihre eigene Identität zu verlieren und das erschreckende Ergebnis ist für jeden zu sehen.
    Multikulti ist gescheitert. Nicht umsonst haben sich die verschiedenen Ethnien, Kulturen und Religionen über Jahrhunderte auf ihre eigenen Weltgegenden beschränkt. Probleme bis hin zu Krieg und Terror gab es immer dann, wenn sie sich gegenseitig in die Quere gekommen sind. Das wird ganz offensichtlich noch immer von der Politik in Kauf genommen, Stichwort Masseneinwanderung, Verdünnung und Zurückdrängung der einheimischen Bevölkerung.
    Frankreich wird so nicht weitermachen können und das sollte ein Beispiel für alle sein. Sonst versinken wir in Sodom und Gomorrha.
    Homosexuelle Partnerschaften sind übrigens kein gutes Beispiel. Die wären die ersten, die im Zuge einer Islamisierung dran glauben müßten.

  • 0
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    PeKa
    10.01.2015

    "Merke: Deutschen Lebensstandard gibt’s nur mit deutscher Lebensart."
    Da stimme ich Ihnen vorbehaltlos zu, stelle aber im gleichen Atemzug die Frage in den Raum: "Will denn auch wirklich jeder Deutsche deutschen Lebensstandard haben?" Also ich kenne da viele Menschen, die sich mit wesentlich weniger als mit deutschem Lebensstandard zufrieden geben und damit sehr glücklich leben. Manche sicher deshalb, weil sie ALG-II beziehen oder nur über eine karge EU-Rente verfügen, viele aber auch, weil sie die ganze Luxusscheiße einfach nicht BRAUCHEN. Beispiel: Zu deutschem Lebensstandard gehört zweifelsfrei ein eigenes gutes Auto. Ein guter Bekannter von mir lebt schon viele Jahre mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Dresden, hat dort einen recht erträglichen Job, aber kein Auto. Die Familie könnte sich ohne Weiteres eins leisten, findet es aber wesentlich entspannter, auf die öffentlichen Verkehrsanbindungen zurückzugreifen.

    Deutsche Lebensart anzustreben nur um deutschen Lebensstandard zu haben, stellt für mich persönlich keinen Anreiz dar. Es gibt auch genug nichtdeutsche Lebensarten, mit denen man glücklich sein kann. Ich persönlich will ein Deutschland haben, das neben deutscher Lebensart auch andere Lebensarten ZULÄSST und mir nicht wegen meiner nichtdeutschen Lebensart auf den Sack geht.

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    Pixelghost
    10.01.2015

    Gut, dass sie die Gleichberechtigung der Frauen angesprochen haben.

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    gelöschter Nutzer
    10.01.2015

    @Attila: Zitat"Die Deutschen in ihrer Mehrheit wollen in Deutschland (ihrem eigenen Land) auch weiterhin nach derselben Kultur leben, wie es schon ihre Eltern getan haben und wie es auch ihre Kinder tun sollen. Das gilt für jedes Land und ist ganz normal. "

    Was Sie leider komplett übersehen, ist, dass die Deutschen von 2014 in der Mehrzahl komplett andere Leben führen als die Deutschen von 1950 und die Kinder werden auch ihren eigenen Weg gehen. Kultur, wie auch immer Sie das definieren, ist niemals statisch, sondern immer anders. Unser heutiges Leben mit Patchworkfamilien, neuen Medien, Verhütung, hetero- und homosexuellen Partnerschaften, Gleichberechtigung von Frauen, neuen Job-Modellen, und und und ,wäre noch in den 1980er Jahren undenkbar gewesen. Sie können doch nicht ernsthaft behaupten alles bliebe in einer Gesellschaft immer gleich?!

  • 3
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    Attila
    10.01.2015

    @aardvark, 6:27: »…Was will man denn den Asylsuchenden an Werten aufdoktrinieren? Pünktlichkeit? Ordnung? … Man kann von niemandem verlangen, irgendwelche "Werte" einzuhalten. Man kann verlangen, dass die Gesetze eingehalten werden, das ist auch schon alles.«

    Jetzt wird’s aber wirklich kraß. Die Flüchtlinge sind doch Fachkräfte, die ihren eigenen Wohlstand (und natürlich auch unseren, dafür sind sie ja da) mit eigener Arbeit absichern sollen. So steht’s jedenfalls im Handbuch.
    Was heißt jetzt Pünktlichkeit und Ordnung kann man nicht »aufdoktrinieren«? Meinen Sie, die können kommen und gehen wann sie wollen und ihren Arbeitsplatz macht die deutsche Putzfrau sauber?
    In Afrika arbeiten die Frauen, falls sie das noch nicht wissen sollten. Die stehen auf den Feldern, im Garten, im Haus und werkeln von früh bis spät. Die Männer sitzen derweil im Schatten und trinken Tee. Aber im Schatten sitzen verstößt ja nicht gegen Gesetze. Realistisch gesehen sollten also eher Frauen kommen. Wenn Sie sich auf Männer verlassen, ohne denen etwas »aufdoktrinieren« zu wollen, steht’s nicht so gut um Ihre Rente.
    Vielleicht gehen ja auch Ihre Kinder zur Schule, wann es ihnen so paßt, weil sie es mit der Pünktlichkeit gerade nicht so haben? Kein Wunder, wenn Deutschland schon Leute aus Afrika importieren muß.
    Merke: Deutschen Lebensstandard gibt’s nur mit deutscher Lebensart. Und dazu gehört von Anfang an auch Pünktlichkeit. Das ist kein Wert, das ist selbstverständlich. Und zwar unaufdoktriniert.
    Heiliger Bimbam, wo sind Sie aufgewachsen und was ist da schiefgelaufen? In welcher verquasten Welt leben Sie eigentlich? Bei Ihnen ist wirklich Hopfen und Malz verloren.

  • 3
    1
    Attila
    09.01.2015

    @PeKa, aardvark: Die ganze Wertediskussion ist doch überflüssig bei Leuten, die nichts mehr damit anzufangen wissen. Das Grundgesetz gab's tatsächlich schon vor 35 Jahren, aber wie man damals damit lebte, haben Sie leider nicht erfahren dürfen. Es war das Grundgesetz für Deutschland und es galt sogar für die Politiker, die darauf geschworen haben, Schaden von Deutschland fernzuhalten und seinen Nutzen zu mehren. Was Sie in den letzten 20 Jahren kennengelernt haben, war nur ein ausgehöhltes Grundgesetzes mit einer sinngemäß invertierten Eidesformel. Auf dieser Basis wurde die Gesellschaft leider so pervertiert, daß überhaupt erst ein Unfug wie Ihre sieben »Punkte« möglich wurde. Niemand hätte damals auch nur geahnt, daß so etwas überhaupt jemals formuliert und auch noch zur Diskussion gestellt würde.
    Da können Sie noch so viel im Dunklen tappen und raten, wofür Pegida steht oder nicht. Sehens Sie's einfach so wie's ist: Die Deutschen in ihrer Mehrheit wollen in Deutschland (ihrem eigenen Land) auch weiterhin nach derselben Kultur leben, wie es schon ihre Eltern getan haben und wie es auch ihre Kinder tun sollen. Das gilt für jedes Land und ist ganz normal. Wenn das mißachtet wird, ist Paris die Folge.
    Oder wollen Sie ihren Kindern einstmals sagen: Wir waren zwar ganz dolle lieb und tolerant, aber leider ist unser Land und unsere Kultur dabei abhanden gekommen.

    @f1234: Da fehlt nur noch eine strikte Begrenzung und Auswahl der »Neubürger«, die sich im Geltungsbereich Ihrer Werte häuslich einrichten dürfen. Sonst können Sie letztere bald in der Pfeife rauchen.

  • 0
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    PeKa
    09.01.2015

    @f1234, das ist doch wenigstens eine konkrete Aussage! Das sind auch meine Werte, und zwar uneingeschränkt. Aber warum kann das die Pegida nicht auch so formulieren? Wahrscheinlich, weil sie unter Werten eben NICHT die aufgezählten versteht. Deshalb will ich jetzt mal hier zusammentragen, für welche Werte nach meinem Empfinden Pegida wirklich steht:

    (1)
    Meinungsfreiheit abzüglich der Meinungen von bibeltreuen Christen, Muslimen sowie von linken und auf alternative Lebensstile gerichteter Anschauungen im weitesten Sinne
    (2)
    Versammlungsfreiheit außer für die in (1) genannten Gruppierungen
    (3)
    Schutz der Menschenwürde für die Starken und Gesunden, Selektion der Schwerstbehinderten
    (4)
    Glaubensfreiheit, ausgenommen der Islam, die Zeugen Jehovas und einige angeblich problematische Sondergemeinschaften
    (5)
    Ausgrenzung von Gläubigen aus den wesentlichen Bereichen des öffentlichen Lebens, ähnlich wie in der DDR
    (6)
    Pressefreiheit mit Verbot sämtlicher muslimischer, bekennend christlicher, linker und alternativer Medien
    (7)
    Justiz, die alles, hinter dem kein patriotisches Denken und Fühlen steht, bekämpft

    Außerdem habe ich an noch keine Stelle gehört, dass sich die Pegida öffentlich zum Grundgesetz bekannt hätte.

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    gelöschter Nutzer
    09.01.2015

    Und warum muss man für das Grundgesetz auf die Straße gehen, f1234? Das gibt es doch schon, seit 1949. Und wer dagegen verstößt, kann angezeigt und ggf. strafrechtlich zur Verwantwortung gezogen werden.

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    f1234
    09.01.2015

    @PeKa: Ok, wenn es niemand sonst macht, sage ich Ihnen mal meine Werte des "Abendlandes":

    Meinungsfreiheit
    Versammlungsfreiheit
    Schutz der Menschenwürde
    Glaubensfreiheit
    strikte Trennung von Staat und Religion
    Pressefreiheit
    unabhängige Justiz

    Mit anderen Worten: Unser Grundgesetz!

  • 0
    5
    gelöschter Nutzer
    09.01.2015

    @Peka: ich denke ja nicht, dass man Werte unbedingt schriftlich fixieren muss. Mein Problem dabei ist folgendes: ich könnte mir vorstellen, dass viele (gerade ältere) Menschen, die auf der Pegida mitlaufen unter abendländischen Werte auch regelungen verstehen, mit denen auch viele (gerade junge) Deutsche NICHT mitgehen würden. Was will man denn den Asylsuchenden an Werten aufdoktrinieren? Pünktlichkeit? Ordnung? Da hätte mein Mann aber auch Probleme mit dem deutsch-sein. Authoritäre Erziehung der Kinder? Kann ich nicht mit dienen. Deutsche Küche? Rouladen kann meine Mutti besser als ich, ich kann Sushi. Was ich damit sagen will: Man kann von niemandem verlangen, irgendwelche "Werte" einzuhalten. Man kann verlangen, dass die Gesetze eingehalten werden, das ist auch schon alles. Alles andere ist, und das tut mir für die Verteidiger des Abendlandes leid, Privatsache.

  • 5
    0
    Attila
    08.01.2015

    PeKa, die angesprochenen Werte hat man, die müssen nirgends aufgeschrieben werden. Offensichtlich gehören Sie zur bedauernswerten Minderheit, bei der das leider schiefgelaufen ist und die ohne ihren gedruckten »Wertekatechismus« hilflos sind. Da kann Ihnen niemand helfen, dumm gelaufen...

  • 1
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    PeKa
    08.01.2015

    Hier kommt schon wieder die Aussage "... kämpft um seine Heimat, seine Kultur und seine Werte". Erst vor paar Tagen hatte ich die Frage in die Runde geworfen, WAS denn diese Werte sind und wo man sie gegebenenfalls erfahren kann? Dafür erntete ich absolutes Unverständnis. Der Jude findet seine Werte in der Tora, der Christ schlägt die Bibel auf, der Moslem liest im Koran, der Buddhist schaut in den Schriften Buddhas nach. Der Humanist stöbert bei Kant oder Hegel nach. Seit Jahrtausenden hat die Menschheit ihre moralischen Wertvorstellungen in Worten und Geboten formuliert. Aber die Nationalen in Deutschland reden von Werten und haben nichts in der Hand, wo diese fixiert stehen. Auf eine Demo, deren Veranstalter mit Begriffen um sich werfen, die durch keine vernünftige Definition gestützt sind, kann ich nicht gehen. Wenn ich für etwas demonstiere, dann muss mir klar und deutlich sein, WOFÜR ich demonstriere, und zwar bis in den letzten Winkel hinein. Alles andere ist Populismus, oder bewusste Verschleierungstaktik!

  • 1
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    Attila
    08.01.2015

    @Interessierte: Sie haben recht. Wer aber damals "Wir sind das Volk" gerufen hat, dem ging es hauptsächlich um Teilhabe am Konsum, an der D-Mark und am westdeutschen Lebensstandard. Wegen "Demokratie" wollte kaum jemand in den Westen, Reisefreiheit war für fast alle der Grund. Das habe ich jedenfalls in meiner Zeit im politischen Knast festgestellt.
    Heute geht es allerdings um etwas ganz anderes. Wer heute "Wir sind das Volk" ruft, kämpft um seine Heimat, seine Kultur und seine Werte. Denn die sind bedroht (EU-Neuansiedlungsprogramm, Gender Mainstreaming, Euro) und werden sukzessive vernichtet.

  • 4
    0
    Interessierte
    08.01.2015

    Damals - sind die Leute in die Stasizentrale eingedrungen und überwanden Absperrungen …
    Die wurden aber damals ´nicht` als Rechte abgestempelt und die hatten auch keine Strafanzeige erhalten wegen Hausfriedensbruch !
    Der Slogan hieß nur damals anders ...
    Und ich glaube nach gestrigem Attentat kann man die Islamisierung nicht als Bedrohung ´halten`, sondern es scheint wohl doch schon eine "Bedrohung" zu sein ...
    Und 1 Nazi aus Zwickau ....
    Die Kerstin Köditz kennt den wohl ?

    Für meine Begriffe wiederholt sich hier etwas , nur in einer anderen Art und mit einem anderen Hintergrund !
    Aber das war damals Unzufriedenheit - und das ist es heute wieder !!!

  • 2
    0
    berndischulzi
    08.01.2015

    Leider spielt die Presse in diesem Land da eben auch keine gute Rolle. Diese wird und wurde schon immer von Kirchen, Politikern und vor allem deren Hintermännern gesteuert.
    Das kann uns in diesem Landesteil nun nicht so sehr schikieren, wir kennen das, seitdem wir hier leben. Aber beruhigen kann einen das auch nicht.

  • 7
    2
    paral
    07.01.2015

    Jetzt mal alle gemeinsam nachdenken, die rätseln, was nur mit dem deutschen Michel los ist! Schaut mal nach Paris, ist gleich um die Ecke, da richten Verbrecher im Namen eines Propheten gleich mal zwölf Leute hin, weil ihnen ihre Meinung nicht paßt. Mitten in Europa! Sie wollen unsere Werte nicht, sie wollen keine "angebliche" Islamisierung, sondern die Islamisierung schlevhthin, die schon im vollen Gange ist. Sie rufen bei ihrer Tat. "Allah ist groß" Wer jetzt noch beschönigt "Das hat mit dem Islam nichts zu tun" ist entweder dumm oder gekauft und besorgt das Geschäft der Feinde Europas und der freien Welt. Wacht endlich auf, Leute!



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