VW: Neues Dresdner IT-Team bringt Maschinen das Denken bei

Volkswagen treibt den digitalen Wandel in der Produktion voran. Die Gläserne Manufaktur soll strategische Kompetenzen für die Zukunft sichern.

Dresden.

Mit der Digitalisierung verändern sich auch im Volkswagenkonzern die Prozesse und Systemorganisationen in allen Bereichen. "Angewandte künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge werden immer bedeutender", sagte Martin Hofmann, Chef der Informationstechnik (IT) des VW-Konzerns. Aus diesem Grund wird jetzt in der Gläsernen Manufaktur ein Spezialistenteam für das Zukunftsfeld Industrial Internet of Things (IIoT) aufgebaut. Dabei geht es vor allem auch darum, wie künftig Maschinen und Roboter miteinander kommunizieren und Produktionsprozesse selbstständig steuern.

Die Konzern-IT des Volkswagenkonzerns nutzt für die digitalen Zukunftsthemen sogenannte Smart Production Labs. Dort arbeiten Experten in enger Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Technologiepartnern an neuen Lösungen zu künstlicher Intelligenz, Big Data, Virtueller Realität, Connectivity und dem Internet der Dinge. Außer im Stammwerk in Wolfsburg gibt es solche IT-Labs in Barcelona, Berlin, München und San Francisco.

Das Smart Production Lab in Wolfsburg baut jetzt in enger Kooperation mit der zu Volkswagen Sachsen in Zwickau gehörenden Manufaktur ein 22 Mitarbeiter umfassendes Team auf. Es soll die Konzeption, Entwicklung und Einführung von IIoT-Softwarelösungen vorantreiben, um die Fertigungsanlagen in den Volkswagenwerken stärker zu vernetzen. Das neue Dresdner Team soll im September seine Arbeit aufnehmen. "Die rasante Entwicklung der industrienahen Softwareindustrie, der Vorreiterrolle der TU Dresden in der Kommunikationstechnologie und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden haben uns bestärkt, unser Team hier am Standort Dresden auszubauen", sagte Jan Wipke, Leiter des Smart Production Labs in Wolfsburg.

Dem Volkswagenkonzern geht es darum, das für die Digitalisierung benötigte Expertenwissen im Unternehmen auszubauen, um strategische Kompetenzen für die Zukunft zu sichern. Schließlich sollen Elektromobilität, Smart Mobility und die digitale Transformation der Marke Volkswagen Kernthemen für die Zukunft werden.

Die Gläserne Manufaktur soll sich in diesem Zusammenhang langfristig zu einem sogenannten "Center of Future Mobility" entwickeln, für das auch das neue Entwicklerteam ein Baustein ist. "Es ist eine gute Nachricht für Sachsen, dass zusätzliche IT-Arbeitsplätze in Dresden geschaffen werden. Dies ist auch ein weiterer Schritt zur Stärkung der Technologieentwicklung und -anwendung am Standort, dem Center of Future Mobility", sagte Lars Dittert, Standortleiter der Gläsernen Manufaktur. Nach seinen Worten wandelt sich die Region Dresden zunehmend zum Kompetenzzentrum für Schlüsseltechnologien im Bereich des Internets der Dinge. "Wir tragen dieser Entwicklung mit dem Aufbau eines neuen IT-Standorts Rechnung", sagte er.

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