Start mit App und neuen Studiengängen

Technische Universität Bergakademie Freiberg stellt Ressourcen in den Mittelpunkt

Freiberg. Das neue Studienjahr an der Bergakademie startet offiziell am kommenden Montag mit den ersten Vorlesungen. Zu den neuen Studiengängen gehören dabei unter anderem Photovoltaik und Halbleitertechnik, Energie- und Ressourcenwirtschaft sowie der englischsprachige Studiengang Computational Materials Sciences. "Wir wollen unseren Masterstudenten eine vielseitige Ausbildung im Technologie- und Materialbereich bieten und sie so optimal auf einen Berufseinstieg in Zukunftsbranchen wie den regenerativen Energien und der Rohstoffindustrie vorbereiten", sagte Professor Dirk Meyer, Prorektor für Bildung.

Der englischsprachige Studiengang Computational Materials Sciences verbindet Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften mit ingenieurwissenschaftlichem Wissen. Dabei lernen die Studenten unter anderem verstehen, welche physikalischen Gesetzmäßigkeiten sich hinter ingenieurwissenschaftlichen Modellen verbergen.

Viele Bewerbungen

Die Photovoltaik und Halbleitertechnik stehen im Mittelpunkt eines weiteren neuen Masterstudienganges. Offenbar setzt die Uni damit auf eine Marktlücke. "Die bisher eingegangenen Bewerbungen zeigen den großen Bedarf an dieser Ausbildung", sagte Johannes Heitmann, Professor für Angewandte Physik und Studiendekan des neuen Photovoltaik-Studiums.

Gerade in der Bergstadt gibt es mit den ansässigen Unternehmen sehr gute Voraussetzungen, dass das Studium nicht theoretisch bleibt, sondern in enger Verbin- dung mit der Praxis erfolgt. So vermitteln Experten aus den Unternehmen als Lehrkräfte Praxiswissen aus erster Hand. Sie leisten zudem Unterstützung bei industrie- orientierten Projekt- und Masterarbeiten.

Dass die altehrwürdige Bergakademie voll mit dem Trend der Zeit geht, zeigt die nach eigenen Angaben wohl modernste Universitäts-App für Smartphones "my-TU", die vor wenigen Tagen vorgestellt wurde. Die Idee dazu entstand in der Vorlesung Grundlagen der Informatik. "Uns kam die Idee dazu als wir uns wieder einmal fragten, was es in der Mensa zu essen gibt", sagte Christian Parthum, der zusammen mit Sergej Kukshausen die App entwickelt hat. Dann ging es weiter: "Man könnte ja auch den Stundenplan aller Studiengänge implementieren und sogar eine Karte von Freiberg mit Räumen und Gebäuden der Bergakademie integrieren, haben wir uns überlegt. So kam der Stein ins Rollen", fügt Sergej Kukshausen hinzu. Beide studieren inzwischen im dritten Semester Angewandte Informatik.

Stundenplan und vieles mehr

"Morgens nach dem Aufstehen kann jetzt jeder Student auf einen Blick sehen, was im Stundenplan steht, wie das Wetter ist, was es in der Mensa gibt und ob eine Vorlesung ausfällt", sagt Christian Parthum. Zusammen mit Frank Gommlich, Doktorand am Institut für Informatik der TU Bergakademie Freiberg, entstanden dann viele weitere Funktionen.

Teil der App ist auch ein digitaler Campusplan Freibergs. Ein Klick auf eine entsprechende Vorlesung genügt, um den aktuellen und den Ort der Vorlesung auf der Karte anzuzeigen. Die Suchfunktion für die Universitätsbibliothek. "myTU" ist außerdem eine der ersten Anwendungen für Smartphones in Deutschland, die eine Universitätsbibliothek direkt integriert und nicht nur als Webseite anzeigt. (nn)

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