Lehrlinge beschweren sich zu spät über Ausbildungsmängel

Viele junge Menschen beginnen ihre Lehrzeit mit großen Erwartungen. Sie schweigen aber auch sehr lange, wenn ihre Hoffnungen während der Ausbildung enttäuscht werden. Experten raten daher zu einer raschen Aussprache mit dem Arbeitgeber.

Hamburg (dpa/tmn) - Werden Jugendliche in ihrem Betrieb unzureichend ausgebildet, sollten sie das rasch beanstanden. «Viele beschweren sich viel zu spät», sagt Fin Mohaupt, Leiter der Ausbildungsberatung der Handelskammer Hamburg.

Häufig komme erst kurz vor der Prüfung heraus, dass der Ausbildungsbetrieb nicht alle Inhalte vermittelt hat. Dann sei es schwer, noch gegenzusteuern.

Stellen Auszubildende Defizite fest, wenden sie sich in einem ersten Schritt am besten an den Ausbilder. In der Regel bekommen sie mit dem Ausbildungsvertrag eine Gliederung, welche Themen sie wann in der Ausbildung lernen. Darauf können Auszubildende sich im Gespräch beziehen. Bringt das interne Gespräch keine Abhilfe, kann man sich etwa an den Betriebsrat wenden oder an die Ausbildungsberatungen der Kammern.

In der Regel vermitteln Arbeitgeber zwar alle Ausbildungsinhalte. Es komme aber immer wieder vor, dass es hier Versäumnisse gibt. Ein Beispiel: Jemand macht eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann, sitzt dann aber den Großteil der Ausbildung nur an der Kasse.

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