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Warum geht gerade Schmidts Katze so besonders ab?

Es gibt da so eine Redewendung: "Das geht ab wie Schmidts Katze". Woher kommt dieser Ausspruch? (Diese Frage hat Detlef Sandow aus Zwickau gestellt.)

erschienen am 19.05.2017

Ob es abgeht wie Schmidts oder aber auch Schmitz' Katze, ist egal. Beide Familiennamen sind Varianten von Schmied. Das heißt also, wir haben es mit der Katze eines Schmieds zu tun. Und diese war wohl immer in einer Schmiede vorhanden, um Mäuse und anderes unerwünschte Getier aus der Werkstatt fernzuhalten. Kam sie beim Jagen in die Nähe des Ambosses und der Schmied schlug gerade in diesem Moment zu, machte sich die Katze wegen des Lärms sehr schnell auf die Flucht und entfernte sich. So haben wir ältere Wendungen, in denen es heißt, dass etwas wie Schmidts Katze weg oder fort war. Diesem Sich-Entfernen oder Weg-Sein entspricht unser Verb abgehen. Man geht von der Bühne ab, das heißt, man entfernt sich von der Bühne, ist nicht mehr auf ihr. Im Zusammenhang mit der Katze war es aber ein schnelles Entfernen. Deshalb bildeten sich bald auch andere Wendungen mit "abgehen", die diese Geschwindigkeit ausdrücken, bis hin zur Umgangssprache, die das Verb um die Bedeutung bereichert hat, dass etwas los ist oder jemand aus sich herausgeht. So geht im Gegenwartsdeutsch zum Beispiel etwas ab wie eine Rakete. (rge)

 
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