Erste ausgebildete Grundschullehrer verlassen TU Chemnitz

Chemnitz (dpa/sn) - Erstmals nach mehr als 15 Jahren Unterbrechung erhalten an diesem Freitag wieder frisch gebackene Grundschullehrer an der TU Chemnitz ihr Zeugnis. Insgesamt 75 Absolventen haben damit im ersten Jahrgang seit der Wiederaufnahme des Studiengangs in der drittgrößten Stadt Sachsens ihr Studium erfolgreich beendet, sagte ein TU-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Erst seit Ende 2013 bildet die Chemnitzer Uni wieder Pädagogen für die jüngsten Schüler aus. Zuvor konnten angehende Grundschullehrer nur an den Universitäten Dresden und Leipzig studieren.

Aktuell stehen in Chemnitz 120 Studienplätze für Lehramt an Grundschulen zur Verfügung, in Dresden sind es 150 und in Leipzig 280. Angesichts des anhaltenden Lehrermangels und Unterrichtsausfalls - insbesondere an sächsischen Grund- und Oberschulen - fordern Experten eine weitere Erhöhung der Studienplätze in Chemnitz. Zudem verlangen sie eine langfristige Zusage für die Grundschullehrerausbildung vom Wissenschaftsministerium.

Nach der Hochschulplanung ist die Lehramtsausbildung in Westsachsen bis mindestens 2024/25 gesichert. Aktuell sind in Chemnitz 422 angehende Grundschullehrer eingeschrieben. Die Regelstudienzeit umfasst acht Semester. Die Kapazitätsplanung für die Lehramtsausbildung richtet sich nach der Bedarfsplanung, die das Wissenschaftsministerium vom Kultusministerium erhält, hieß es.

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