Werbung/Ads
Menü
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU).

Foto: Monika Skolimowska

Ministerpräsident warnt vor neuem Feiertag im Norden

erschienen am 17.04.2018

Osnabrück/Dresden (dpa) - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sieht die von den norddeutschen Bundesländern geplante Umwandlung des Reformationstags in einen arbeitsfreien Feiertag skeptisch. «So schön neue Feiertage für den einzelnen Arbeitnehmer kurzfristig auch sind, gesetzliche Feiertage verteuern die Arbeit in Deutschland», sagte der CDU-Politiker der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Dienstag). Es grenze an Übermut, wenn deutschen Unternehmen angesichts der wachsenden internationalen Konkurrenz neue Belastungen aufgeladen würden, auch wenn es dafür «aus christlicher Tradition gute Gründe geben mag». ‎

1995 war der Buß-und Bettag in allen Ländern – außer in Sachsen – als arbeitsfreier Tag abgeschafft worden. Sachsen hat derzeit elf Feiertage im Jahr, während Niedersachsen, Hamburg und Bremen nur neun Feiertage haben.

Die norddeutschen Länder wollen das Ungleichgewicht zu anderen Ländern nun beseitigen. Geplant und teilweise schon beschlossen ist die Einführung des arbeitsfreien Feiertags am Reformationstag in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen.

Sachsens Regierungschef sieht darin neue Ungleichheit zu Lasten sächsischer Bürger. Er wies darauf hin, dass in Sachsen der Buß-und Bettag bis heute arbeitsfrei sei. «Aber die sächsischen Arbeitnehmer zahlen seit 1995 für den freien Arbeitstag einen höheren Beitrag zur Pflegeversicherung», erklärte Kretschmer.

 
© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
 
2
Kommentare
2
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 17.04.2018
    12:02 Uhr

    malm: Was hat die Einführung des Reformationstages als Feiertag in Norddeutschland mit dem Buß- und Bettag in Sachsen zu tun?

    Wieso sollte es sächsische Angestellte benachteiligen, wenn in Norddeutschland der Reformationstag als Feiertag eingeführt wird, was er in Sachsen ebenfalls ist, ohne das Arbeitnehmer dafür extra Beiträge bezahlen.

    Was geht diese Entscheidung Herrn Kretschmer als sächsischen MP überhaupt an, dass er meint, davor warnen zu müssen?

    0 4
     
  • 17.04.2018
    06:54 Uhr

    bicicleta: Dann sorgt doch für mehr Gleichgewicht gegenüber den "Nordlichtern" und schafft den Buß- und Bettag als Feiertag endlich wieder ab!

    1 3
     

Lesen Sie auch

Bildergalerien
  • 21.04.2018
Wissam Nassar
Bilder des Tages (21.04.2018)

Zur Sonne, zum Grillen, Trauer, Ruderboot, Protest, Rekordmann, Körperbemalung, Tulpen ... ... Galerie anschauen

 
  • 19.04.2018
Uwe Mann
Ende einer Ära: Abschied von Ingrid Mössinger

Am Freitag macht Chemnitz sie zur Ehrenbürgerin: Ingrid Mössinger. Die Museumschefin geht. Nach fast 22?Jahren. ... Galerie anschauen

 
  • 19.04.2018
Ramon Espinosa
Kubas neuer Präsident Díaz-Canel: «Sozialismus oder Tod»

Havanna (dpa) - Die Ära der Castros in Kuba ist vorbei - vorerst bleibt aber alles beim Alten. «Die Revolution geht weiter und wird immer weiter gehen», sagte der neu gewählte Präsident Miguel Díaz-Canel. «In diesem historischen und entscheidenden Moment werde ich für Kontinuität sorgen.» zum Artikel ... Galerie anschauen

 
  • 18.04.2018
Mario Ulbrich
Leichenfund in Aue

Im Bereich der Erdmann-Kircheis-Straße in Aue ist am Mittwochvormittag eine Leiche gefunden worden. ... Galerie anschauen


 
 
 
 
 
am meisten ...
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Onkel-Max-Frage
Haben die Leute früher zu wenig getrunken?
Onkel Max
Tomicek

In seinem 2015 erschienenen Buch "Das gab's früher nicht" lässt sich der Leipziger Kabarettist Bernd-Lutz Lange ausführlich (und ernsthaft) darüber aus, dass heute vor allem junge Menschen ständig und überall etwas zu trinken bei sich haben. Er beschreibt, dass man nach seiner Erinnerung in seiner Jugend in den 50er- und 60er-Jahren allenfalls zu Mahlzeiten, und auch da nicht viel, getrunken habe, sonst aber kaum. Derweil erweckten heute junge Leute stets den Eindruck, als seien sie auf dem Weg in die Wüste. Meine Frage: Haben die Menschen damals mit ihrem geringen Flüssigkeitskonsum wirklich so ungesund gelebt? Warum sind sie nicht reihenweise dehydriert? Oder haben sich unsere Ernährungsgewohnheiten so sehr verändert, dass wir heute mehr trinken müssen als früher? (Diese Fragen hat Bernhard Stein aus Zwickau gestellt.)

Antwort lesen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
|||||
mmmmm