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Die Angeklagten Holger G. (hinten) und Ralf Wohlleben sitzen im Gerichtssaal im Oberlandesgericht in München (Bayern).

Foto: Andreas Gebert

NSU-Prozess: Wohlleben-Verteidiger setzen Plädoyers fort

erschienen am 17.05.2018

München (dpa) - Im NSU-Prozess könnten heute vor dem Oberlandesgericht München die Plädoyers für den mutmaßlichen Waffenbeschaffer Ralf Wohlleben zu Ende gehen. Seine Verteidiger haben bereits an den vorherigen beiden Prozesstagen plädiert. Dabei stellten sie die Indizienkette der Bundesanwaltschaft teils scharf und polemisch in Abrede. Ihr Mandant sei unschuldig. Die Anklage habe nur einzelne «Beweissplitter» zu einer vermeintlichen Kette zusammengefügt. Er solle nur deshalb bestraft werden, um «den Nazi zur Strecke zu bringen».

Die Bundesanwaltschaft sieht es als erwiesen an, dass Wohlleben die Mordwaffe des «Nationalsozialistischen Untergrunds» vom Typ «Ceska» organisiert hat. Wohlleben bestreitet nicht, am Kauf einer Waffe beteiligt gewesen zu sein, wohl aber, dass es die Mordwaffe war.

Die Bundesanwaltschaft hat 12 Jahre Gefängnis für ihn beantragt, seine Verteidigung Freispruch. Mit der Pistole haben die beiden Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt neun Menschen aus Fremdenhass ermordet. Beate Zschäpe, die mit den Männern fast 14 Jahre im Untergrund lebte, ist wegen Mittäterschaft angeklagt. Für sie will die Bundesanwaltschaft lebenslange Haft. Ihre beiden Wunschverteidiger haben höchstens zehn Jahre gefordert.

 
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