Petry will AfD mit «Die Blaue Partei» Konkurrenz machen

Berlin (dpa) - Die ehemalige AfD-Vorsitzende Frauke Petry lässt den Gerüchten über eine Parteigründung jetzt Fakten folgen. In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) kündigte Petry die Gründung von «Die Blaue Partei» an. Begleitend dazu wollen Petry und ihre Mitstreiter ein Bürgerforum «Blaue Wende» ins Leben rufen, «in dem man sich mit und ohne Parteibuch unabhängig von der Farbe engagieren kann».

Petry hatte einen Tag nach der Wahl angekündigt, sie wolle der AfD-Bundestagsfraktion nicht angehören. Kurz darauf trat sie aus der Partei aus. Mit ihrer neuen Partei will sie enttäuschte konservative Wähler gewinnen, denen die AfD zu weit rechts steht.

Dem RND sagte Petry: «Blau steht für konservative, aber auch freiheitliche Politik in Deutschland und in Europa. Blau ist die Farbe, die zuerst die CSU in Bayern politisch populär gemacht hat. Daran gilt es bundesweit anzuknüpfen.»

Nach Angaben des Bundeswahlleiters war «Die Blaue Partei» am 17. September gegründet worden - eine Woche vor der Bundestagswahl. Petry, die in der AfD lange gegen den wachsenden Einfluss des rechtsnationalen Flügel gekämpft hatte, sagte dem RND, der AfD-Parteitag in Köln im vergangenen April sei für sie eine Zäsur gewesen, «weil dort öffentlich sichtbar wurde, dass die Partei dem Narrensaum freie Hand gab».

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9Kommentare
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    1953866
    14.10.2017

    @freigeist14, "Ich kann die Zerplitterung des Rechten Lagers nur begrüßen" Und dann? Wer wird diese Lücke Ihrer Meinung nach auffüllen? Die CDU und unsere aller alternative Merkel mit "weiter so" und "nichts falsch gemacht", Super-Schulz mit seinen wertvollen Goldstücken. Grüne & Linke mit "kein Mensch ist illegal" und keine Obergrenzen, sprich ungeregelte, unkontrollierte Einwanderung? Und niemand weit und breit, der diese Politik kritisiert? Knapp 30 % der Wähler im Osten, 10 % im Westen haben "Blau" gewählt. Und das Frust-Potential ist bedeutend größer. Wäre es Ihnen lieber die würden alle NPD wählen? Die Parteien-Landschaft hat sich verändert. Ein "weiter so" wird es mit, oder ohne AfD nicht mehr geben. Und das ist auch gut so!

  • 2
    1
    BlackSheep
    14.10.2017

    Ergänzung, eben nicht mehr alfa Partei, sonder LKR. Habe zufällig gerade gemerkt das alfa ja nicht mehr stimmt. http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/neue-partei-von-bernd-lucke-alfa-wird-in-lkr-umbenannt-14904380.html

  • 2
    2
    BlackSheep
    14.10.2017

    @cn3boj00, die meisten waren sich ja einig das der Erfolg der AfD aufgrund des Protestes gegen die Politik unserer Regierung kam. Ich kenne keinen der glaubt die AfD ist besser als die anderen, allerdings bei dem derzeitigen "Parteinangebot" in Deutschland sind das zur Zeit die einzigen vor denen die Regierenden etwas Angst haben. Bei Ihnen und bei den anderen die gegen die AfD schimpfen habe ich immer so den Eindruck, Sie unterschätzen den Ärger der AfD Wähler über die undemokratische und selbstgefällige Politik vom "Kaiserin Merkel". Noch ein Satz zu Frau Petry, da hält sich mein Mitleid in Grenzen, so hat Sie es doch mit Bernd Lucke gemacht und ihr wird es mit den Blauen genauso gehen wie Bernd Lucke mit der Alfa partei, sie verschwinden.

  • 5
    6
    Freigeist14
    13.10.2017

    Nun bekommt ja "Blau machen" eine völlig neue Bedeutung. Ich kann die Zerplitterung des Rechten Lagers nur begrüßen. Wenn sich auch Frau Petry gegen rechtsnationales Gedankengut wehrt - ihr politischer Ansatz ist eindeutig neoliberal und "sozialstaatskritisch".

  • 6
    5
    cn3boj00
    12.10.2017

    @BlackSheep: keine Angst, ihren Protest nehmen die Regierigen schon war, genau wie meinen. Oder doch nicht? Eins sollte doch jeder klar denkende Mensch erkennen: Petry wurde quasi entmachtet und aus der AfD gedrängt. Denkt denn irgendeiner, in der AfD spielen alle mit offenen Karten und führen nicht die gleichen Schmierentheater auf wie in anderen Parteien? Im Gegenteil, dort sind die Machtkämfe wohl noch extremer. Aber glaubt ruhig weiter an die Guten, die weiter nichts wollen als den armen geknechteten Bürgern eine Stimme zu geben.

  • 3
    5
    1212178
    12.10.2017

    Sehr verantwortungsbewusst, die Frau Petry: Lässt sich als Parteivorsitzende mit wählen, um sehr zeitnah zur Wahl eine neue Partei zu gründen.

  • 6
    4
    BlackSheep
    12.10.2017

    Es besteht bloss immer die Gefahr das wenn man den Protest von Leuten nicht ernst nimmt, sich immer extremeres Zeug entwickelt.

  • 8
    3
    cn3boj00
    12.10.2017

    Ich war und bin kein Petry Freund. Ich denke aber, dass sie das erste mal was richtig macht. Die AfD von heute hat ja nichts mehr gemein mit der AfD, wie sie einst gegründet wurde. Ohne Leute wie Gauland und "Bernd" hätte sie sicher noch mehr Stimmen bekommen. Jetzt werden es hoffentlich wieder weniger.

  • 6
    8
    BlackSheep
    12.10.2017

    Langsam glaube ich wirklich die wurde bezahlt um die AfD kaputt zu machen, ich weis klingt arg nach Verschwörungstheorie, aber ich kann mich des Eindrucks nicht mehr erwehren.



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