Weiterer AfD-Parlamentarier verlässt Fraktion im Landtag

Dresden (dpa/sn) - Die AfD-Fraktion im Landtag bröckelt weiter. In einer persönlichen Erklärung gab am Freitag der Vogtländer Gunter Wild seinen Austritt bekannt. Die AfD aus den Gründungszeiten habe «leider nur noch sehr wenige Gemeinsamkeiten mit der AfD von heute», schrieb der 59-Jährige in einer persönlichen Erklärung, über die am Freitag die Chemnitzer «Freie Presse» (Online) berichtete. Die AfD ziehe mittlerweile Personen an, die das politische System der freiheitlich-demokratischen Grundordnung komplett stürzen wollten, so Wild. Nach dem Ausscheiden von Ex-Parteichefin Frauke Petry habe der rechte Flügel der Partei freie Fahrt.

Auch die sächsische AfD-Fraktion sieht Wild kritisch. Abgeordnete würden sich von der parlamentarischen Arbeit abwenden, um ihr «persönliches Ego zu pflegen und handeln, um anderen zu  schaden, anstatt der Gemeinschaft zu nutzen». Wild kündigte an, künftig die fraktionslosen Abgeordneten um Petry zu unterstützen. In der AfD will er zunächst bleiben. Einen späteren Austritt schloss er aber in der «Freien Presse» nicht aus.

Neben Petry und Wild haben auch der frühere AfD-Generalsekretär Uwe Wurlitzer und die Abgeordneten Kirsten Muster und Andrea Kersten der Fraktion den Rücken gekehrt. Von vormals 14 AfD-Parlamentariern sind damit noch neun übrig. Eine Fraktion muss mindestens sieben Abgeordnete haben. Petry hat unterdessen die Gründung der «Blauen Partei» und eines Bürgerforums «Blaue Wende» bekannt gegeben.

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