Den Männelmachern über die Schulter schauen

Die Ursprünge des erzgebirgischen Kunsthandwerks reichen bis in das 17. Jahrhundert zurück. Heute erfreuen sich Nussknacker, Pyramiden, Räuchermännel und Schwibbögen aus dem Erzgebirge in aller Welt großer Beliebtheit. Bei einem Urlaub im Erzgebirge sollte deshalb auf jeden Fall ein Abstecher in einer der zahlreichen Schauwerkstätten unbedingt drin sein.  Dort kann den Männelmachern bei ihrer Arbeit über die Schulter geschaut werden. Schon zahlreiche Besucher konnten sich bei einem solchen Rundgang davon überzeugen, wie modern die Produkte sind, die beim Drechseln, Schnitzen, Reifendrehen oder Spanbaumstechen entstehen. Die Wiege der erzgebirgischen Handwerkskunst steht im Spielzeugdorf Seiffen, aber auch ein Besuch bei Wendt & Kühn in Grünhainichen lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Dort enstehen unter anderem die Grünhainichener Engel mit den charakteristischen grünen Flügeln und den elf weißen Punkten sowie die Blumenkinder. Und das die Holzkunst immer wieder auch Wellen außerhalb des Erzgebirges schlägt, zeigt zum Bespiel ein Modellbausatz aus Holz - bestehend aus 30 Einzelteilen - des auf Helgoland stationierten Seenotkreuzers "Hermann Marwede", der im vergangenen Jahr auf den Markt gebracht wurde.

 

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