Chemnitzer FC mutig: David Bergner neuer Cheftrainer

David Bergner für Horst Steffen: Der Chemnitzer FC hat einen im Abstiegskampf unerfahrenen Trainer verpflichtet. Sportdirektor Steffen Ziffert lobt den neuen Chefcoach, auch wenn der bislang noch ohne Drittliga-Sieg ist.

Chemnitz. Der Chemnitzer FC geht beim Unternehmen Klassenverbleib hohes Risiko und setzt auf einen unerfahrenen Trainer. Am Samstag überraschte der abstiegsbedrohte Fußball-Drittligist mit der Ernennung von David Bergner für den am Dienstag beurlaubten Horst Steffen. Der 44-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis zum Saisonende mit Option. Bergner war in dieser Saison bereits Trainer beim FC Rot-Weiß Erfurt. Dort wurde er aber wegen Erfolglosigkeit entlassen. Die Erfurter sind Tabellenletzter.

«Warum David Bergner? Weil wir sehr gute Gespräche hatten und ich davon überzeugt bin, dass David der richtige Trainer für die jetzige Situation ist, er bringt alle Voraussetzungen mit. David ist die Schwere der Aufgabe bekannt, aber er hat auf alle Fälle den Ehrgeiz und das Wissen, diese zu lösen», sagte CFC-Sportdirektor Steffen Ziffert in einer Vereinsmitteilung. Dass es nicht einfach werden würde, einen guten Fußballlehrer zum CFC zu lotsen, hatte Ziffert bereits am Dienstag verdeutlicht: «Es reißen nicht alle Trainer die Arme hoch und sagen: Hurra, wir gehen nach Chemnitz.»

Bergner selbst freut sich auf die Aufgabe, «obwohl ich weiß, dass diese nicht unbedingt einfach ist. Ich gehe davon aus, dass dem Umfeld der Himmelblauen und den Spielern auch bewusst ist, dass es um die Existenz des Vereins und den Fußball in er Region geht.»

Er übernimmt ein verunsichertes Team. Von 22 Spielen in dieser Saison gingen 13 verloren, nur viermal durfte ein Sieg bejubelt werden. Die Chemnitzer überwinterten auf dem vorletzten Platz. «Das sollte uns allerdings nicht hemmen, sondern eine gewisse Fokussierung mit sich bringen, damit wir diese schwere Aufgabe in den nächsten Monaten meistern können», sagte Bergner.

Er selbst hat in seiner noch jungen Vita als Drittliga-Coach nicht mal einen Sieg verbuchen können. Von Oktober bis Ende November war Erfurt seine erste Trainerstation. Sechs Spiele durfte er die Thüringer betreuen, mehr als ein Unentschieden gegen den Halleschen FC schaffte er nicht. Die Partie gegen den CFC verlor Erfurt 0:1.

Sportlich geht der Chemnitzer Club mit der Verpflichtung von Bergner ein Risiko ein, wirtschaftlich nicht. Der finanziell klamme sächsische Club konnte Sponsoren gewinnen, die den neuen Trainer bezahlen. (dpa)

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7Kommentare
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  • 1
    1
    osgar
    10.01.2018

    @BlackSheep, wenn Steffen Ziffert ?Hause kommt?, dann müsste er schon in die Leipziger Gegend wechseln. Aber für Sie werde ich in Zukunft dazu schreiben, wenn das Ganze ironisch gemeint ist.

  • 2
    1
    BlackSheep
    10.01.2018

    es sollte natürlich an osgar gerichtet sein, sorry j35r99

  • 1
    2
    BlackSheep
    10.01.2018

    @j35r99, https://de.wikipedia.org/wiki/Steffen_Ziffert Stimmt nicht, Ziffert ist nur "nach Hause" gekommen.

  • 1
    0
    Zeitungss
    08.01.2018

    @Interessierte: Ein Vorschlag, den man unbedingt befolgen sollte. Es trifft allerdings nicht nur für Chemnitz zu. Klappt es beim Rudern nicht, wird auch der Mann an der Trommel ausgetauscht. Vom Aufwand her ist es nachvollziebar.

  • 2
    0
    Interessierte
    08.01.2018

    Ehe man hier ständig die Trainer auswechselt , sollte man da nicht eher mal die ´Chemnitzer` Spieler auswechseln , der ´Chemnitzer` Rasen kann ja bleiben ...

  • 4
    5
    osgar
    06.01.2018

    Ziffert wurde aus dem Gebirge in das ungeliebte Chemnitz geschickt, um den Gegner zu vernichten ;)

  • 4
    3
    j35r99
    06.01.2018

    Seit Ziffert das "Sagen" hat, geht es nur noch abwärts! Wer hat dem Mann eigentliche diese "Machfülle" gegeben?



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