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Das Bundesligateam des Chemnitzer AC mit Hendrik Wetzel, Kurt Perthel, Julian Pianski, Christoph Pichler, Trainer Andreas Rehwagen, Betreuerin Kathleen Schöppe und Josephine Stoye (v. l.). Max Lang, Josef Hesse und Philip Kudzik sowie Gaststarter aus Lettland vervollständigen das Aufgebot.

Foto: Kristin Schmidt

Chemnitzer Gewichtheber: Bis zum Finale ein schwerer Weg

Der Chemnitzer AC startet ambitioniert in die neue Saison der Gewichtheber-Bundesliga. Um das Saisonziel zu erreichen, ist Hilfe aus dem Ausland notwendig.

Von Martina Martin
erschienen am 26.09.2017

Chemnitz. In der vergangenen Saison riss die Erfolgsserie: Erstmals seit 2004 stand der Chemnitzer AC (CAC) am Ende der Saison mit leeren Händen da. Auf Platz vier wurde ein weiterer Medaillengewinn in der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft - seit der Wende 22 Podestplätze, davon sechs Titel - knapp verpasst. Geschuldet war das auch dem wieder einmal veränderten Modus, bei dem das Duell um Bronze wegfiel. Denn da besaß der CAC die weitaus besseren Chancen. Er verlor zwar das Halbfinale gegen den späteren Sieger AV Speyer, erreichte aber im Fernvergleich das zweitbeste Resultat bei den Relativpunkten.

Eine damals ärgerliche Situation, die sich in der neuen Bundesligasaison möglichst nicht wiederholen soll. Wobei dieses Vorhaben erneut kein leichtes Unterfangen wird. "Favorit auf den Staffelsieg ist von der Papierform her dieses Mal eindeutig der SSV Samswegen. Der Verein verstärkte sich enorm", berichtet CAC-Trainer Andreas Rehwagen. So heben beispielsweise die Auswahlakteure Robert Joachim, der bei der EM Silber und Bronze gewann, und Michael Müller (EM-Siebenter) künftig für die Sachsen-Anhaltiner. Bislang starteten sie für den TSC Berlin, immerhin Staffelsieger in der vergangenen Serie und Meisterschaftszweiter. Der CAC hatte mit dem Duo ebenfalls Kontakt aufgenommen, der sich aber wieder zerschlug.

Max Lang - Kapitän der Bundesligamannschaft

Foto: Kristin Schmidt

Indes gelang es nicht nur die zwei lettischen Gaststarter Rebeka Koha (EM-Zweite und Juniorenweltmeisterin) und Ritvars Suharevs (u. a. Vierter der Junioren-WM) ein zweites Jahr zu verpflichten. Mit Arturs Plesnieks (Europameister 2016, WM-Dritter 2015) gehört jetzt ein weiterer starker Landsmann der beiden zum Aufgebot. Zwei Ausländer dürfen inzwischen pro Kampf eingesetzt werden. Von diesem Recht machen alle Spitzenvereine Gebrauch. "Wir wollen wieder ins Finale der besten drei Teams, das ist unser Anspruch. Mit dieser Konstellation können wir nun variieren und Ausfälle besser kompensieren", begründet Andreas Rehwagen. Er ist dabei froh, dass er sich mit dem lettischen Trainer Eduard Andrusievics, der alle drei Athleten betreut, auf diese Lösung einigte. Laut Reglement wird das zweitbeste Team beider Staffeln, das in den Endkampf einzieht, wiederum nach den drei stärksten Einzelresultaten ermittelt. Und genau für diese Einsätze sind die Letten vorgesehen.

Im Aufgebot gibt es darüber hinaus nur eine Veränderung. Robby Behm, lange Mitglied der Nationalmannschaft, hatte sich im März nach sechs Jahren verabschiedet. In seiner Heimatstadt Leimen, wo er mit seiner Familie lebt, wollte er nach Abschluss seiner leistungssportlichen Karriere nun die Prioritäten auf die berufliche Ausbildung setzen. Hingegen entschied sich Routinier Hendrik Wetzel, mindestens noch eine Saison ranzuhängen. Nach längerer Pause hatte er sich in Vorbereitung der World Games der Masters intensiver mit den Hanteln beschäftigt, bald beachtliche Lasten zur Hochstrecke gebracht. Mehrfach wirkte er daraufhin erneut in der Bundesliga mit und gewann bei diesen Weltspielen in Auckland (Neuseeland) nicht nur souverän Gold, sondern markierte in seiner Altersklasse einen Weltrekord. "Der Leistungsgedanke ist einfach wieder da. Ich sehe eine realistische Chance, mir einen Platz im Team zu erkämpfen", meint der 35-Jährige, der 2018 die Masters-WM in Barcelona anvisiert. Aktuell bremsen jedoch leider Knieprobleme seinen Ehrgeiz, sodass er am Sonnabend zum Auftakt gegen das Athletenteam Vogtland passen muss.

Dem Auftritt von Kapitän Max Lang steht aber nichts im Wege. "Ich fühle mich gut und freue mich, dass es endlich losgeht. Vor den eigenen Fans zu heben, ist immer wieder schön und spornt an", meint der 24-Jährige, der am Auswahlstützpunkt in Leimen trainiert. Der Vergleich ist für den EM-Vierten eine wichtige Standortbestimmung auf dem Weg zur WM, die Anfang Dezember in Anaheim (USA) stattfindet. Für seinen Kumpel Josef Hesse, der die dritte Saison für den CAC in Angriff nimmt, besitzt er einen besonderen Stellenwert. Der 23-Jährige möchte die Norm für die U-23-EM knacken. Teamgefährte Julian Pianski (19) besitzt diese schon. Kurt Perthel, der nach seinen enormen Steigerungen bereits an der EM (7.) und WM (9.) der Junioren teilnahm, gehört mit seinen 19 Lenzen bereits zu einem wichtigen Leistungsträger und inzwischen deutschlandweit zu den größten Hoffnungen.

Aufgebot und Termine

Chemnitzer AC:

Max Lang (24 Jahre), Kurt Perthel (19), Josef Hesse (23), Julian Pianski (19), Philip Kudzik (23), Hendrik Wetzel (35), Josefine Stoye (15), Christoph Pichler (24), Gaststarter aus Litauen: Rebeka Koha (19), Ritvars Suharevs (18), Arturs Plesnieks (25).

Trainer: Andreas Rehwagen (58)

Betreuerin: Kathleen Schöppe (34)

Termine (Staffel B): Vorrunde: 30. September: Chemnitzer AC - AT Vogtland, 14. Oktober: CAC - Samswegen; 11. November: Eibau - CAC, 3. Februar 2018: Potsdam - CAC, 17. Februar: Berliner TSC - CAC, 10. März: AC Meißen - CAC, 7. April: CAC- TSV Schwedt.

Modus: Nach einer einfachen Hinrunde treffen die beiden Vorrundensieger (A, B) und das beste zweitplatzierte Team (Punkteschnitt der besten drei Wettkämpfe) in einem Dreierfinale aufeinander.

Finale: Termin: 28. April 2018

Austragungsort: Sieger der Staffel B

Sportstätte: Haus des Gastes in Chemnitz-Reichenbrand

Beginn Heimkämpfe: 17 Uhr

 
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