Der Kapitän geht von Bord

Die aktuelle Mannschaft des Fußball-Regionalligisten VFC Plauen scheint auseinanderzubröckeln. Leistungsträger Daniel Rupf bestreitet heute sein letztes Heimspiel im schwarz-gelben Trikot.

Plauen.

Rupf, gleichermaßen Sympathie- wie Leistungsträger, wird Plauen verlassen. "Ich habe das schweren Herzens so entschieden. Wohin ich gehe, steht noch nicht fest", bestätigte der 28-Jährige gestern der "Freien Presse". Zu den genauen Hintergründen wollte der Mittelfeldmotor nichts sagen: "Das gehört sich nicht. Ich hatte hier fünf lehrreiche und auch schöne Jahre. Dafür bin ich dem Trainerteam und der Mannschaft dankbar."

Daniel Rupf hatte sich in den vergangenen Monaten nicht nur als Leitwolf und Ersatz-Kapitän (für den verletzten Kai Zimmermann) hervorgetan. Der Stollberger wurde im Dialog mit der Vereinsführung zum Teamsprecher. Wo es nur ging, sammelte Daniel Rupf für seine Jungs wichtige Informationen. "Wir wussten ja phasenweise gar nicht mehr, was Sache ist. Wir haben als Spieler begonnen, jede Aussage zu hinterfragen, mussten selbst nachprüfen, was stimmt."

Dass er selbst im Herbst 2013 sogar gegen seinen Verein vor Gericht ziehen musste, um ihm zustehendes Geld einzufordern, möchte Daniel Rupf rückblickend nicht kommentieren. Der von drei Großstadtklubs umworbene Kicker blickt lieber nach vorn: "Ich kann diesem, meinem Verein nur wünschen, dass er sich künftig wieder mehr auf die sportlichen Belange konzentrieren kann." Gegen den FSV Zwickau trägt Rupf heute (Anstoß 13.30 Uhr) zum letzten Mal in einem Heimspiel die Kapitänsbinde. "Ich muss mich einer Zahn-Operation unterziehen und möchte natürlich kerngesund in die kommende Saisonvorbereitung gehen", stellt er klar. Seit Dezember plagt er sich mit Problemen an den Weisheitszähnen herum.

Der Zwickauer Trainer Torsten Ziegner spricht derweil mit großem Respekt vom heutigen Gegner: "Der VFC ist die Mannschaft, die ich in dieser Saison am häufigsten gesehen habe. Zu Hause entwickelt sie einen hohen Kampfgeist. Wir erwarten deshalb vor allem einen kampfstarken Gegner, der schnörkellos nach vorn spielt." Besonders warnt er seine Männer vor Stürmer Benjamin Girth. (mit rr)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...