Der Ring platzt aus allen Nähten

700 Fahrer und ihre Autos und Motorräder müssen zur Sachsenring-Classic rund um den Ring untergebracht werden. Von den Organisatoren erfordert das eine Meisterleistung: Sie richten allein sieben Fahrerlager ein.

Oberlungwitz/Hohenstein-Ernst-thal.

Wenn zum Motorrad-Grand-Prix auf dem Sachsenring 180 Piloten aus sechs Klassen sowie die jeweiligen Teammitglieder im Fahrerlager am Queckenberg Quartier beziehen, dann scheint schon alles im engen Rahmen zuzugehen. Doch am Wochenende platzt der Ring aus allen Nähten: Allein 700 Fahrer mit ihren Motorrädern und Autos, geordnet in 18 Klassen, quetschen sich durch das Areal rund um den Kurs - von der Sachsenkurve bis hin zur Karthalle. "Alles ist belegt. So etwas hat es am Sachsenring in der langen Historie noch nicht gegeben", sagt der Cheforganisator des ADAC Sachsen, Lutz Oeser.

Acht Boxen für die alten MZ

Sieben Fahrerlager wird es rund um die Strecke geben. Zu allen haben die Besucher Zutritt und können so die historischen Fahrzeuge aus der Nähe betrachten und auch mit den Fahrern ins Gespräch kommen. In der Boxengasse ist das Fahrerlager 1 untergebracht. In den Boxen 1 bis 8 sind die MZ-RE-Motorräder zu sehen, im Fokus wird die 300-Kubikzentimeter-Maschine von Rennlegende Heinz Rosner stehen. Auch frühere Piloten wie Günther Hilbig, Siegfried Merkel, Rainer Pommer und Bernd Köhler, die mit ehemaligen 125- und 250-ccm-Werksmaschinen anrücken werden, sind zu bestaunen. In den nächsten Boxen gleich nebenan gastiert die Pro-Superbike-Serie. Erwartet werden der dreifache Champion Christer Lindholm ebenso wie Jochen Schmid, Edwin Weibel, Lokalmatador André Friedrich und viele andere Piloten.

Auf der anderen Seite der Start- und Zielgeraden wird ein zweites, riesengroßes Fahrerlager aufgebaut, direkt hinter dem ADAC-Rennturm. Dort sind historische Supertourenwagen, Autos der Deutschen Tourenwagenmeisterschaft DTM und GT-Fahrzeuge zu sehen. Dazu gesellen sich historische Formelwagen sowie die DDR-Tourenwagen mit Trabi, Lada und Co. Ebenfalls in dem Areal gezeigt werden mehr als 100Rennmaschinen der Superbike-Classic bis zu Zwei- und Viertaktbolzern.

Vor Karthalle stehen 40 Melkus

Im kleinsten der drei Start- und Ziel-Fahrerlager werden Viertakt-Maschinen aus Großbritannien mit 350- und 500-ccm-Matchless, -Norton und -BSA präsentiert. Direkt dahinter ist das Domizil von mehr als 40 Seitenwagen-Gespannen der vergangenen sechs Jahrzehnte. Mit dabei ist das Sachsenring-Duo Frank Wendler/André Krieg. Auf dem Weg zur Karthalle stehen auf der rechten Seite des Weges 60 klassische 50-ccm-Rennmaschinen - die "Goldenen 50er", unter anderem mit Weltmeister Jan de Vries aus den Niederlanden. Links in dem Bereich, wo zum WM-Lauf die Tribünen T7 bis T9 stehen, schlagen die historischen Rennmaschinen bis zum Baujahr 1955 mit den 50 Startern der "Ost-Klassik" ihre Zelte auf. Vor der Karthalle stehen 40 Melkus-Wartburg RS 1000.

Tickets für die Sachsenring-Classic gibt es in den Geschäftsstellen der "Freien Presse" und unter www.sachsenring-classic.de


200 Motorräder und Autos

Ein Fahrzeug-Korso vom Sachsenring zum Hohenstein-Ernstthaler Altmarkt startet bereits morgen am späten Nachmittag. Rund 200 historische Rennmotorräder und -autos werden sich auf den Weg machen, gegen 17.30 Uhr setzt sich die Fahrzeugschlange am Medical-Center in Bewegung. Passiert wird dabei auch die Badbergkurve. (ww)

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