Erst schwimmen, dann rennen: Wettkampfserie hat sich etabliert

Am Wochenende ging der letzte Wettbewerb von "Swim and Run" über die Bühne. Große und kleine Sportler freuten sich über Titel - und die Veranstalter über viele Starter bei miesem Wetter.

Das nasskalte Wetter stört hier niemanden. Ein Schulterzucken, mehr ist es den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen am vergangenen Samstag im Sportforum nicht wert. Aus Bayern, Berlin, Brandenburg, Thüringen, Sachsen-Anhalt und aus ganz Sachsen sind sie zum dritten und letzten Wettkampf der "Swim and Run"-Serie nach Chemnitz gekommen. "Wir haben vor drei Jahren damit angefangen, um den Triathleten im Winter einen Wettkampf ohne Radfahren anzubieten, was auch gut ankommt", erläutert Jörg Schinkitz.

Inzwischen sind es 220 Starter, die jeweils im Januar, Februar und März antreten. Weil so viele Sportler an den Start gingen, musste am Samstag sogar die 400-Meter-Schwimmstrecke auf zwei Läufe aufgeteilt werden. "Im Kinderbereich wurden wir in die Wertung zur Mitteldeutschen Kinderrangliste als einer von acht Wettkämpfen aufgenommen, was das Niveau noch einmal angehoben hat", betont der Vizepräsident des Schwimmclub Chemnitz (SCC).

Schwimmclub-Kinder am Start

Er leitet die Abteilung Triathlon des Vereins, die 60 Mitglieder zählt und in der mittlerweile eine starke Nachwuchsabteilung entstanden ist. "Unsere Kinder und Jugendlichen sind auch bei dieser Serie recht erfolgreich mit dabei, haben in knapp der Hälfte aller Altersklassen gewonnen", freut sich der 48-Jährige. Während bei den Aktiven Christoph Paul Clauß aus Halle und Anna Lamm aus Dresden den Tagessieg ebenso wie die Gesamtwertung für sich entscheiden, freut sich Gina Salevsky über ihre Leistung in der Altersklasse "Schülerinnen C": Die Achtjährige wird sowohl an diesem Nachmittag als auch in der gesamten Serie über die 100 Meter Schwimmen und die 400 Meter Laufen Erste. "Ich war als Vierjährige bei einem Schwimmkurs hier. Das hat gut geklappt und ich habe weitergemacht", erzählt das Mädchen.

Sie hat beim SCC mit dem Schwimm-Training begonnen. "Mir haben aber auch Rennräder gefallen. So eins wollte ich haben", erinnert sich die Chemnitzerin. Vor eineinhalb Jahren ist sie deshalb auf Triathlon umgestiegen - und bekam ihr Rad. Der Schwimmclub hole sie viermal die Woche zum Training von der Schule ab, berichtet Mutter Katrin. "Es bleibt noch genug für uns zu tun, aber wir machen es gern. So bewegt sie sich, sitzt nicht so viel vor dem Fernseher, lernt kämpfen und ihrer Persönlichkeit tut es gut", sagt sie.

Adelsberger auf Siegerpodest

Zwei Altersklassen über ihr steht Lea Harbig ganz oben auf dem Podium, den Ausblick von dort kennt sie von den Sachsenmeisterschaften her. Bei den "Schülerinnen A" stehen dafür 400 Meter Schwimmen und 2,5 Kilometer Laufen auf dem Programm. "Ich bin vom Schwimmen auf Triathlon umgestiegen, weil verschiedene Sportarten einfach mehr Spaß machen. Es ist abwechslungsreicher und spannender", verdeutlicht die Zwölfjährige.

Das sieht Robin Duha genauso. Eben hat der 24-Jährige Adelsberger in seiner Altersklasse den Wettkampf und die Serie gewonnen und kann sich in der Gesamtwertung über den 2. Platz freuen. "Die Serie ist für mich attraktiv, weil es eine schnelle Einheit und ein Zwischentest in der Vorbereitung auf die Saison ist. Außerdem kann ich so schön meine Zeiten über die drei Monate vergleichen", betont er. Vom Wetter redet hier niemand.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...