Erzgebirge Aue gewinnt Sachsenpokal-Finale gegen Zwickau

Der FC Erzgebirge gewinnt das Finale des Landespokals gegen den FSV Zwickau. Das Endspiel musste mehrfach unterbrochen werden.

Aue. Aufstieg perfekt gemacht, Sachsenpokal gewonnen - die Feiertage des FC Erzgebirge Aue gehen weiter. Drei Tage nachdem die Veilchen mit einem Sieg den Aufstieg in die 2. Bundesliga eingetütet hatten, entschieden sie auch das Sachsenpokalfinale gegen den FSV Zwickau für sich. Die Mannschaft von Trainer Pavel Dotchev holte sich den Titel am Dienstag mit einem knappen 1:0 (0:0)-Erfolg gegen den Regionalligisten.

Schon vor der Partie wurden Nebeltöpfe im Zwickauer Fanblock gezündet und Feuerwerkskörper auf das Spielfeld und die Auer Zuschauer geschossen. Schiedsrichter Lars Albert pfiff die Partie deswegen einige Minuten später an. In der Schlussphase der Partie kletterten zudem Chaoten über die Zäune des Gästeblocks und Feuerwerkskörper flogen zwischen den Fanlagern hin und her. Das Spiel wurde gleich zweimal unterbrochen.

Dotchev wechselte im Vergleich zum 2:0-Sieg in Köln auf nahezu alle Positionen, einzige Ausnahme: Innenverteidiger Steve Breitkreuz. Auch Torsten Ziegner ließ Stammspieler wie Kapitän Toni Wachsmuth oder Stürmer Jonas Nietfeld auf der Bank, die Nummer eins im Tor, Marian Unger, oder Christoph Göbel standen gar nicht im Kader. FSV-Sportvorstand David Wagner reiste nicht ins Lößnitztal, sondern in den Südwesten der Republik, um mögliche Gegner für die Relegationsspiele zu beobachten.

Dass beide Teams anderes im Kopf hatten als einen Triumph im Sachsenpokal, wurde nicht nur auf dem Papier deutlich - auch auf dem Rasen tat sich relativ wenig. In einer schwachen ersten Halbzeit war der Regionalligist die bessere Mannschaft, doch die Zwickauer verpassten es, die wenigen gefährlichen Situationen zur Führung zu nutzen. Auffälligster Mann des ersten Durchgangs war Patrick Grandner. Mario Seidel, Vertreter von Aues Torwart Martin Männel, grätschte ihm mit viel Risiko im eigenen Strafraum in der 11. Minute den Ball vom Fuß. Und auch bei der Szene mit dem größten Diskussionsbedarf war Grandner beteiligt. Nach einem präzisen Abschluss in der 20. Minute zappelte der Ball im Netz der Erzgebirger, die FSV-Fans jubelten, doch die Unparteiischen entschieden auf Abseits.

Der frischgebackene Zweitligaaufsteiger tat sich enorm schwer wenige Tage nach den Feierlichkeiten und mit einer komplett neu formierten Elf überhaupt zu Chancen zu kommen. Ein ungefährlicher Schuss von Max Wegner (21.) war die einzige nennenswerte Versuch in den ersten 45 Minuten.

Auch nach der Pause sorgte Grandner (59.) für Unterhaltung. Aues Rechtsverteidiger Yildirim rettete auf der Linie stehend gegen den FSV-Offensiven. Wenige Minuten später wurde dann eine alte Fußballweisheit zum Leidwesen der Gäste bestätigt: Wer die Chancen nicht macht, der kassiert das Tor. Mit der ersten gelungenen Aktion der Veilchen stand es 1:0. Max Wegner legte per Hacke ab und Mario Kvesic (60.) verwandelte eiskalt.

Diese Qualität fehlte dem eingewechselten Zwickauer Davy Frick. Erst schob er (74.) völlig freistehend vor dem Auer Tor den Ball am Kasten vorbei, dann scheiterte er (82.) am auf der Linie stehenden Yildirim. Mit den Randalen brachten die eigenen Anhänger Zwickau letztlich um die Schlussoffensive.

 

Statistik

Aue: Seidel - Yildirim, Susac, Breitkreuz (46. Riedel), Susac, Miatke - Samson, Könnecke - Handle (69. Soukou), Kvesic, Adler (78. Kluft) - Wegner. Zwickau: Rosenkranz - P. Göbel, Mai, Paul, Morozow (V/achsmuth) - Keller (V) - Schröter (65. Frick), Genausch (55. Nietfeld), Schlicht, Grandner - Zimmermann. Schiedsrichter: Albert (Tannenbergsthal); Zuschauer: 7560. Tor: 1:0 Kvesic (60.).

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