Erzgebirger stoßen zweimal auf Silber an

Jubel bei der Juniorenweltmeisterschaft: Langläuferin Katharina Hennig und Kombinierer Terence Weber holen Einzelmedaillen.

Rasnov.

Ganz aus dem Häuschen ist gestern Vormittag Katharina Hennig vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal gewesen. Die 19-Jährige aus Königswalde erfüllte sich mit Silber im Freistil-Rennen im rumänischen Rasnov den langersehnten Traum von einer Einzelmedaille bei einer Juniorenweltmeisterschaft (JWM). Auf der 10-Kilometer-Distanz war nur die Schwedin Ebba Andersson schneller. Bronze ging an die Norwegerin Tiril Udnes Weng.

"Ich habe es locker angehen lassen und mir diesmal nicht so viel Druck gemacht. Auf dem festen, gefrorenen Schnee lief es dann auch deutlich besser und ich habe meine Chance genutzt", so die Erzgebirgerin, die bereits 2013 und 2015 mit dem Team JWM-Bronze gewonnen hatte. Noch im Klassisch-Einzel über fünf Kilometer am Dienstag hatte es für Hennig nur zu Platz elf gereicht. "Nach meinem Staffel-Einsatz im Weltcup in Nove Mesto, der ja ganz ordentlich verlaufen ist, haben mir schon im Vorfeld des Klassisch-Rennens viele gratuliert und gemeint, dass dies mein Tag sei. Dem war aber überhaupt nicht so. Mit Startnummer 1 war es zudem auf dem tiefen Schnee nicht einfach und ich bin verkrampft", sagte die 19-Jährige, die ebenso wie ihr Vorbild Viola Bauer beim Sportverein Neudorf unter Joachim Gerstenberger begonnen hatte.

Seine zweite Einzelmedaille nach Bronze am Dienstag konnte Terence Weber vom SSV Geyer in der Nordischen Kombination verbuchen. Weber, der ebenso wie Hennig 2015 an der Oberwiesenthaler Eliteschule des Wintersports sein Abitur ablegte, landete nach Platz drei auf der Schanze im 5-km-Sprint-Rennen hinter dem Tschechen Tomas Portyk auf Rang zwei. "Terence konnte die zwölf Sekunden Rückstand zur Spitze zulaufen. Dann aber hat Portyk zur Schlussattacke angesetzt und Terence vor Kristjan Ilves aus Estland Silber gesichert," schilderte Trainer Frank Erlbeck. Noch im 10-km-Wettkampf am ersten Tag hatte Weber mit Materialproblemen zu kämpfen. Erlbeck: "Er ist über einen Stein gefahren und hat sich den Ski ramponiert." Tim Kopp vom VSC Klingenthal belegte Rang elf. Für Kombinierer und Skilangläufer stehen heute zum vorzeitigen Abschluss der JWM die Teamentscheidungen auf dem Programm.

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