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Fabian Eisele kam vor der Saison von Hertha BSC II zum FSV Zwickau. Der Schwabe stand seitdem in Punktspielen zehnmal in der Startformation, wurde zehnmal eingewechselt und erzielte fünf Tore.

Foto: Kerstin Kummer/Picture Point

FSV-Stürmer Eisele: König als Vorbild, ein Bayern-Spieler als Gratulant

Fußball-Drittligist FSV Zwickau empfängt am Freitag den VfR Aalen. Stürmer Fabian Eisele gibt für die Partie ein klares Ziel aus. Vielleicht erhält er danach wieder Glückwünsche von einem Nationalspieler.

Von Gerd Daßler
erschienen am 22.03.2018

Zwickau. Stürmer werden an Toren gemessen. So lautet eine der vielen Weisheiten im Fußball. Für Torsten Ziegner ist die Trefferausbeute eines Angreifers zweitrangig. "In einer Mannschaft ist jeder auf seine Art wichtig. Ich mache einen guten Stürmer nicht nur an den erzielten Toren aus, sondern vor allem auch daran, wie er für die Mannschaft arbeitet, was er für den Erfolg des Teams tut", erklärt der Trainer des FSV Zwickau. "Und Fabian Eisele befindet sich auf einem guten Weg."

Der Angreifer erzielte diese Saison fünf Tore für die Zwickauer. Damit ist der 23-Jährige zweitbester Torschütze des FSV. Bedenkt man, dass der gebürtige Stuttgarter in der Dritten Liga zehnmal in der Startelf stand und genauso oft eingewechselt wurde, dann sieht die Quote gar nicht so schlecht aus. Eisele schätzt selbstkritisch ein, dass es schon ein paar mehr sein könnten. "Das ist eine Frage des Selbstbewusstseins. Wenn man als Stürmer seine Chance bekommt, sich gut einfügt und dann auch noch trifft, wird die Brust schnell breiter", sagt Eisele, der im Nachwuchsbereich des Bundesligisten VfB Stuttgart ausgebildet wurde.

Dort spielte er mit den aktuellen Nationalspielern Timo Werner - inzwischen Torjäger bei RB Leipzig - und Joshua Kimmich von Bayern München zusammen. Kimmich habe ihm im Dezember telefonisch zum Doppelpack beim 3:2-Derby gegen den Chemnitzer FC gratuliert.

Ein neues Vorbild hat Eisele in Zwickau gefunden. Zu Sturmpartner Ronny König blicke er mit hoher Wertschätzung auf. "Wir verstehen uns auf und auch außerhalb des Platzes gut. Der 'King' ist unser zentraler Mann in der Offensive, von dem ich viel lernen kann. Ich spiele viel um ihn herum und versuche auch dafür zu sorgen, dass er mehr Freiräume bekommt", sagt Eisele.

Die Zusammenarbeit des Sturmduos soll am Freitag (19 Uhr) wieder Früchte tragen, wenn der FSV den VfR Aalen im Stadion Zwickau empfängt. Die Rot-Weißen haben sich in den vergangenen Wochen zwar Luft im Abstiegskampf verschafft, doch Eisele warnt vor dem 31. Spieltag vor Selbstzufriedenheit: "Wir sind noch nicht durch und müssen den Abstand nach hinten halten oder besser sogar vergrößern. Mit einem Dreier gegen Aalen können wir einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt tun."

FSV-Coach Ziegner kann personell aus dem Vollen schöpfen. Anthony Barylla und Jan Washausen sind wieder fit und bieten sich als Optionen für die Startelf an. "Wir haben das letzte Spiel verloren. Da ist es schon möglich, dass es eine oder zwei Veränderungen gibt", verrät der Trainer.

Eisele findet es schade, dass sich die Mannschaft in Paderborn nicht für den guten Auftritt belohnt habe. Nach dem unglücklichen 0:2 wollen die Zwickauer im heimischen "Schwanennest" eine Trotzreaktion zeigen. Er formuliert eine klare Zielstellung: "Wir haben die letzten beiden Heimspiele zu null gewonnen und wollen die Bilanz ausbauen." Über die Schwere der Aufgabe sei er sich bewusst, denn mit Aalen erwarte man einen unangenehmen Gegner, der defensiv kompakt stehe und vorne schnelle Spieler habe, "denen man keinen Platz lassen darf", warnt der Schwabe vor dem Gast aus Baden-Württemberg.

Voraussichtliche Aufstellung des FSV: Brinkies - Schröter (Barylla), Antonitsch, Acquistapace, Lange - Washausen (Frick) - Bahn, Könnecke, Miatke - Eisele, König.

 
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