Werbung/Ads
Menü

Themen:

Grindel hat Özil und Gündogan erneut in Schutz genommen

Foto: (PIXATHLON/SID)

Grindel über Özil und Gündogan: "Stehen unter einem enormen Druck"

erschienen am 16.05.2018

Präsident Reinhard Grindel vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) hat erneut um Verständnis für Mesut Özil und Ilkay Gündogan für das umstrittene Foto mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan geworben. Bei aller berechtigten Kritik hätten die beiden Nationalspieler "Familien, die eine sehr starke Bindung in die Türkei haben", sagte Grindel am Mittwoch bei Sport1: "Deswegen muss man auch verstehen, dass sie unter einem enormen Druck stehen."

Grindel sagte gleichzeitig, es sei dennoch "sicher nicht gut" gewesen, dass "durch diese Aktion Trennendes betont wurde und Vorurteile hochgekommen" seien. "Es ist wichtig, deutlich zu machen, dass es um ein Miteinander geht. Ich bin sicher, dass Mesut Özil und Ilkay Gündogan das genauso sehen und jetzt auch leben werden", sagte Grindel weiter.

Die Kritik des türkischen Fußballverbandes TFF auf seine ersten Aussagen beantwortete Grindel mit einem Aufruf zu ruhigeren Tönen. "Wir sollten alle sprachlich abrüsten und das Maß wahren", sagte er. Der TFF-Vorsitzende Yildirim Demiroren hatte am Dienstag mitteilen lassen, Grindels "verleumderische" Kommentare hätten bei ihm "große Traurigkeit" ausgelöst und erklärt, die "ausgedrückten Gedanken sind absolut inakzeptabel."

Özil und Gündogan hatten Erdogan am Sonntag in London getroffen und bei einem Fototermin signierte Trikots ihrer Vereine FC Arsenal bzw. Manchester City überreicht. Grindel reagierte am Montag zunächst mit deutlichen Worten. "Der Fußball und der DFB stehen für Werte, die von Herrn Erdogan nicht hinreichend beachtet werden", schrieb er bei Twitter: "Deshalb ist es nicht gut, dass sich unsere Nationalspieler für seine Wahlkampfmanöver missbrauchen lassen."

Am Mittwoch betonte er die Vielfalt des deutschen Fußballs. "Wichtig ist mir, deutlich zu machen, dass wir klare Signale in der Integrationsarbeit des DFB senden. Wenn wir Kinder und Jugendliche nicht gut integrieren, hat der Fußball in Deutschland keine Chance. Vielfalt ist eine Stärke." Es sei "überhaupt nicht interessant, welche Religion, Herkunft oder Hautfarbe man hat", sagte Grindel

 
© Copyright SID Sport-Informations-Dienst GmbH & Co. KG
 
0
Kommentare
0
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)

Lesen Sie auch

Bildergalerien
  • 16.05.2018
Adel Hana
Bilder des Tages (16.05.2018)

Frühling im Spreewald, Protest in Gaza, Spatz beim Mittagessen, Schwere Aufgaben stehen bevor, Stürmische Zeiten, Er spuckt wieder, Silhouette ... ... Galerie anschauen

 
  • 15.05.2018
Lisa Schönemann
Southampton hat mehr zu bieten als die Autobahn nach London

Southampton (dpa/tmn) - Wer mit dem Kreuzfahrt-Schiff nach Southampton kommt, entscheidet sich oft für den Ausflug nach London. Mit dem Shuttle-Bus geht es von der englischen Südküste zweieinhalb Stunden in die Hauptstadt - eng getaktet Hotspots abhaken und ein Selfie vor dem Buckingham Palast. zum Artikel ... Galerie anschauen

 
  • 12.05.2018
Marius Becker
Bilder des Tages (12.05.2018)

Alternative, Er lebe hoch, Randale, Die May ist gekommen, Schwarz-weiß, Sicherheitscheck, Verleihung ... ... Galerie anschauen

 
  • 08.05.2018
Dmitri Lovetsky
In den russischen WM-Spielstädten gibt es viel zu entdecken

Moskau (dpa/tmn) - Wer die (14. Juni bis 15. Juli) in Russland miterleben will, kommt herum im größten Land der Welt. In elf Städten wird gespielt, dazwischen liegen Tausende Kilometer. Doch jeder Spielort gibt einen besonderen Einblick in Russland. Die Städte im Überblick: zum Artikel ... Galerie anschauen


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
|||||
mmmmm