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Uli Hoeneß lobt Dortmunds Umgang mit dem Fall Dembélé

Foto: CHRISTOF STACHE (SID)

Hoeneß lobt Borussia Dortmund für Umgang mit Causa Dembélé

erschienen am 13.08.2017

Präsident Uli Hoeneß von Fußball-Rekordmeister Bayern München hat den Rivalen Borussia Dortmund für den Umgang mit dem wechselwilligen Offensivspieler Ousmane Dembélé gelobt. "Borussia Dortmund hat sich bisher sehr klug verhalten und ist die Sache sehr ruhig angegangen", sagte Hoeneß bei der Erstausstrahlung der Sendung "Wontorra - der Fußball-Talk" auf Sky Sport News HD: "Man muss als großer Verein, und das ist Borussia Dortmund, auch mal Stärke zeigen: Entweder wir kriegen das, was wir uns vorstellen, und wenn nicht, dann hat er zu bleiben."

Dembélé war am Donnerstag suspendiert worden, nachdem er unentschuldigt nicht zum Training erschienen war. Offensichtlich will er seinen Abschied forcieren. Der BVB hat ein erstes Transfer-Angebot aus Barcelona abgelehnt, am Sonntag teilte der deutsche Pokalsieger mit, dass der 20-Jährige "bis auf Weiteres" suspendiert bleibe.

"Der 31. August kommt bald. Bis dahin können sie ihn ja auf dem Nebenplatz trainieren lassen. Und wenn sie ihn nicht abgeben, dann muss er ab dem 1. September wieder richtig Gas geben, denn er wird ja seinen Marktwert erhalten wollen", sagte der 65-jährige Hoeneß mit Blick auf das Ende der Transferperiode.

Der FC Bayern hätte sich in einem vergleichbaren Fall "genauso wie Borussia Dortmund" verhalten. "Wenn wir bereit gewesen wären, ihn abzugeben, dann zu unseren Bedingungen." Zugleich kritisierte Hoeneß Dembélés Fernbleiben vom Training und sieht die Schuld dafür nicht bei dessen Beratern: "Wenn der Spieler nicht zum Training kommt, dann hat er das ganz alleine zu verantworten."

Hoeneß glaubt, dass neben den astronomischen Ablösen wie für den brasilianischen Superstar Neymar (222 Millionen/Paris St. Germain) auch der fehlende Respekt vor laufenden Verträgen sich negativ auf den Fußball auswirkt.

"Irgendwann werden die Zuschauer das nicht mehr mitmachen, vor allem auch das Verhalten einiger Spieler, dass ein Vertrag offenbar gar nichts mehr wert ist", sagte Hoeneß. Man solle die Spieler "nicht wie Götter behandeln, wenn sie sich nicht wie Götter benehmen". 95 Prozent der Bundesligaprofis seien aber "total in Ordnung." Es gebe genug Spieler, die den Vertrag abschließen und dann sei es für sie erledigt.

 
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