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Schon in Darmstadt sorgten die FCE-Fans für stimmgewaltige Unterstützung. Jetzt sind sie in Karlsruhe erneut gefordert.

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Lila-Weiße nehmen Favoritenrolle an

Im Relegationshinspiel zur 2. Fußball-Bundesliga muss der FC Erzgebirge am Freitag in Karlsruhe antreten. Vor der Partie sind selbstbewusste Töne aus Aue zu hören.

Von Thomas Treptow
erschienen am 17.05.2018

Aue/Karlsruhe. Zwei Endspiele in der Relegation zur 2. Fußball-Bundesliga stehen an - genau deshalb hatten sie am Mittwoch beim Karlsruher SC und beim FC Erzgebirge Aue zur Presserunde geladen. Dabei zeigte sich der Drittligist aus Baden, der am Freitag im mit gut 29.000 Zuschauern ausverkauften Wildparkstadion (Anstoß: 18.15 Uhr) als erster Heimrecht hat, relativ zahm: "Wir dürfen nicht in Euphorie verfallen", sagte KSC-Trainer Alois Schwartz und forderte seine Männer auf, kühlen Kopf zu bewahren.

Die Ansagen aus dem Lößnitztal klangen für Auer Verhältnisse dagegen recht forsch und selbstbewusst: "Als Zweitligist, das will ich gar nicht kleinreden, gehen wir als Favorit in die Partien und nehmen diese Rolle auch an", meinte FCE-Chefcoach Hannes Drews. "Wir wollen das Spiel auf jeden Fall gewinnen. Ich denke, dass wir als Mannschaft gefestigt sind und wissen, was wir können", sagte Philipp Riese.

Die Lila-Weißen brennen darauf, den Klassenerhalt einzutüten. Dass er ihnen bei der 0:1-Niederlage in Darmstadt unter zweifelhaften Umständen noch aus den Händen gerissen wurde, ist offenbar abgehakt. "Klar waren wir enttäuscht, aber schon auf der Rückfahrt und beim Auslaufen sind die Köpfe wieder nach oben gegangen. Und in den letzten Einheiten hat man gemerkt, dass die Mannschaft den Schalter umgelegt hat. Alle arbeiten äußerst konzentriert", wertete der Veilchen-Coach. "Ich persönlich habe das ziemlich schnell vergessen und verarbeitet. Dafür sind die kommenden zwei Spiele auch zu wichtig", pflichtete Riese ihm bei. Der fleißige, zweikampfstarke Mittelfeldrenner musste schon einmal in die Relegation. Nach der Saison 2013/14 unterlag er mit Arminia Bielefeld ausgerechnet dem SV Darmstadt 98 nach zwei Spielen. Die Lilien stiegen damals in die 2. Liga auf. "Die Brisanz in der Relegation ist noch einmal eine andere, zumal es für den ganzen Verein um sehr viel geht", weiß der 28-jährige Profi.

Dass sich so ein Abstiegsszenario in Aue nicht wiederholt, davon sind nicht nur Riese und Drews felsenfest überzeugt. Dabei wird der Weg kein leichter sein, vor allem weil die Karlsruher über eine starke Defensive verfügen. Mit 29 Toren kassierten sie in der abgelaufenen Saison die wenigsten Gegentore. Wenn der FC Erzgebirge, den etwa 3000 Fans begleiten werden, gewinnen will, dann gilt es diese zu knacken. Hannes Drews kann dabei auf den Ex-Karlsruher Dennis Kempe und Fabian Kalig setzen, die nach ihren Sperren wieder zur Verfügung stehen.

Geleitet wird das Spiel übrigens von Schiedsrichter Sascha Stegemann (Niederkassel). In der zurückliegenden Saison kam der 33-Jährige auf 16 Einsätze in der Bundesliga und 6 Einsätze in der 2. Liga.

Helge Leonhardt

Foto: dpa

Leonhardt hofft noch auf ein positives Urteil

Der FC Erzgebirge hat gegen die am Mittwoch gefällte Entscheidung des DFB-Sportgerichts, den Einspruch gegen die Wertung des mit 0:1 verlorenen Spiels in Darmstadt abzulehnen, Widerspruch eingelegt. Nach der bisherigen, nur schriftlich abgehandelten Einzelrichterentscheidung kommt es damit am Donnerstag ab 13.30 Uhr zur mündlichen Verhandlung, bei der FCE-Präsident Helge Leonhardt und Vorstandsmitglied Kay Werner in Frankfurt noch einmal ihre Argumente vorbringen werden.

Werner, von Beruf Rechtsanwalt, stützt sich dabei auf Präzedenzfälle wie das "Phantomtor" von Bayernspieler Thomas Helmer gegen den 1. FC Nürnberg, das im Jahr 1994 ein Wiederholungsspiel zur Folge hatte. Nach Stefan Kießlings Treffer zum 1:1 durch das kaputte Außennetz bei Leverkusens 2:1-Sieg in Hoffenheim blieb es 2013 hingegen bei der vom Schiedsrichter falsch vorgenommenen Tatsachenentscheidung. Die Partie wurde nicht wiederholt.

Den Unterschiedzum aktuellen Auer Fall sieht Werner in einer in den DFB-Richtlinien stehenden Formulierung der "unerträglichen Folgen". Die hätte es damals für Hoffenheim nicht gegeben, für den FC Erzgebirge jetzt schon. Der ganze Verein, eine ganze Region hätten durch diesen Schiedsrichterfehler negative Auswirkungen zu befürchten.

Helge Leonhardt hofftnach wie vor auf ein positives Urteil und will wegen "des engen Zeitfensters" einen Kompromissvorschlag unterbreiten: Die 2. Liga soll in der kommenden Saison mit 19 Mannschaften starten, neben Aue auch Darmstadt und die eventuell von einer Pro-Aue-Entscheidung betroffenen Fürther in der Spielklasse bleiben, der Karlsruher SC aufsteigen, die Relegation ausfallen.

 
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