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Stephen Sama (Osnabrück, links) gegen Myroslav Slavov (Chemnitz)

Foto: Picture PointBild 1 / 2

CFC geht nach der Pause unter

Der Chemnitzer FC erlebte am Freitag in der 3. Fußball-Liga beim Tabellennachbarn VfL Osnabrück 1:6 (0:1) ein Debakel. Als wäre das Ergebnis nicht schon schlimm genug, verlor das Team noch einen Spieler vorzeitig.

Von Knut Berger
erschienen am 09.02.2018

Der Chemnitzer FC war am Freitagabend ausgezogen, um beim VfL Osnabrück den 1:0-Heimsieg gegen Jena zu vergolden. Doch statt bei der Rückreise einen kleinen Barren in Form eines Dreiers in den Bus zu verstauen, nahmen die Himmelblauen nur eine ganze Menge Frust mit nach Sachsen. An der Bremer Brücke verlor die Elf von Cheftrainer David Bergner vor 7331 Zuschauern 1:6 (0:1). Damit bleibt Chemnitz in der 3. Fußball-Liga nicht nur auf einem Abstiegsplatz kleben, sondern hat auf den ersten Nichtabstiegsplatz, den aktuell Osnabrück belegt, sechs Zähler Rückstand.

Bergner schickte genau die gleiche Elf wie in der Vorwoche auf den Rasen. In der 8. Minute prüfte Julius Reinhardt VfL-Torwart Marius Gersbeck, in dessen sportlicher Vita auch ein kurzer Arbeitsaufenthalt beim CFC vermerkt ist, mit einem Distanzschuss. Dennoch hätte Chemnitz elf Minuten später in Führung gehen müssen. Dennis Grote schickte Myroslav Slavov auf die Reise, doch der schob den Ball knapp am Pfosten vorbei. In der 22. Minute lieferten sich Marcus Hoffmann und Dennis Grote einen Zweikampf mit Sebastian Klaas. Der Osnabrücker kam zu Fall, der Schiedsrichter erkannte auf Foul und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Marcos Alvarez versenkte das Spielgerät zum 1:0 für die Gastgeber. "Damit war unser Plan, unseren Kasten so lange wie möglich sauber zu halten und dafür vielleicht beim VfL für etwas Unruhe zu sorgen, durchkreuzt", sagte CFC-Sportvorstand Steffen Ziffert.

Dann kam es für die Gäste noch dicker. Marcus Hoffmann kugelte sich bei einem Zweikampf die Schulter aus (26.) und wurde durch Laurin von Piechowski ersetzt. Es war den Chemnitzer Akteuren anschließend anzumerken, dass sie diese beiden Ereignisse erst einmal verdauen mussten. Osnabrück forcierte die Angriffsbemühungen, aber dem CFC gelang es, bis zur Pause einen zweiten Treffer zu verhindern.

Alexander Dartsch blieb in der Kabine, ihn ersetzte Fabio Leuten-ecker. Doch grundsätzlich änderte sich auf dem neu verlegten Rasen, der an zahlreichen Stellen an unsachgemäß verlegtes Laminat erinnerte, nichts. Nach 52 Minuten fehlte es einem Kopfball des Ex-Chemnitzers Tim Danneberg noch an der notwendigen Präzision. Doch dann umkurvte Marc Heider (57.) die gegnerischen Verteidiger wie Slalomstangen, drang in den Strafraum ein und ließ Keeper Kevin Tittel keine Chance. Wiederum fünf Minuten später mussten die Chemnitzer den Ball zum dritten Mal aus dem Netz holen. Jules Reimerink konnte völlig unbedrängt zum 3:0 vollenden.

Nun waren die Spieler von David Bergner völlig von der Rolle und nicht ansatzweise in der Lage, das 4:0 durch Danneberg zu verhindern. Den Himmelblauen flog nun alles um die Ohren, denn in der 69. Minute durfte sich Klaas in die Torschützenliste eintragen und zum 5:0 für die Hausherren vollenden. Dass Tom Baumgart in der 79. Minute das 1:5 erzielte, polierte nur die eigene Bilanz des 20-Jährigen auf, denn es war sein dritter Treffer im dritten Spiel. Doch bei diesem Tor von Ergebniskosmetik zu sprechen, wäre fehl am Platz. Dafür war die Wunde zu tief, die der VfL dem Chemnitzer FC zugefügt hatte. Der eingewechselte Kamer Krasniqi verschärfte schließlich die Beschwerden, indem er das halbe Dutzend für die Hausherren vollmachte.

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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Kommentare
2
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 10.02.2018
    17:47 Uhr

    Zeitungss: Wie wäre es denn, wenn dieser armselige Haufen einmal Insolvenz anmeldet, rein personell gesehen.
    Untergegangen ist der CFC nicht erst nach der Pause, sondern schon vor langer langer Zeit. Jeder Arbeitgeber würde diese Truppe schon lange in die Wüste geschickt haben. Mir ist gerade noch eingefallen, der AG ist hier zu einem großen Teil der Steuerzahler, war das nicht so ?????????? Die Fangruppe darf jetzt wieder r.o.l.

    1 0
     
  • 10.02.2018
    10:53 Uhr

    Mabel: Da wäre es an der Zeit, dem CFC alles Gute zum neuen Jahr zu wünschen mit den Worten
    GUTEN RUTSCH

    2 1
     

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