Fans erwartet Parade legendärer MZ-Zweitakter

Das Motorsportjahr 2014 hält eine Premiere bereit. Erstmals gibt es vom 16. bis 18. Mai die ADAC-Sachsenring-Classics.

Hohenstein-Ernstthal.

Für drei Tage wird sich der Sachsenring als das größte deutsche Rennsportmuseum präsentieren. Die ADAC-Sachsenring-Classic steht im Fokus und der veranstaltende sächsische Automobilclub erwartet neben über 500 Startern der Motorrad- und Automobilszene der letzten acht Jahrzehnte auch Tausende von Fans, die sich heute schon auf ein Ereignis im großen Programm freuen können.

So werden rund 30 MZ-RE auf dem Grand-Prix-Kurs und im Fahrerlager zu bestaunen sein. "Leckerbissen sind dabei, und ein Ohrenschmaus wird es ohnehin", weiß einer der Cheforganisatoren, Ex-Rennfahrer Reiner Pommer aus Aue. "Wir wollten wieder einmal die große MZ-Zeit aufleben lassen", bekräftigt Michael Sachse, Sportchef des ADAC Sachsen.

Rund drei Millionen Besucher waren in elf Jahren anlässlich der ersten Auflage der Motorrad-Weltmeisterschaftsläufe an den Sachsenring gepilgert. Von 1961 bis 1972 startete die Weltelite auf dem Kurs und Hohenstein-Ernstthal rückte damit in das Blickfeld rund um den Globus. Im Brennpunkt dieser Zeit standen große Namen berühmter Fahrer, aber das Salz in der Suppe kam oft aus Zschopau mit den damals schnellsten Renn-Zweitaktern der Welt.

Honda, Yamaha und Suzuki hatte man in diesen Jahren erfolgreich den Kampf angesagt. WM-Siege auf dem Sachsenring verbuchte das "Zweitakt-Wunder" aus dem Rennstall um den sächsischen Cheftechniker Walter Kaaden. 1961 war es Ernst Degner (125er), zwei Jahre später gab es den großen Doppelsieg durch den Weltmeister Mike Hailwood vor seinem britischen Landsmann Alan Shepherd. Podiumsplätze erkämpften unter anderen Heinz Rosner, Hans Fischer, Werner Musiol, Günter Bartusch, Dieter Krumpholz, Derek Woodman oder Silvio Grassetti. Zu einem WM-Titel sollte es nicht reichen. Aber der Karl-Marx-Städter Horst Fügner wurde Vizeweltmeister mit der 250-ccm-MZ im Jahr 1958.

An diesem Mai-Wochenende wird ebenfalls dokumentiert, wie die MZ vor dem Jahr 1961 mit Werner Musiol, Gary Hocking oder John Hempleman zu Weltruhm fuhr. Nicht vergessen wird auch die Ära nach der Sachsenring-WM-Zeit, als zum Beispiel Lokalmatador Frank Wendler (250 ccm) mit seinem großen Sieg 1974 in Hohenstein-Ernstthal für Gesprächsstoff sorgte. (ww)

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