Frauen-Slalom abgesagt: Nach dem "Super-Donnerstag" kommt der "Super-Freitag"

Der anhaltend starke Wind in den Bergen um Pyeongchang hat bei den Olympischen Winterspielen für die nächste Absage und für einen weiteren Tag mit zwei Wettbewerben gesorgt. Am Mittwoch konnte auch der Frauen-Slalom mit Topfavoritin Mikaela Shiffrin (USA) in Yongpyong nicht ausgetragen werden. Das Rennen soll am "Super-Freitag" (10.00/13.15 Uhr OZ, 2.00/5.15 Uhr MEZ) stattfinden. Dann ist in Jeongseon auch der Super-G der Männer geplant.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) sieht in den wiederholten Absagen nach wie vor kein Problem. "Es ist genug Zeit übrig", sagte IOC-Sprecher Mark Adams. Wenn der Wind die nächsten 15 Tage weiter blase, wäre das zwar ein Problem ergänzte er. Doch die Wetterprognosen sind günstig, ab Donnerstag sollte der Wind abflauen.

"Der Internationale Skiverband ist an Störungen durch Wind, zu viel oder zu wenig Schnee oder zu viel Regen gewohnt", sagte Adams: "Im Moment sind wir ziemlich zufrieden."

Zuvor waren dem Wind bereits die Männer-Abfahrt am Sonntag und der Frauen-Riesenslalom am Montag zum Opfer gefallen. Beide Rennen mit den deutschen Medaillenkandidaten Thomas Dreßen und Viktoria Rebensburg sollen am "Super-Donnerstag" stattfinden.

"Es war schon besser", sagte Christina Geiger (Oberstdorf) zur Slalom-Absage: "Wenn man eine Windböe abbekommt, hat man keine Chance. Olympia ist nur alle vier Jahre, da will man faire Bedingungen für alle haben." Geiger, Lena Dürr (Germering) und Marina Wallner (Inzell) trainierten stattdessen.

Weitere Absagen wären aus mehreren Gründen problematisch. Zwar gibt es am Montag und Dienstag zwei Tage ohne Wettkämpfe - dort ist aber jeweils ein Abfahrtstraining der Frauen angesetzt. Außerdem steht nach dem Super-G der Männer am Freitag im einzigen Hotel am Fuße der Abfahrtsstrecke von Jeongseon der Bettenwechsel an: die Männer ziehen aus, die Frauen ein.

"Die Abfahrer müssen an dem Tag noch raus und nach Seoul runter, die fliegen am 17. (Samstag) weg, und die Mädels müssen einziehen, weil sie am nächsten Tag schon wieder Super-G haben", sagte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier. Für die Techniker stehen am Sonntag (18. Februar) der Riesenslalom und am Donnerstag (22.) der Slalom an, jeweils in Yongyong.

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