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Davy Frick vor gut einem Jahr im Duell mit dem Magdeburger Tobias Schwede. Die Partie endete 0:0.

Foto: Ralph Köhler

Frick lobt Magdeburg und fordert Mut ein

Der FSV Zwickau hat zwei Ostderbys in fünf Tagen vor der Brust. Mit dem Glauben von Münster, wo der erste Saisonsieg gelang, will die Elf von Torsten Ziegner die Abstiegsränge der Dritten Liga verlassen.

Von Thomas Prenzel
erschienen am 14.09.2017

Zwickau. Der Anfang ist gemacht, nun soll es für den FSV Zwickau weiter nach oben gehen. Doch mit dem 1. FC Magdeburg gastiert morgen, 19 Uhr, ausgerechnet der Tabellenzweite im Zwickauer Stadion. "Wir hatten alle ordentlich nach diesem Sieg gelechzt. Wir wollten nach Abpfiff endlich mal mit einem guten Gefühl in der Kabine sitzen", sagte Trainer Torsten Ziegner rückblickend auf den 2:0-Triumph beim SC Preußen und kündigte selbstbewusst an: "Den Glauben und die Überzeugung, dass wir ambitionierte Teams bezwingen können, wollen wir mit ins Spiel nehmen. Jede Serie reißt einmal. Magdeburg ist nicht unschlagbar."

Der Gegner hat in der Liga nach dem 1:4 zum Auftakt bei Sonnenhof Großaspach alle sechs Partien danach gewonnen. Doch diese Konstellation soll kein Hindernis sein, im sicher hart umkämpften Ostderby zu punkten. Der erste Sieg hat die Stimmungslage leicht entspannt, wie Morris Schröter gestern vor dem Training zugab. Und der Rechtsverteidiger hat auch gleich ein einfaches Rezept auf Lager: "Wenn wir unsere Tugenden in die Waagschale werfen, ist ein Sieg drin", erklärte der ehemalige FCM-Spieler, der seit drei Jahren in Zwickau sein Geld verdient.

Einer, der für die Tugenden Kampfgeist und Leidenschaft in den Zwickauer Reihen steht, ist Davy Frick. Der dienstälteste FSV-Spieler rückte in Münster von der Innenverteidigung wieder ins defensive Mittelfeld und räumte vor der Abwehr gut ab. Dass er bei seiner Entwicklung bis zum Stammspieler der 3. Liga dazugelernt hat, war in der Partie beim SC Preußen sichtbar. Bereits früh in der ersten Halbzeit wurde er verwarnt. In früheren Jahren hätte das Spiel für den oft kompromisslos spielenden Profi mit viel Temperament auch gut und gerne mit einem Platzverweis enden können: "Klar ist das auch ein Lernprozess", sagte Frick mit einem Schmunzeln. "Ich fühle mich im Mittelfeld wohler. Das ist das, was ich gelernt habe", findet er den Wechsel auf die angestammte Position positiv. Und in den Neuzugängen Nico Antonitsch in der Abwehr sowie Offensivmann Bentley Baxter Bahn sieht er auf alle Fälle einen Zugewinn für die Mannschaft: "Sie helfen uns weiter, da bin ich mir sicher."

Trotz der starken Serie des kommenden Gegners glaubt Davy Frick an eine Siegchance: "Wir müssen zu Hause mit Mut spielen und uns etwas zutrauen. Eigentlich ist es egal, ob sie sechsmal in Folge gewonnen haben oder mit vier Niederlagen anreisen. Magdeburg ist so oder so eine starke Mannschaft, die auch zu Recht da oben steht."

Trainer Torsten Ziegner kann bis auf die Langzeitverletzten Alexander Sorge und Christoph Göbel (beide Kreuzbandriss) vermutlich aus dem Vollen schöpfen. Ronny Garbuschewski trainiert seit Wochenbeginn wieder mit der Mannschaft, steht auf der rechten Offensivseite alternativ zur Verfügung. Nur Stürmer Dimitrios Ferfelis plagte sich mit einer dick angeschwollenen kleinen Zehe herum. Sein Einsatz ist offen.

Gegen die körperlich starken Magdeburger braucht Ziegner von jedem seiner Spieler eine 100-prozentige Leistung, um erfolgreich zu sein. "Nur wenn wir physisch mit dem Gegner mithalten, haben wir eine Chance." Ein Pluspunkt könnte die heimische Atmosphäre im zweiten Flutlicht-Heimspiel der Saison nach Erfurt (1:1) werden. Bis gestern mittag waren knapp 6000 Tickets für das Ostderby verkauft, darunter fällt das komplette Kontingent (1419) für die Gästefans. Mit einem Sieg könnten die Westsachsen schon mal über den Strich in die Nichtabstiegszone der Tabelle wandern. Und das wäre sicher der beste Mutmacher für das nächste schwere Ostderby am folgenden Dienstag bei Hansa Rostock.

Der bisher beste Torschütze der Magdeburger, Philip Türpitz, hat gute Erinnerungen an Spiele in Zwickau. Am 13. Mai 2015 gelang ihm im Sachsenpokalfinale mit seinem damaligen Club Chemnitzer FC ein Traumtor aus großer Entfernung zum 2:0-Endstand. Der FSV war damals allerdings Regionalligist, spielte im Sportforum Sojus. Türpitz kommt in Topform. Er hat in dieser Saison bisher fünf Tore vorbereitet und vier Treffer selbst erzielt.

Voraussichtliche Aufstellung des FSV Zwickau: Brinkies - Schröter, Wachsmuth, Antonitsch, Lange - Frick - Bahn, Könnecke, Miatke - Koch (Tekerci), König.

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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