Gewichtheber Max Lang muss auf EM verzichten

Der Gewichtheber vom Chemnitzer AC hat weiter mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Langfristig möchte er ein Ziel nicht gefährden.

Chemnitz.

Beim Spitzenkampf seines Chemnitzer AC (CAC) gegen den SSV Samswegen in der Gewichtheber-Bundesliga vor zwei Wochen konnte Max Lang nur zuschauen. Kurz vorher hatte er sich eine Verletzung im Adduktorenbereich zugezogen. Mit Blick auf die EM, die Ende des Monats in Bukarest stattfindet, wollte der Auswahlakteur nichts riskieren, sprach eher von einer Vorsichtsmaßnahme. Doch auch im Duell gegen den AC Meißen am vergangenen Sonnabend wurde der CAC-Kapitän erneut schmerzlich vermisst.

Denn die Zeit heilte leider nicht die Wunden. "Wir haben die Vorbereitung abgebrochen, es machte keinen Sinn", erklärte der 25-Jährige nunmehr schweren Herzens seinen Verzicht auf das kontinentale Championat. "Leider wieder ein Rückschlag für mich, der mich sehr traurig macht", gab Max Lang Einblicke in seine Gefühlswelt. Bis es zu den Problemen während eines harten Trainingslehrganges mit der Nationalmannschaft in Kienbaum kam, lief es nach seinen Worten planmäßig. Er fühlte sich bestens in Form, die Qualifikationsnorm sollte kein Problem darstellen. "Ich war gut drauf, besser als vor der WM im Herbst", berichtete der Chemnitzer, der am Stützpunkt in Leimen seit Januar von Bundestrainer David Kurch betreut wird. Nachdem er sich bei jener WM nicht wie erhofft steigern konnte und so mit Rang elf unter den Erwartungen blieb, wollte er neu durchstarten. Als Maßstab galt zunächst seine tolle EM im April 2017, bei der er in der Klasse bis 77 kg im Zweikampf beachtlicher Fünfter wurde und mit 156 kg im Reißen einen persönlichen Rekord markierte.

Doch die Verletzung bereitete mehr Schwierigkeiten als gedacht. Nach einigen Tagen Ruhe und Spezialbehandlungen gestaltete sich die erste Übungseinheit vielversprechend. Doch schon einen Tag später kehrten die Schmerzen bei verschiedenen Bewegungen zurück, wurde zudem noch eine Zerrung diagnostiziert. Damit war das Thema EM endgültig erledigt. Nach zwei Wochen Pause, in der er trotzdem Krafttraining absolviert, will Max Lang allmählich wieder einsteigen. Langfristig ist dann bereits alles auf die WM, die im Herbst in Turkmenistan stattfindet, ausgerichtet. Denn bei dieser werden bereits die ersten Qualifikationspunkte für Olympia 2020 vergeben. Nach dem neuen Modus muss jeder Athlet bis zum Topereignis bei sechs internationalen Wettkämpfen antreten. Zudem gibt es pro Gewichtsklasse nur noch einen Starter pro Land.

Wann Max Lang, der die Spiele in Rio nur äußerst knapp verpasst hatte, die nächsten Wettkämpfe bestreitet, ist deshalb unklar. So bleibt auch den Organisatoren des Internationalen Turniers um den Pokal der Blauen Schwerter in Meißen (12. Mai) nur die Hoffnung auf einen Start des bislang einzigen Dreifachsiegers.

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