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Nationalspieler Mats Hummels gibt nach dem Training Autogramme an die Fans.

Foto: Ina Fassbender Bild 1 / 3

Glückliche Kinder in Watutinki: Blick auf deutsche WM-Stars

Joachim Löw und der Fußball-Weltmeister öffnen ausnahmsweise die Türen. Vor rund 500 Fans trainieren die Stars zum ersten Mal nach der Ankunft im WM-Land. Geschenke haben einige Besucher auch mit im Gepäck.

Von Christian Kunz und Klaus Bergmann, dpa
erschienen am 13.06.2018

Watutinki (dpa) - Für Autogramme der Weltmeister und Fotos mit den deutschen Fußball-Stars legten die jungen Fans gerne einen Sprint hin. Nach der öffentlichen ersten Trainingseinheit des Nationalteams in Watutinki erfüllten Manuel Neuer, Mats Hummels und Kollegen noch Wünsche.

Rund 500 gut gelaunte Gäste verfolgten den Aufgalopp des Titelverteidigers südwestlich von Moskau. In den kommenden WM-Tagen wird Bundestrainer Joachim Löw dort wieder hinter einem hohen blauen Zaun im Verborgenen trainieren lassen.

Auch am Mittwoch war die Anlage des Armeeclubs ZSKA Moskau streng bewacht von vielen Polizisten und Soldaten. Nur mit Eintrittskarten kamen die Anhänger auf das Gelände, die Rucksäcke wurden durchsucht.

Nach dem Aufwärmprogramm im extra errichteten Fitnesszelt schwor Löw seine 23 Spieler auf die finale Vorbereitung für den Turnierauftakt am Sonntag gegen Mexiko ein. Bei den Stars war die Vorfreude auf den WM-Start spürbar. Als kleine Geste an die Gastgeber trugen die Profis T-Shirts, auf denen stilisierte Männchen Arm in Arm in den Nationalfarben von Russland und Deutschland zu sehen waren. Dazu stand in kyrillischen Buchstaben: «Die Mannschaft».

Nach Passübungen gingen die Nationalspieler mit viel Elan bei den Trainingsspielchen Acht gegen Acht zur Sache. Der Bundestrainer, der eine Trillerpfeife um den Hals hängen hatte, verfolgte die Einheit höchst aufmerksam. Ein paar schöne Tore bekamen er, die Zuschauer und auch mehr als 150 Medienvertreter aus aller Welt bei einem Kleinfeldturnier zu sehen. Auch die früheren deutschen WM-Teilnehmer Jens Nowotny und Manuel Friedrich schauten interessiert zu.

Über eine besondere Klassenfahrt freuten sich 100 Kindergartenkinder und Schüler der Deutschen Schule Moskau. Das Training im WM-Ausrichterland habe sich die Schule nicht entgehen lassen wollen, sagte Schulleiter Uwe Beck. Die Drei- bis Achtzehnjährigen hatten für ihre Fußball-Idole sogar Geschenke dabei. «Jede Klasse hat eine Matrjoschka gebastelt», sagte der Schulleiter. Der Besuch einer DFB-Delegation in der Schule ist ebenfalls geplant. «Aber ohne Spieler», verriet Beck.

Zum reinen Showtraining ließ Löw die Einheit aber nicht werden. Vier Tage vor dem WM-Ernstfall war viel Zug in den Übungen, auch wenn die Spiele alle unentschieden endeten. Ungläubig schaute Thomas Müller nach einer Abseitsentscheidung zu Co-Trainer Marcus Sorg.

Die von den Verbänden geforderten öffentlichen Trainingseinheiten haben bei der DFB-Auswahl Tradition vor dem Turnierstart. Im Gegensatz zur bitteren Einheit bei der EM in Frankreich vor zwei Jahren, als Antonio Rüdiger einen Kreuzbandriss erlitt und abreisen musste, verletzte sich in Watutinki keiner aus dem WM-Kader.

Rund fünf Autominuten entfernt von ihrem Teamhotel in Watutinki, in dem rund 12.000 Menschen in großen Plattenbauten wohnen, absolviert die DFB-Elf auch in den nächsten Tagen ihre Trainingseinheiten. Dabei wird es außer beim für Medienvertreter öffentlichen Aufwärmen keine Einblicke mehr geben.

 
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