Heber-Asse können Tickets für die WM buchen

Bei den Deutschen Meisterschaften in Speyer starten die Teilnehmer der Region chancenreich. Für einen Akteur ist die Bedeutung besonders hoch.

Chemnitz.

In den vergangenen beiden Jahren hatten die Starter aus den Vereinen der Region bei den Deutschen Meisterschaften jeweils "Heimrecht". Denn Chemnitz war 2015 Austragungsort der Titelkämpfe, Plauen 2016. Dabei konnten sich die Lokalmatadoren mit jeweils mehreren Titeln und Medaillen stets beachtlich aus der Affäre ziehen. Auch wenn die Reise dieses Mal nach Speyer, in den Ort des aktuellen Mannschaftsmeisters geht, sind die Ambitionen nicht geringer. Medaillenchancen sind für alle Akteure durchaus realistisch, wobei sich die starken Junioren (Titel werden gleichzeitig vergeben) durchaus auch im Spitzenfeld der Aktiven behaupten können.

Nationalheber Max Lang steht an der Spitze des Aufgebots. Für den 24-Jährigen geht es dabei um mehr als "nur" um den Sieg. Er möchte auf Anhieb das Ticket für die WM, die Ende November/Anfang Dezember in Anaheim (USA) stattfindet, buchen. "Wir haben jetzt zwei harte Trainingswochen hinter uns. Aber ich fühle mich momentan ganz gut. Die Norm sollte eigentlich kein Problem sein", meinte der Kapitän vom Chemnitzer Bundesligateam. An seine Leistungsgrenzen muss er dabei nicht gehen. "Langfristig ist die Vorbereitung auf die WM gerichtet. Aber ein Deutscher Meistertitel besitzt für mich immer einen hohen Stellenwert", sagt Max Lang, der am Auswahlstützpunkt in Leimen bei Michael Vater trainiert. Er verzichtet deshalb auch auf die möglich Option, eine Kategorie höher anzutreten. Im Gegensatz zu anderen Mitbewerber um einen WM-Startplatz hat er kein Problem, das Körpergewicht in seiner angestammten Klasse bis 77 kg zu halten. Bei den Männern holte sich der Fünfte der EM vom April - damals mit dem persönlichen Rekord von 344 kg im Zweikampf - bislang drei Meistertitel. Dieses Mal kommt ihm erneut die klare Favoritenrolle zu.

Petr Hruby, Trainer am Bundesstützpunkt Chemnitz, schickt mit Pauline Walzak, Kurth Perthel und Julian Pianski drei hoffnungsvolle Athleten ins Rennen. Das Trio nahm in diesem Jahr schon an den internationalen Nachwuchshöhepunkten WM oder EM teil, bestimmt seit Jahren das Niveau in den verschiedenen Altersklassen mit. "Sie wollen sich alle noch einmal stark präsentieren, haben gute Chancen, vorn dabei zu sein", meinte der Coach. Christoph Pichler vom Chemnitzer AC (CAC) gehört nach zwei Jahren Pause, in denen er seine Knieprobleme (Operation) auskurierte, wieder zum Teilnehmerfeld. 2012 und 2014 hatte er sich jeweils Gold gesichert.

Bei den Frauen besitzen Sandra Martin (CAC) als Titelverteidigerin und Nancy Hinkelmann (Atlas Plauen) als Dritte von 2016 erneut Möglichkeiten für Podestplätze in der Klasse bis 48 kg. Die Farben der TSG Rodewisch vertritt Florian Hartenberger. Der 18-Jährige visiert bei seinem Debüt Bestleistungen an. Philip Kudzik vom CAC-Bundesligateam, der seit Sommer auch im Einzel für den CAC startet, musste wegen Rückproblemen indes kurzfristig absagen.

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