Josef Hesse gelingt Comeback

Der Chemnitzer AC wurde in der Gewichtheber-Bundesliga mit einem Sieg in Potsdam seiner Favoritenrolle gerecht. Das Athletenteam Vogtland unterlag beim Tabellenführer, wobei die Punktzahlen paradox klingen.

Potsdam/Berlin.

Normalerweise hat der Chemnitzer AC als eines der stärksten Teams in Deutschland beim AC Potsdam, der erst die zweite Saison der Gewichtheber-Bundesliga angehört, keine Probleme. Sicher stand auch dieses Mal letztendlich mit 628,8:588-Punkte ein Erfolg zu Buche. Doch dieser war gegen einen ehrgeizigen Kontrahenten, der eine eigene Vereinsbestleistung aufstellte, hart erkämpft. Die Sachsen mussten mit Kapitän Max Lang sowie den verletzten Kurt Perthel und Philip Kudzik gleich drei Stammakteure ersetzen. "Aus dieser Sicht verlief es für uns optimal, das Ergebnis liegt über den Erwartungen", lobte CAC-Trainer Andreas Rehwagen sein Team, das sehr souverän auftrat.

Dabei ließen auch die beiden Rückkehrer nichts anbrennen. Josef Hesse, der seinen bis dato letzten Wettkampf Anfang Oktober bestritten und nach knapp verpasster Qualifikation für die U-23-EM erst einmal eine längere Pause eingelegt hatte, schaffte ein starkes Comeback. Mit 115,4 Zählern sorgte er für den Spitzenwert. Dabei schaffte er 124 kg im Reißen und 154 kg im Stoßen. "Ich wusste vorher nicht so genau, wo ich stehe. Ich bin mit diesen Lasten sehr zufrieden, spüre aber auch, dass noch Luft nach oben da ist", meinte der 23-Jährige, der zudem gleich die Kapitänsrolle übernehmen durfte. "Es hat wieder echt Spaß gemacht", fügte der Immobilienkaufmann, der aus Meißen stammt, an. Inzwischen besitzt zwar bei ihm Crossfit Priorität, in diesem Mehrkampf möchte er künftig auch Wettkämpfe bestreiten. Aber das Gewichtheben gehört da zum Programm und ist somit Bestandteil des Trainings. Diesem Metier widmet sich auch die einstige Auswahlakteurin Kathleen Schöppe. Da sie in der Bundesliga weiterhin als Betreuerin fungiert, kehrte auch sie wegen der "Notlage" auf die Bühne zurück und kam auf beachtliche 101 Zähler.

Das Athletenteam Vogtland (ATV; AC Atlas Plauen und TSG Rodewisch) konnte indes beim Berliner TSC in Bestbesetzung antreten. Beim aktuellen Tabellenführer (727) verlor die Mannschaft zwar erwartungsgemäß, doch mit 642 Punkten erreichte sie ein besseres Resultat als der CAC. Natürlich hinkt dieser Fernvergleich, aber die Kontrahenten auf Augenhöhe, gegen die verloren wurde, lagen gleichfalls dahinter. "Das ist schon schade. Die Truppe zeigte das, was drin ist, präsentierte sich sehr gut", berichtete Teamchef Bernd Schmiedel, der nun hofft, dass im nächsten Duell gegen Eibau der erste Saisonsieg gelingt.

Ein Sonderlob verteilte er dabei an die Tschechin Eliska Pudivitrova, die sich mit ihrem Freund Petr Petrov (Höchstwert des gesamten Vergleiches: 146) auf die EM vorbereitet und so viele Zähler (109) wie noch nie für die Vogtländer erreichte. Das Duo bestreitet die zweite Saison für den ATV.

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