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Damit die Tradition auch wirklich niemals stirbt, muss beim CFC aufgeräumt werden. Die neue Vereinführung arbeitet derzeit daran.

Foto: imago stock

CFC-Führung will Vertrauen der Fans und Sponsoren zurück

Mit mehr Transparenz und neuen Mitarbeitern wollen die Verantwortlichen die Zukunft des Clubs sichern. Doch nicht all ihre Ideen stoßen auf Gegenliebe. Und ob es ein erfolgreiches Ende gibt, liegt ohnehin nicht mehr in ihrer Hand.

Von Thomas Reibetanz
erschienen am 13.06.2018

Verprellte Sponsoren, wütende Fans nach einer chaotischen Mitgliederversammlung, sportlicher Abstieg, Insolvenz-Antrag - die neue Leitung des Chemnitzer FC steht vor einem großen Berg schwerer Aufgaben. Um den zu bewältigen, braucht es viel Unterstützung. Verschiedene Maßnahmen sollen das verloren gegangene Vertrauen wichtiger Geldgeber und der Fans zurückbringen. "Freie Presse" nennt einige Ideen.

Sponsoren: Bislang kümmerte sich die Firma Infront um die Vermarktung des CFC und um die Sponsorenbetreuung. Insolvenzverwalter Klaus Siemon will den Vertrag mit Infront nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens kündigen. Unter anderem, weil sich viele langjährige Sponsoren über den Umgang der Infront-Mitarbeiter mit ihnen geärgert haben. Der CFC will die Betreuung der Unterstützer nun selbst in die Hand nehmen. Dafür wurde ein Vertriebsteam Marketing/Sponsoren gegründet. Neben den Vorstandsmitgliedern Andreas Georgi, Thomas Uhlig und Thomas Sobotzik gehören Sören Uhle (Geschäftsführer Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft), Michael Neumann (CFC-Förderverein für Jugend, Sport und Soziales), Torsten Kummer (Versicherungsvertreter), Jürgen Rotter (Vorsitzender CFC-Ehrenrat) und Michael Kompalla (Vertriebsmitarbeiter und ehemaliger CFC-Spieler) zum Team. "Ab nächster Woche werden wir bei potenziellen Sponsoren anklopfen", sagt Torsten Kummer. "Wir sind alle ehrenamtlich tätig und wollen uns als Fans des Vereins präsentieren - nicht als Mitarbeiter einer Firma." Ohne Sponsoren sei es unmöglich, den Etat für die nächste Spielzeit aufzustellen, sagte CFC-Präsident Andreas Georgi. "Den Etat brauchen wir, um bei der Gläubigerversammlung die Chance zu haben, dass der Verein nicht aufgelöst wird."

Mitglieder: Mehr Transparenz hatte CFC-Chef Andreas Georgi angekündigt. Das wurde Anfang der Woche umgesetzt, als der Entwurf der überarbeiteten Vereinssatzung vorgestellt wurde. Mehr als 100 Mitglieder waren der Einladung gefolgt und diskutierten über zwei Stunden mit den Verantwortlichen. Eine der Änderungen in der neuen Satzung, an der es auch Kritik gab: Statt einem soll es zwei hauptamtliche Mitglieder im Vorstand geben. "Anders ist die Arbeit nicht zu stemmen", sagte CFC-Chef Georgi. Von den Mitgliedern gab es dafür - und für das Anberaumen der Diskussionsrunde im Allgemeinen - Applaus. Die neue Satzung soll bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Spätsommer beschlossen werden.

Stadion: Die Stadt plant, den Pachtvertrag mit dem CFC aufzulösen. Dazu und zum Vorschlag des Rapid-Chemnitz-Präsidenten Christian Scharf, der CFC könne auch in seinem Stadion spielen, sagte Georgi: "Ich kenne Herrn Scharf gut und weiß, dass das ironisch gemeint war. Wir werden auch in der Regionalliga zu viele Fans im Stadion haben, um in Kappel zu spielen. Und wir brauchen die Werbemöglichkeiten im Stadion an der Gellertstraße, damit der Verein überleben kann. Es ist also eine gute Entscheidung, dass der Pachtvertrag aufgelöst wird und wir uns nur noch einmieten."

 
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CFC-Führung will Vertrauen der Fans und Sponsoren zurück
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