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Die Lettin Rebeka Koha kommt als frischgekürte Europameisterin zum Bundesligavergleich gegen Schwedt.

Foto: Oliver Orgs

Junge Lettin hat EM-Gold im Gepäck

Der Chemnitzer AC bestreitet morgen gegen Schwedt seinen letzten Heimkampf der Saison in der Gewichtheber-Bundesliga. Trotz prominenter Verstärkung wird das anvisierte Ziel wohl verfehlt.

Von Martina Martin
erschienen am 06.04.2018

Als Rebeka Koha bei den Europameisterschaften vor wenigen Tagen in Bukarest an den Start ging, fieberten auch die Heber und Fans des Chemnitzer Athletenclubs (CAC) mit. Denn die junge Lettin gehört die zweite Saison als Gaststarterin zum Bundesligateam. Und alle kamen während ihres Wettkampfes aus dem Staunen nicht heraus, sprachen danach voller Hochachtung über die Auftritte der erst 19-Jährigen. Sie meisterte diese internationale Bewährungsprobe mit Bravour, gehörte zu den überragenden Teilnehmerinnen des kontinentalen Championats. Die Juniorenweltmeisterin gewann in ihrer Kategorie bis 58 Kilogramm im Zweikampf sowie in den Teildisziplinen Reißen und Stoßen jeweils Gold, wobei ihr sechs blitzsaubere Versuche gelangen. Zudem düpierte sie ihre Kontrahentinnen klar, brachte insgesamt 29 kg mehr zur Hochstrecke als die zweitplatzierte Athletin.

"Rebeka zeigte einen Superwettkampf, dieser Vorsprung ist eine andere Welt", geriet auch Andreas Rehwagen, Trainer des CAC-Teams, ins Schwärmen. Umso mehr freut es ihn, dass sie auch nach diesem Triumph bei ihrer Zusage blieb und morgen auf der Bühne im Haus des Gastes Reichenbrand an die Hantel geht. "Es war zwar langfristig ausgemacht. Trotzdem ist es keine Selbstverständlichkeit, dass sie sich so kurz nach diesem Erfolg nochmal einem Wettkampf stellt", fügte er hinzu. Die Letten sind zuverlässige Partner, auch Ritvars Suharevs, der bei der EM Bronze holte, verstärkt gleichfalls wieder das Team.

Der Fokus lag ursprünglich deshalb auf diesem Duell gegen den TSV Schwedt, weil der Einzug ins Finale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft perfekt gemacht werden sollte. Doch dieses Vorhaben ist inzwischen leider in weite Ferne gerückt, die Chancen sind auf ein Minimum gesunken. Als Sieger der Staffel B steht der SSV Samswegen, gegen den es im direkten Vergleich leider eine knappe 1:2-Niederlage gab, fest. Neben dem Gewinner der anderen Vorrunde, dem Titelverteidiger AV Speyer, darf noch das besten zweitplatzierte Team in den Endkampf einziehen. Dafür werden die drei besten Resultate zusammengezählt. Im Fernduell mit dem SV Obrigheim müsste der CAC nun 100 Punkte mehr erzielen. Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, ist dies unmöglich. Zum Aufgebot der Pfälzer gehören mit dem frischgekürten Europameister Nico Müller und dem EM-Fünften Matthäus Hofmann sowie einem Spanier allein drei starke Auswahlakteure.

"Obrigheim wird sich keine Blöße geben", ist sich Andreas Rehwagen sicher. Erneut muss er auf Kapitän Max Lang verzichten, der noch seine Adduktorenverletzung auskuriert. Gemeinsam mit den beiden Letten wollen Philip Kudzik, Julian Pianski, Josef Hesse und Hendrik Wetzel alles versuchen, um zum Saisonabschluss ein bestmögliches Ergebnis zu erreichen. Der Vergleich beginnt um 17 Uhr.

 
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