Sportschütze gewinnt elf deutsche Meistertitel

Tilmann Keith avanciert zum erfolgreichsten Starter der Seniorenklasse

Er hat seine Extraklasse wieder einmal unter Beweis gestellt: Tilmann Keith, der dem Schützenverein Burgstädt sowie dem Schützenverein "Karl May" Chemnitz angehört, ist mit elf Goldmedaillen sowie siebenmal Silber und dreimal Bronze von den Deutschen Meisterschaften im Sportschießen zurückgekehrt. Damit avancierte der 58-Jährige erneut zum erfolgreichsten Starter der Seniorenklasse. An dem Wettbewerb im baden-württembergischen Philippsburg hatten sich insgesamt fast 2000 Schützen beteiligt, die an sieben Tagen knapp 13.000 Starts in den verschiedenen Disziplinen absolvierten.

Tilmann Keith hätte noch mehr Medaillen scheffeln können, aus zeitlichen Gründen musste er aber einige Disziplinen bei den Titelkämpfen weglassen. "Ich habe dennoch 26 Starts absolviert. Es war eine Herausforderung, dieses Programm innerhalb von drei Tagen zu bestreiten und dabei möglichst Höchstleistungen zu bringen", berichtete der 58-jährige Notar, der sich im Erziehungsurlaub befindet. Hinzu kamen technische Probleme, die ausgerechnet bei seiner Lieblingswaffe auftraten. "Die sonst sehr zuverlässige Kleinkaliberpistole produzierte beim Wettkampf eine Ladehemmung, was jede Hoffnung auf ein gutes Ergebnis zunichte machte", sagte Keith.

Dass die Witterung Einfluss auf das Wettkampfgeschehen nehmen kann, bekam der routinierte Sportschütze beim sogenannten Fallplattenschießen mit der Büchse zu spüren. Kurz vor Beginn habe es so stark geregnet, dass die Ziele hinter dem üblicherweise verwendeten Reflexvisier mit Leuchtpunkt nicht mehr erkennbar waren. "Innerhalb der Vorbereitungszeit von drei Minuten habe ich die Zieleinrichtung komplett umgebaut und ein Zielfernrohr verwendet", erklärte Keith. Trotz der ungewohnten Konstellation habe er in dieser Disziplin Silber gewonnen, so der gebürtige Nordrhein-Westfale, der 1991 nach seiner Ausbildung in Bayern nach Chemnitz kam.

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