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Tobias Hörig (grünes Trikot) gehörte gegen Jahnsdorf zu den besten Bermsgrünern. Die Eintracht musste sich mit einem 1:1 begnügen.

Foto: Carsten Wagner

Aufsteiger bringt Tabellenführer die erste Saisonniederlage bei

Der SV Auerhammer hat am Sonntag im Topspiel der Fußball-Erzgebirgsliga den VfB Annaberg besiegt und sitzt damit nun den Kreisstädtern direkt im Nacken. Bermsgrün und Schwarzenberg holten je einen Zähler.

Von Unseren Mitarbeitern
erschienen am 14.11.2017

Aue/Schwarzenberg. Das ist beeindruckend: Der SV Auerhammer hat am Sonntag in der Fußball-Erzgebirgsliga auch Spitzenreiter VfB Annaberg gezeigt, wo der Hammer hängt. Im Topspiel bezwang der gastgebende Aufsteiger die Kreisstädter 2:0 (1:0), brachte damit dem Tabellenführer die erste Saisonniederlage bei und schob sich selbst mit nur noch einem Punkt Rückstand auf den VfB auf Platz 2 nach vorn.

Gut 100 Zuschauer sahen am Floßgraben ein spannendes und abwechslungsreiches Duell, in dem zwar der kämpferische Aspekt überwog, aber auch spielerisch einiges geboten wurde. Beide Teams ließen sich zunächst wenig Raum. In der 26. Minute jedoch verlängerte SVA-Kapitän Jan Schmutzler einen Einwurf per Seitfallzieher vors VfB-Tor, wo Toni Colditz sofort ins lange Eck zum 1:0 einschoss. Mit diesem Resultat ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel hatte Auerhammer zwei große Chancen. Erst tanzte der Ball bei einer Ecke von Colditz auf der Latte (49.), dann entschärfte ein Abwehrspieler auf der Torlinie einen tollen Schuss von Nils Günther (51.). Ein Doppelwechsel (54.) war dann das Signal zur Attacke bei den Gästen, die auch sofort zu zwei Möglichkeiten kamen. Es begann die entscheidende Phase. Die SVA-Abwehr rückte in den Mittelpunkt und präsentierte sich stark. Oldie Jens Schneider, erst eine Stunde vor dem Anpfiff wegen des kurzfristigen Ausfalls beider Stammtorhüter nachnominiert, reihte sich mit einer hervorragenden Leistung ein. Da die Einheimischen ihre Konterchancen versiebten, stand die Partie bis in die 89. Minute auf des Messers Schneide. Dann lief wieder ein Konter, diesmal über Kristian Waltschew, der erst auf Kosten eines Strafstoßes gebremst werden konnte. Nils Günther sorgte vom Punkt für die Entscheidung.

Auerhammer: Schneider; Reinhold, Tobias Bochmann, Jost, Menzer, Schmutzler, Polu- sik, Leistner (65. Nguyen Hoang), Eber- lein (71. Waltschew), Colditz (88. Dehne), Günther. (gfre)

Der SV Eintracht Bermsgrün ist daheim gegen den Zwölften aus Jahnsdorf nicht über ein 1:1 (1:1) hinausgekommen und nun Achter. Dabei gingen die Gastgeber gleich mit ihrer ersten Chance in Führung: Nach einem Kopfball von Peter Opitz an die Latte schaltete Martin Jenschek am schnellsten (14.). Drei Minuten später scheiterte Marcel Franke per Seitfallzieher am TSV-Keeper. Das 1:1 resultierte aus einem Pass in die Schnittstelle der SVE-Innenverteidigung: Ali Reza Jahanbini überwand Keeper Sören Grenz mit platziertem Flachschuss (19.). Das stärkte Jahnsdorfs defensive Ausrichtung, mit der sich die Eintracht auf rutschigem Rasen schwertat. Dennoch gab es Gelegenheiten. Als Tobias Hörig den Ball Richtung Gäste-Tor hob, kam der Schlussmann mit den Fingern ran. Hörig wurde bei der Aktion hart angegangen, der Strafstoßpfiff blieb aus (40.).

Nach der Pause hatten die Gäste noch zwei Flachschüsse zu bieten, doch ab der 60. Minute agierten fast nur noch die Bermsgrüner. Doch weder beim Schuss von Tobias Hörig (60.) noch beim Kopfball von Opitz (64.) oder einer anderen verheißungsvollen Szene ließ sich die massive TSV-Deckung knacken.

Bermsgrün: Grenz; Schramm, Schlegel, Strauß, Engl, Jenschek (77. Süß), Richter, Franke, Tom Hörig (63. Hudalla), Tobias Hörig, Opitz (80. Veith). (hür)

Ein weiteres und noch dazu torloses Remis steht für den FSV Blau-Weiß Schwarzenberg nach dem Heimspiel gegen den SV Tirol Dittmannsdorf/Witzschdorf zu Buche. Das 0:0 wertet Coach Reik Tautenhahn aber als gewonnenen Punkt. "Wir haben nach wie vor arge Personalnot. Gegen den Tabellenzweiten war das eine ordentliche Leistung, aus der man viel Positives ziehen kann", so Tautenhahn.

Die Platzbesitzer fanden gut ins Spiel. Chancen hatten unter anderem Kaltrim Rama und Franz Klinghammer, der nur den Pfosten traf. "Defensiv standen wir gut. Das hat gepasst." So ging es mit einem 0:0 in die Pause. Danach erlangte Schwarzenberg ein Übergewicht. "Wir waren das aktivere Team." Philipp Rumberger vergab per Kopf, Frank Mußmacher konnte einen Alleingang nicht nutzen. Auch eine Überzahl brachte den Blau-Weißen nicht den Sieg. In der 75. Minute musste ein Tiroler nach einem Foul mit Rot vom Platz. Rama vergab frei aus acht Metern. "Uns fehlt entweder die Kaltschnäuzigkeit oder das Glück." So sei es am Ende ein leistungsgerechtes Remis gewesen.

Schwarzenberg: Bunde; Rumberger, Viertel, Gläser, Klinghammer (58. Mußmacher), Schönrock, Beck, Reh, Lissel (76. Tra-ore), Herzig, Rama. (ane)

 
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