Erzgebirgsschützen begehen Jubiläum

Auf 25 Jahre Bestehen darf der Erzgebirgische Schützenbund blicken. An den Greifensteinen ist das jetzt gefeiert worden. Aber nicht nur das.

Ehrenfriedersdorf.

Das Berghotel an den Greifensteinen hat den würdigen Rahmen für den erzgebirgischen Kreisschützenball 2017 geboten. "125 Leute aus 19 Vereinen waren da", sagte Kreisschützenmeister Frank Wachter. Er kann in der Organisation, die er leitet und die es seit 25 Jahren gibt, derzeit auf 38 Vereine mit insgesamt 1398 Mitgliedern verweisen. Darunter auch die knapp 30 Bogenschützen, die in Schlettau und Geyer aktiv sind.

Die Besten unter ihnen, zumindest was das sportliche Schießen betrifft, erhielten ihre Ehrungen für die Einzel- und Mannschaftswett-bewerbe in der zu Ende gehenden Saison. Zudem bekam Peter Schneider vom SV Pöhla für sein unermüdliches Wirken das silberne Verdienstkreuz der Erzgebirgsschützen. "Er ist einfach immer da, egal wo und wann er gebraucht wird", begründete es Wachter, der auch an die Höhepunkte erinnerte, die schon einige Zeit zurückliegen. Etwa an Sportler, die bei nationalen Titelkämpfen Medaillen errangen, Eric Kreßner aus Zschopau beispielsweise sowie die Schlettauer Paul Fischer und Johanna Lorenz. In diesem Zusammenhang lobte der Kreisschützenmeister auch die Arbeit am Talentestützpunkt, die Früchte trägt.

Organisatorisch gab es auch viel zu leisten. 2008 wurden Erzgebirgischer Schützenbund und Sportschützenkreis 2 zusammengeführt, nachdem sie ab 1992 in unterschiedlichen Vereinen gearbeitet hatten. "Wir legen weiter Wert auf Dinge, die uns wichtig sind. Den Sport mit Gewehren und Pistolen, Königsschießen, Schützenbälle und -feste, das Organisieren überregionaler Veranstaltungen. Der Nachwuchs-arbeit verschreiben wir uns ebenso engagiert", versichert Wachter.


Der Schützenkönig

Heiko Grießbach greift seit 1992 zu den Waffen. Jetzt ist er Schützenkönig. Thomas Schmidt hat mit dem 49-Jährigen vom PJC Grünhain gesprochen.

Glückwunsch, Herr Grießbach! Haben Sie erstmals ins Schwarze getroffen?

Nein, sicher nicht. Aber da es im Kampf um den Titel Schützenkönig nur einen Versuch gibt, gehört natürlich etwas Glück dazu.

Inwiefern?

Weil der eine Schuss sitzen muss. Erschwert wird dies dadurch, dass alle nicht mit ihrem eigenen, sondern mit einem gestellten Gewehr schießen müssen. Alle mit der gleichen Waffe.

Wie sah es mit Konkurrenz aus?

Es gab diesmal 47 Teilnehmer, vier davon haben die Zehn getroffen. Laut Jury war mein Treffer aber der, der dem Zentrum am nächsten lag.

Haben Sie schon oft probiert, Schützenkönig zu werden?

Oh ja. Seit 1998 bin ich jedes Jahr dabei. Es ist aber das erste Mal, dass ich einen Volltreffer gelandet habe.

Sie werden als sehr engagiert beschrieben, obwohl Sie als Monteur und Fußbodenleger eine eigene Firma betreiben. Was machen Sie denn alles so fürs Sportschießen?

Ich wohne in Brünlos, bin aber Übungsleiter und Sportwart im PJC Grünhain, zudem Sportleiter im Erzgebirgsschützenbund und auch Kampfrichter. Mein Sohn Yannic, der schon an deutschen Meisterschaften teilnehmen durfte, braucht mich auch ab und an. Da kommen schon einige Stunden zusammen. Ehefrau und Tochter halten uns den Rücken frei.

Und wo liegen Ihre Spezialitäten und Ihre größten Erfolge?

Ich schieße am liebsten mit Klein- kaliber-Langwaffen, habe es bis zum Kreismeister gebracht und durfte oft an Landestitelkämpfen teilnehmen.


Schlaglichter aus dem Erzgebirgischen Schützenbund

1992: Gründung der Erzgebirgischen Schützengesellschaft, Vorsitzender Hans-Peter Petrick aus Marienberg.

2008: Beschluss zur Verschmelzung des Erzgebirgischen Schützenbunds mit dem Sportschützenkreis 2.

Die Vereine Zschopau (2009, 2015) und KPSGi Geyer (2017) richten Landesschützentreffen aus.

Norbert Kaaden (Zschopau, 2016) und Jens Wurzinger (Oelsnitz, 2009, 2014 und 2015) sowie Ute Raguschke- Meyer (Geyer, 2010) werden Schützenkönige von Sachsen.

Paul Fischer (Schlettau) wird 2014 deutscher Meister mit der Schnellfeuerpistole. Nationale Medaillen gewinnen zudem Ulrike Wagner, Marcel Mlinzk, Andreas Müller, Marin Rottloff (alle E"dorf, Bogen), Johanna Lorenz und Agnes Völker (beide Schlettau) sowie Eric Kreßner aus Zschopau.

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