Gelenau wird Hochburg der 1:12er

Festspiele in Ingolstadt, supertolles Wochenende. Die Modellautosportler aus dem Erzgebirge kehren mit Erfolgen heim, die kaum zu toppen sind.

Gelenau.

Mit einem Paukenschlag ist die deutsche Meisterschaft für die Gelenauer Piloten mit ihren funkferngesteuerten Automodellen zu Ende gegangen. "Es waren Festspiele", so TSV-Vorsitzender Uwe Sieber nach den Rennen in Ingolstadt.

Für die Autosportler, die mit Modellen des Maßstabs 1:12 antraten, gab es zwei Titel. "Erst stand Moritz Hilbert in der Klasse Stock schon nach zwei von drei Finalläufen als deutscher Meister fest, zehn Minuten später legte Daniel Sieber in der Königsklasse Modified nach. Zwei Titelgewinne innerhalb von 20 Minuten - unglaublich", so der Vereinschef begeistert.

Bevor gefeiert werden konnte, gab es in Bayern aber aufregende Stunden zu überstehen. "71 Fahrer hatten sich in die Startlisten der drei Klassen eingetragen. Von uns waren es Moritz Hilbert, Torsten Müller, Dirk Bräuer und ich in der Klasse Stock, Daniel Sieber in der Kategorie Modified sowie Frank Hiller, der in der Gastklasse GT 15. wurde", erklärte Uwe Sieber. Alle sind offenbar top vorbereitet und hochmotiviert in den Wettbewerb gegangen. "In den drei Trainingsdurchgängen lief es bei Moritz noch recht schleppend, Torsten und Dirk hingegen waren schon sehr gut unterwegs. Auch bei Daniel lief es von Anfang an rund", berichtet Sieber, der dann mit Freude registrierte, dass sich in den Vorläufen alle Sportler weiter steigern konnten.

Die Gelenauer hatten auch am Sonntag alles bestens im Griff. "Moritz und Daniel standen auf Pole, Torsten lag als Fünfter in Lauerstellung", sagte der TSV-Chef. Als es in die Finals ging, hielten bei den Erzgebirgern die Nerven. "Moritz machte im ersten Lauf einige kleine Fehler, lag vor der letzten Runde auf Rang 2. Dann hatte er Glück, weil der Führende beim Überrunden böse abgeräumt wurde, was Torsten zudem zu Platz 3 verhalf. Im zweiten Finale fuhr unser Hormersdorfer aber total überragend, landete einen Start-Ziel-Sieg und stand danach als Meister fest", so Sieber, der Müller zusätzlich auf Rang 3 preschen sah. Im dritten Lauf machten die vor ihm Liegenden alle Fehler, sodass für den TSV zusätzlich noch der dritte Platz in der Gesamtwertung dieser Klasse heraussprang. Bräuer als 12. und Uwe Sieber als 22. komplettierten das Abschneiden.

Bei Daniel Sieber lief es blendend. Zwar hatte er im ersten A-Finale ein Reifenproblem und zudem einen kleinen Patzer, trotzdem gewann er deutlich. "Noch klarer beherrschte er die Konkurrenz im zweiten Finallauf. Fehlerfrei, überragend, souverän", schwärmte der Vater. "Ein unglaublicher Erfolg. Wir sind derzeit die 1:12er-Hochburg in Deutschland. Es gab sogar Anfragen, ob in Gelenau Wohnungen frei sind, weil wir solch tolle Trainingsbedingungen haben."

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...