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Die Auer Nachwuchstrainer Peter Schüller und Michael Hilbig (von links) betreuten die Station Standweitsprung. An der ist gerade C-Jugend-Handballer Robin Fischer in Aktion - beobachtet unter anderem von den Zweitliga-Spielern Eric Meinhardt (4. von links) und Jan Faith (hinten).

Foto: Ralf Wendland

Gemeinsamer Test stachelt Ehrgeiz noch zusätzlich an

Erstmals haben sich am Mittwoch Auer Handballer einer ganz speziellen Art von Leistungsüberprüfung unterzogen. Morgen läuft das Zweitliga-Team des EHV in Pilsen zu einem Vorbereitungsspiel auf.

Von Kjell Riedel
erschienen am 12.01.2018

Lößnitz/Pilsen. Über den Jahreswechsel haben die Zweitliga-Handballer des EHV Aue mal durchge- atmet, nun nimmt die Vorbereitung auf den zweiten Teil der Saison so langsam Fahrt auf. Am Montag war Trainingsauftakt, morgen steht in Plzeò/Pilsen das erste Testspiel auf dem Programm. Den ersten Höhepunkt gab es aber bereits am Mittwoch. In der Lößnitzer Erzgebirgshalle unterzogen sich die Auer einem Leistungstest nach Standards des Deutschen Handballbunds. Das Besondere daran: Auf dem Parkett tummelten sich Aktive von der C-Jugend bis zu den Männern.

In altersübergreifenden und positionsbezogenen Gruppen mussten sie an sechs Stationen ihr Können zeigen. Zum Beispiel im Standweitsprung, im 20-Meter-Sprint und im Schlagwurf aus dem Stand. Die Resultate wurden erfasst. So hatten die Aktiven nicht nur den direkten Vergleich in ihrer jeweiligen Gruppe, sondern es ergibt sich ein Gesamtleistungsbild für die einzelnen Altersgruppen und Mannschaften der SG Nickelhütte Aue und des EHV Aue.

Und jede Menge Spaß hatten jüngere und etwas ältere Handballer an der gemeinsamen Aktion auch noch. Denn bei allem offensicht- lichen Ehrgeiz war die Stimmung unter den Beteiligten in der Halle richtig gut. Was nicht zuletzt daran lag, dass sich die Zweitliga-Männer für die Jungs als echte Trainingspartner präsentierten. "Einfach cool", fand daher Philipp Gebhardt den Abend. "Weil wir auch mal die Werte von den Großen sehen können. Das motiviert natürlich", ergänzte der 13-Jährige aus der C-Jugend der SGN. An der Station, an der in einem exakt vorgegebenen Rhythmus Liegestütze technisch korrekt ausgeführt werden mussten, sei er sogar besser gewesen als einer der Großen, berichtete der Lößnitzer stolz.

"Ja, der Ehrgeiz ist bei allen da. Das passt", sagte Stephan Swat. Der Trainer der Auer Zweitliga-Handballer betreute selbst eine Station und fand das Ganze ebenso eine rundum gelungene Sache wie der neue Präsident der SG Nickelhütte Aue, Clemens Kurzweg. "Vor allem die direkten Vergleiche auf den Positionen sorgen noch einmal für einen besonderen Reiz", erklärte Swat. "Und dass sich unsere Talente mit Zweitliga-Spielern messen können", so Kurzweg. Besonders beliebt war dabei der Wurftest mit Geschwindigkeitsmessung. Da kam allerdings keiner an Janar Mägi ran. Der Mann aus dem Rückraum des EHV knackte mit 102 Kilometern pro Stunde als Einziger die magische 100er-Marke.

Benas Petreikis war froh, dass er überhaupt dabei sein konnte. "Es ist schön, wieder mit der Mannschaft zu trainieren", sagte der Litauer, der sich schon kurz nach seinem Wechsel ins Erzgebirge einen Syndesmosebandriss zugezogen hatte. Die Heilung verlaufe gut, er dürfe nur noch keine Zweikämpfe bestreiten. In zwei Wochen will Petreikis dann voll einsteigen.

Bei diesem sportlichen und dem Zusammenhalt unter Aues Handballern sicher sehr dienlichen Abend sowie dem Erfassen des aktuellen Leistungsstands soll es nun aber nicht bleiben. Nach der gelungenen Premiere ist laut SGN-Jugendkoordinator Jens Denecke geplant, die spezielle Leistungsüberprüfung in einem halbjährlichen Rhythmus zu wiederholen, um die Entwicklung im Auge zu behalten.

Auf die Zweitliga-Männer wartet der nächste Härtetest - wie eingangs erwähnt - schon morgen, 16.45 Uhr im Nachbarland. "Pilsen ist das tschechische Topteam und für uns stets ein beliebter Vorbereitungsgegner. Da geht es gleich richtig zur Sache", blickt Trainer Swat voraus. Nach der Partie übernachten die Erzgebirger jenseits der Grenze. "Es gibt einen Mannschaftsabend, und wir wollen im Fernsehen ein bisschen Handball-WM schauen."

 
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