Johann'städter sind doppelt erfolgreich

Für den Wintersportverein Johanngeorgenstadt ist der vergangene Samstag sehr aufregend gewesen. Die Mitglieder standen beim Sachsenpokal als Ausrichter und Sportler im Fokus.

Johanngeorgenstadt.

Es lief alles sehr schnell. Der SSV Geyer musste aufgrund des Schneemangels als Ausrichter eines Wettkampfs im Sachsenpokal Skisprung/Nordische Kombination passen. Der WSV 08 Johanngeorgenstadt ist eingesprungen. Und so gingen am Samstagvormittag zirka 90 Sportler ab Altersklasse 8 über die Bakken der Johanngeorgenstädter Schanzen und am Mittag mehr als 60 zum Kombinationslauf in die Loipe.

"Alles in allem kam uns der Sachsenpokal sehr gelegen", sagt Wettkampfleiter Steffen Bias: "Wir konnten so noch einmal testen, ob unsere Abläufe stimmen." Denn schon am kommenden Wochenende ist der WSV Gastgeber für Wettbewerbe in der Serie um den Deutschen Schülercup. "Das ist für uns als Ausrichter ein ganz wichtiger Wettkampf", erklärt Bias und macht damit klar, dass der WSV als Ausrichter dabei wieder um gute Noten von den Aktiven kämpft.

Auch für Lokalmatador Georg Neubert war die Tatsache, dass sein Heimatverein den Sachsenpokal am Samstag ausgerichtet hat, eine glückliche Fügung: "Das ist richtig cool. Das war für mich die Generalprobe für den Schülercup", sagte er. Aber wie das bei einer Generalprobe so ist, entdeckte er durchaus Steigerungsmöglichkeiten: "Beim Springen heute Vormittag war es noch nicht das Gelbe vom Ei", ging der Junge kritisch mit sich ins Gericht.

Auch die Fehleranalyse übernahm er gleich selbst. "Ich hatte beim Übergang vom Sprung zum Flug meine Probleme. Ich bin da zu aufrecht mit dem Oberkörper", sagt Georg, der in der Nordischen Kombination Bronze holte.

Nach dem Wettkampf stand er für den Sportblock des MDR Sachsenspiegels vor der Kamera und beantwortete die Fragen von Moderatorin Almut Rudel. Der MDR war in Johanngeorgenstadt zu Gast, weil zeitgleich in Südkorea der Skispringer Richard Freitag, der in Johanngeorgenstadt seine leistungssportliche Karriere begann, erstmals um eine Podestplatzierung kämpfte. Im Loipenhaus verfolgten nach dem Wettkampf die Mitglieder per Public Viewing den zweiten Wertungssprung.

Doch zurück zum Sachsenpokal: Für die Organisation des Wettkampfes fand Nachwuchstalent Neubert viele lobende Worte: "Die Schanze war top präpariert. Vor allem die Spur", sagt Georg und fügt völlig überzeugt hinzu: "Das grenzt schon an Weltcupbedingungen."

Steffen Bias weiß, dass die WSV-Mitglieder, deren Einsatz auch an den kommenden Wochenenden gefragt ist, ganze Arbeit geleistet haben. "Da müssen wir schon ein bisschen aufpassen, denn das geht ganz schön an die Kräfte, und gerade zu Saisonende ist bei dem einen oder anderen auch mal die Luft raus", sagt er. Doch diesmal spielte dem WSV sogar das Wetter in die Karten. "Durch die niedrigen Temperaturen konnten wir noch einmal Schnee schießen und die Eisspur auf der Jugendschanze bauen."

Von der Jugendschanze springt Leon Mättig zwar noch nicht, aber auch er machte als Lokalmatador seinen Verein stolz. Der Neunjährige schaffte in der Nordischen Kombination den Sprung aufs Treppchen. "Es war zwar sehr glatt, vor allem in den Kurven musste ich aufpassen, aber der Lauf liegt mir sogar mehr als der Sprung." Es sei für ihn ein Vorteil, in Johanngeorgenstadt zu springen und zu laufen. "Ich kenne ja die Schanze und auch die Strecke sehr gut", so Leon. Seine Eltern waren nach dem Wettkampf sehr stolz.

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