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Tom Klöpping (l.), der zum Song "Rama lama ding dong" einmarschierte, und Vater Ingo Klöpping standen zufällig gemeinsam auf der Bühne. Während der Junior gewann, scheiterte der Senior im Viertelfinale mit 2:3 an Benito Söldner aus Geyer.

Foto: Thomas Fritzsch

Junger Wiesaer düpiert die Konkurrenz

Mit der Ortsmeisterschaft haben die Crottendorfer Dartsspieler ins Schwarze getroffen. Gewonnen hat aber einer, der nicht zu diesem neugegründeten Club gehört.

Von Thomas Schmidt
Neudorf. 67 Spieler haben sich im Neudorfer Kaiserhof bemüht, ihre Pfeile so passgenau wie möglich auf den Dartsscheiben zu platzieren. Der Jüngste aus der Gilde derjenigen, die der Ausschreibung zur "Offenen Darts-Ortsmeisterschaft von Crottendorf" gefolgt waren, ließ alle anderen hinter sich: Tom Klöpping, 16-jähriger Gymnasiast aus Wiesa, war nicht nur der Jüngste, sondern auch der Beste. Im Endspiel servierte der Zehntklässler seinen Kontrahenten Richard Krutzsch aus Zwönitz mit 4:0 ab, nachdem er im Halbfinale schon zu Null gegen Benito Söldner aus Geyer gewonnen hatte.

So gut wie sein großes Vorbild, der fünfmalige Weltmeister Raymond van Barneveld aus den Niederlanden, ist der junge Wiesaer allerdings noch nicht. Der Präzisionssport mit den drei Pfeilen hat es ihm aber angetan. "Wir hatten ihm zum 13. Geburtstag so eine Scheibe geschenkt. Seitdem kann er nicht mehr von ihr lassen. Und obwohl Tom bislang nicht in einem Club trainiert, macht er das schon recht gut", erzählt Vater Ingo Klöpping, der mit seinen 54 Lenzen zudem mit seinem Sohn die Alterszange bei diesem Turnier bildete. Vor allem lobte der Senior das gesamte Umfeld, das der neugegründete DC Crottendorf auf die Beine gestellt hatte: "Perfekt ausgerichtet, mit Liebe zu den Details, fast wie bei großen Turnieren."

Klöppings können dies beurteilen, waren sie doch bereits Zuschauer bei den PDC in Riesa. Und dort, bei einem der Wettkämpfe der Professional Darts Corporation, werden sie im September wieder aufschlagen. Der Grund ist einfach: Tom Klöpping erhielt als Siegerpreis zwei Eintrittskarten für dieses Großereignis der Weltorganisation.

Bevor jedoch gegen Mitternacht die Sieger des zwölf Stunden dauernden Wettstreits gekürt wurden, lag ein Mammutprogramm hinter ihnen. Denn der Sport, der sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit erfreut, hat auch das Erzgebirge erfasst. "Diesen Trend wollen wir nutzen", sagt Jan Günther, der als Vizevorsitzender zu den Gründern gehört und René Pultar aus Markersbach zu Platz 3 gratulieren durfte.

Ende April hat der Dartsclub Crottendorf die Gemeinnützigkeit erhalten, geht nun "geordnete Wege". "Derzeit sind wir auf der Suche nach einem Vereinsdomizil, denn wir wollen um Mitglieder werben und diesen etwas bieten", betont Günther, der sich als Moderator am Samstag den Mund fusslig reden durfte. Denn die Vorstellung der einzelnen Spieler - ab dem Achtelfinale sogar mit persönlicher Einmarschmusik - gehörte auf der Bühne des Kaiserhofs zu diesem Turnier. "Die Idee dazu kam eines Tages spontan nach dem Fußballtraining", erinnert sich der Vereinsvorsitzende Thomas Löser. Dass alles so passen würde, freute ihn um so mehr. Denn es gab auch zwei 180er zu bejubeln, da Robert Haase aus Thum in der Vorrunde und Benito Söldner aus Geyer im Viertelfinale jeweils dreimal die Dreifach-20 trafen. (mit ritz)

 
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