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Michelle Kaulfuß (M.) war die überragende Spielerin der Partie und traf insgesamt elfmal.

Foto: Thomas Fritzsch

Kantersieg im Erzgebirgsderby

Die Handballerinnen des Zwönitzer HSV hatten beim Letzten der Bezirksliga leichtes Spiel. Doch der Terminplan sorgte für Probleme.

Von Eric Lindner
erschienen am 20.03.2018

Zwönitz. Die Handball-Damen des Zwönitzer HSV 1928 haben im Duell mit dem Annaberger HC einen 37:12-Sieg eingefahren und führen die Bezirksliga weiter mit fünf Punkten Vorsprung auf den Zweiten Limbach-Oberfrohna an. Mag es von der Tabellensituation her eine klare Ausgangslage vor der Partie gewesen sein, sah sich HSV-Trainer Ralf Beckmann mit einer zusätzlichen Hürde konfrontiert. "Weil unsere zweite Mannschaft zeitlich auch ein Spiel hatte, konnte ich nur mit einem Mini-Kader anreisen", so Beckmann. Sieben Feldspielerinnen und zwei Torhütern hatte der HSV für das Match zur Verfügung.

Es dauerte 15 Minuten, ehe sich der Vorteil des Favoriten in Sachen Technik und Schnelligkeit herauskristallisierte und Zwönitz Tor um Tor davoneilte. Bis dahin zeigte die in den bisherigen Spielen sattelfestere 6:0-Abwehr des HSV doch einige Lücken. Die Annabergerinnen hielten zuerst erstaunlich gut mit und stellten mit Treffern von den Außenpositionen und aus dem Rückraum einen Zwischenstand von 6:6 her. Ein Umstellen der Gäste auf ein offensives 4:2-Abwehrsystem sollte dann allerdings postwendend Wirkung zeigen. Das erkannte nach dem Abpfiff auch die Trainerin des Gegners, Katrin Illig an: "Mit diesem Abwehrsystem kam mein Team nicht zurecht, obwohl wir im Training gezielt auf diese bekannte Deckungsvariante der Zwönitzerinnen eingegangen sind." Die Offensivfehler der Gastgeberinnen nutzte Zwönitz nun, um zumeist aus Kontern mit einem Zwischenspurt auf ein richtungsweisendes 12:7 zur Halbzeit zu stellen. In Hälfte zwei fehlten dem Heim-Team weiterhin die Mittel, das flinke und offensive Abwehrspiel des HSV zu durchbrechen. Ralf Beckmann sah nicht nur erfolgreiche Konter, sondern auch sehenswerte Treffer aus dem Positionsangriff. "Insbesondere Michelle Kaulfuß war heute in Durchgang zwei quasi nicht zu bremsen.",so der Trainer . Kaulfuß erzielte elf Tore und war stark im Spiel Eins gegen Eins. Beckmann zufrieden: "Insgesamt war der Erfolg somit auch in der Höhe verdient und wir können mit zwei weiteren Zählern im Gepäck die Heimreise antreten. (mit bral)

Statistik Zwönitz: Littmann, Ballerstedt; M. Kaulfuß (11), Haunschild (8), Hirsch (4), L. Kaulfuß (5/3), Viehweger (1), Hartenstein (3), Seidel (5/2)

 
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