Mit starker Leistung von den Fans verabschiedet

Handball, 1. Bezirksklasse: Zschopau verliert nur knapp gegen Spitzenreiter

Zschopau.

Obwohl die Handballer des TSV Zschopau gerade die 17. Niederlage im 19. Saisonspiel eingesteckt hatten, durften sich die Spieler am Samstagabend über den Beifall der Zuschauer freuen. Schließlich hatte sich der Tabellenletzte der 1. Bezirksklasse im letzten Heimspiel der Saison mit einer starken Leistung von seinen Fans verabschiedet. Gegen den Spitzenreiter HC Annaberg-Buchholz lagen die Hausherren zur Halbzeit sogar in Führung, um am Ende nur knapp mit 26:29 den Kürzeren zu ziehen. Obwohl nun noch ein Spieltag ansteht, war es ein würdiger Abschied in eigener Halle - vor allem für zwei TSV-Akteure.

Vor dem Anpfiff erhielten Mark Postler und Matthias Fritz kleine Präsente, denn mit 41 beziehungsweise 39 Jahren gehen sie nach der Saison in den Handball-Ruhestand. "Auch um sie zu würdigen, haben wir quasi mit der alten Belegschaft angefangen", berichtet Trainer Sebastian Richter. Doch nach und nach brachte er immer mehr junge Spieler aufs Feld, die für die weitere Entwicklung des TSV stehen. Und Talente wie Rick Spieler als Regisseur in der Mitte oder Rechtsaußen Tobias Kolomaznik zeigten, dass Zschopau vor der Zukunft nicht bange zu sein braucht. Auch dank ihrer Aktionen kämpften sich die Gastgeber nach frühem 1:6-Rückstand zurück ins Spiel. Beim 7:8 war der Kontakt wieder hergestellt. Und der krasse Außenseiter zog sogar vorbei und schnupperte zum Zeitpunkt des Seitenwechsels (15:14) an einer Sensation.

"Auch in der zweiten Halbzeit blieb es eine enge Partie", sagt Richter, der mit Toni Mauersberger einen sicheren Rückhalt im Tor hatte. Seine Paraden und vor allem die sieben Tore von Torsten Zenker, der als einer der verbliebenen Routiniers die Jugend weiter unterstützen wird, sorgten dafür, dass sich Annaberg nicht absetzen konnte. Allerdings hatte der Spitzenreiter nach der Pause wieder knapp die Nase vorn. Erst in den letzten zehn Minuten wuchs der Vorsprung auf drei Tore. "Da hatten wir eine Phase, in der wir keine Kombinationen angesagt haben", so Richter. Dabei habe sein Team "meistens getroffen, wenn wir aus dem Laufen kamen". Der Versuch, die Gäste in der Schlussphase mit einer offensiven Deckung ins Wanken zu bringen, scheiterte. "Dafür war Annaberg zu ballsicher", gesteht Richter, der dennoch mit dem Auftritt zufrieden war: "Es war zu sehen, dass die Sieben funktioniert. Darauf lässt sich aufbauen." (anr)

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