Werbung/Ads
Menü
Nachdenklich: EHV-Trainer Stephan Swat.

Foto: Toni Bertrams

Polizei ermittelt: Anschlag auf EHV-Aue-Trainer Swat?

Der Trainer der Auer Zweitliga-Handballer beobachtet die Partie Dessau-Roßlau gegen Eisenach. Auf der Heimfahrt macht er eine gefährliche Entdeckung.

Von Kjell Riedel
erschienen am 15.05.2018

Dessau/Aue. Irgendwo zwischen Erleichterung, Entsetzen und Wut schwankt die Gemütslage von Stephan Swat, wenn er daran denkt, was ihm am Sonntagabend widerfahren ist. Erleichterung, weil er unverletzt blieb, Entsetzen über das, was passierte, und Wut auf Leute, die so etwas tun. Denn möglicherweise ist der Trainer der Auer Zweitliga-Handballer vorgestern Ziel eines feigen Anschlags gewesen.

Swat war als Beobachter zur Partie Dessau-Roßlauer HV gegen ThSV Eisenach gefahren. Die Sachsen-Anhalter sind am Freitag in Lößnitz nächster Kontrahent des EHV Aue, die Thüringer aktuell einer seiner schärfsten Widersacher im Kampf um den Klassenerhalt. Nach dem spannenden Ostderby - Dessau-Roßlau schaffte zur Freude der Auer drei Sekunden vor Schluss den Ausgleich zum 25:25-Endstand - und der Pressekonferenz machte sich Swat auf den Heimweg.

"Mein Auto hatte ich etwa hundert Meter von der Arena entfernt an der Zufahrtsstraße geparkt. Kurz vor der Autobahnauffahrt hörte ich ein Rattern und hielt an", berichtete der Trainer. Was er entdeckte, war dramatisch: "Am vorderen linken Rad fehlte eine Schraube, alle anderen waren locker. Ich habe es - Gott sei Dank - rechtzeitig bemerkt, will gar nicht daran denken, was bei 180 auf der Autobahn passiert wäre."

Dass sich die Schrauben einfach so gelöst haben, daran glaubt der 40-Jährige nicht. Der Radwechsel habe mehrere Wochen zurückgelegen. Seitdem sei er bestimmt um die 3000 Kilometer unterwegs gewesen. "Das Auto trägt den Schriftzug EHV Aue. Ich kann zwar nichts beweisen und niemanden beschuldigen, aber es ist schon sehr komisch. Da saß wohl bei jemandem der Frust tief, so etwas geht gar nicht", sagte Swat gestern und fügte an: "Ich habe die Polizei geholt."

Ralf Moritz bestätigte, dass in der Angelegenheit eine Strafanzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr aufgenommen worden ist. Laut dem Pressesprecher der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost liegen die Ermittlungen in den Händen der Beamten des Reviers Dessau-Roßlau, einschließlich weiterer Befragungen. Sollten die Schrauben tatsächlich vorsätzlich gelöst worden sein, erfülle das einen Verbrechenstatbestand. "Schon deshalb wird es sehr ernst genommen."

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
0
Kommentare
0
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)

Lesen Sie auch

Bildergalerien
  • 10.05.2018
Niko Mutschmann
Toter nach Brand in Lößnitz

Lößnitz. Beim Brand in einem Gebäude für betreutes Wohnen in Lößnitz ist am Donnerstagnachmittag eine Person ums Leben gekommen. ... Galerie anschauen

 
  • 30.04.2018
Niko Mutschmann
Lößnitz: Mehrere Verletzte bei Unfall auf B 169

Zu einem Unfall ist es am Montagmittag auf der B 169 in Lößnitz gekommen. Nach ersten Informationen sollen drei Personen verletzt worden sein.? ... Galerie anschauen

 
  • 23.04.2018
Niko Mutschmann
Tote aus Teich bei Lößnitz geborgen

Einsatzkräfte der Feuerwehr Lößnitz haben am Montagvormittag eine tote Frau aus einem Teich zwischen dem Lößnitzer Ortsteil Affalter und Zwönitz geborgen. ... Galerie anschauen

 
  • 21.04.2018
Niko Mutschmann
Lößnitz: Brand in Absauganlage

Die Absauganlage einer ansässigen Firma an der Kühnhaider Straße im Lößnitzer Ortsteil Dittersdorf hat?am Freitagabend, gegen 21:30 Uhr, einen Feuerwehreinsatz bedingt ... Galerie anschauen


 
 
 
 
 
am meisten ...
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
|||||
mmmmm