Rittersgrüner halten Kurs auf Endrunde

Die Faustballer des FSV stehen nach zwölf Partien in der Oberliga auf Platz 3. Damit dürften sie am Ende um den Sachsenmeistertitel in der Halle mitspielen.

Rittersgrün.

Die Faustballer des FSV Rittersgrün haben es schon fast geschafft. Nur noch eine Runde - also vier Spiele - müssen sie in dieser Hallensaison in der Oberliga bestreiten, dann sind sie vielleicht am Ziel. Und das lautet Endrunde um den Sachsenmeistertitel.

Zur sächsischen Oberliga gehören neun Teams. Die ersten vier Mannschaften ziehen in die Endrunde ein. Die restlichen fünf spielen um den Klassenerhalt. "Zwei steigen ab", erklärt Faustballer Guido Goldmann, der auch zum Abteilungsvorstand gehört. Für die Faustritter, wie sich die FSV-Männer nennen, lief es bisher sehr gut. Nach der ersten Runde standen sie sogar an der Tabellenspitze, nach dem zweiten Spieltag auf Platz 3. Nun waren die Rittersgrüner Gastgeber. In ihrer Heimhalle in Breitenbrunn empfingen sie den SV Kubschütz II und den SSV Heidenau I. "Die beiden Vereine sind mit jeweils zwei Mannschaften in der Oberliga vertreten", erklärt Goldmann. Gegen die Kubschützer gewann der FSV 2:0 (15:14/11:7) und 2:0 (11:1/11:7). Die Heidenauer wurden im ersten Duell 2:0 (11:4/11:7) besiegt, das zweite ging 1:2 (11:5/ 6:11/9:11) verloren. Damit behaupteten die Rittersgrüner den 3. Rang, halten so Kurs auf die Endrunde.

Ein Saisonverlauf, der das Faustball-Urgestein Erwin Ansorge sehr freut: "Die sind jetzt richtig gut. Hoffen wir mal, dass es so bleibt." Der 82-Jährige verpasst, wenn es seine Gesundheit zulässt, keinen Heimspieltag und kümmert sich als ehrenamtlicher Helfer um Dinge im Hintergrund. Beispielsweise sorgt er gemeinsam mit seiner Frau für die Verpflegung der Teams und der Gäste. "Es wäre schön, wenn wir Faustball-Nachwuchs hätten, aber leider ist das nicht so einfach." Die Rittersgrüner fristen mit ihrer Sportart zudem ein Inseldasein. "Weit und breit gibt es keine zweite Faustball-Mannschaft in unserer Gegend", so Ansorge. Die Sportart habe sich stark gewandelt, sei im Vergleich zu früher viel schneller geworden, weil härter geschlagen werde. "Außerdem wird heute nach dem Drei-Satz-System gespielt, früher ging es nach Zeit", sagt Ansorge.

Momentan zählt die Abteilung des FSV Rittersgrün zehn Mitglieder, acht davon sind im Spielbetrieb im Einsatz, jeweils fünf Akteure stehen während einer Partie auf dem Parkett. "Wir trainieren einmal in der Woche", berichtet Goldmann und ergänzt. "Das Durchschnittsalter im Team liegt bei 30." In Rittersgrün habe der Faustball eine lange und große Tradition. Zu Hoch-Zeiten gab es 40 bis 50 Spieler, sogar ein Frauenteam kämpfte um Punkte. Vor dem jüngsten Spieltag wurde der Abteilungsvorstand neu gewählt. Sören Hanf folgte Dietmar Fritzsch ins Amt des Vorsitzenden, Frank Blechschmidt wurde zum Stellvertreter gewählt. Guido Goldmann kümmert sich um die Finanzen.

In der letzten Runde der Oberliga muss der FSV am 15. Januar in Heidenau ran. Gegner sind Spitzenreiter Heidenau II sowie der Tabellenzweite Kubschütz II.

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