Rodelquartett kommt ohne Medaille aus Sigulda zurück

Viel vorgenommen für ihre Weltmeisterschaft hatten sich die Junioren-Rodler aus Oberwiesenthal. Doch in der Eisrinne in Lettland kam alles anders.

Oberwiesenthal.

Golddekoriert sind die deutschen Junioren-Rodler zwar von ihrer Weltmeisterschaft im lettischen Sigulda zurückgekehrt - nicht aber das Quartett aus Sachsen. Hannes Orlamünder und Paul Gubitz haben sich nach den europäischen Titelkämpfen nun auch bei den Weltmeisterschaften durchgesetzt. Für das Duo Tobias Heinze und Maximilian Illmann vom ESV Lok Zwickau stand am Ende Platz 5 zu Buche, für Nico Semmler und Johannes Pfeiffer vom WSC Oberwiesenthal sogar nur Rang 8.

Dabei hatte sich gerade das älteste und damit erfahrenste Team deutlich mehr vorgenommen. "Unser Ziel ist ein Podestplatz", hatte Johannes Pfeiffer noch unmittelbar vor der Abreise nach Sigulda klar das Ziel definiert. Doch in den 16 Kurven auf der 1200 Meter langen Bahn lief dann doch nicht alles rund. "Im Training haben beide eine gute Leistung gezeigt. Doch im Wettkampf wollten sie dann zu viel", konstatiert Trainer Torsten Wustlich, der wie auch Johannes Pfeiffer aus Bärenstein stammt. Dabei sei die gewünschte Medaille durchaus drin gewesen, hätten sie von den Fahrzeiten her mit den Führenden mithalten können. Doch durch Fahrfehler gleich im ersten Lauf sei der Schlitten ausgebrochen, sodass es zu zwei Bandenberührungen kam. Ein Zeitverlust, der auch mit einem deutlich besseren zweiten Lauf nicht mehr aufgeholt werden konnte. Damit blieb in der Endabrechnung nur Platz 8.

Ganz anders dagegen die Konstellation bei Tobias Heinze und Maximilian Illmann. Nach großen Problemen in den ersten Trainingsläufen hatte Torsten Wustlich noch mal intensiv an ihrem Schlitten gearbeitet: die Schienen wurden frisch gebogen und geschliffen. In Kombination mit den vorgenommenen Fahrkorrekturen konnten sie im ersten Lauf sogar auf Platz 3 vorpreschen. Bei ihnen war es dann der zweite Lauf, in dem sich in den Kurven 12 und 13 kleine Fahrfehler eingeschlichen haben. So landeten sie am Ende auf Platz 5. "Sie müssen fahrtechnisch konstanter werden", gibt Torsten Wustlich klar die Richtung vor. Im Startbereich seien sie bereits vorn mit dabei.

Und die nächste Bewährungsprobe für das Quartett lässt auch nicht lange auf sich warten. Schon am nächsten Wochenende steht der nächste Weltcup in Altenberg auf dem Programm, eine Woche später dann der Abschluss in Winterberg. In der Gesamtwertung können beide Teams aber kein gewichtiges Wörtchen mehr mitreden. Denn aus Kostengründen waren sie bei den ersten beiden Weltcup-Wettbewerben in Übersee nicht dabei.

In Altenberg außerdem mit an den Start gehen im Weltcup der Jugend A Dominik Dietrich und Patrick Müller - für sie eine Premiere auf ihrer Heimbahn. Und Trainer Torsten Wustlich räumt ihnen "gute Chancen" ein. Gute Hoffnungen auf eine Medaille könne sich in der gleichen Altersklasse auch wieder Florian Müller im Einsitzer machen. In Oberhof war er bereits auf den Silberrang gefahren.

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