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Uwe Sieber während des ersten Stundenlaufs des LV 90 Erzgebirge. Der einstige Fußballer schaffte fast 13 Kilometer.

Foto: Andreas Bauer

So fit wie einst im DFB-Pokal

Seine tolle Kondition von früher hat der ehemalige Fußballer Uwe Sieber nicht verloren. Dies stellte er zum Stundenlauf eindrucksvoll unter Beweis.

Von Andreas Bauer
erschienen am 19.05.2017

Gelenau. Zu den knapp 30 Teilnehmern des 1. Gelenauer Stundenlaufs haben am Mittwochabend in erster Linie Aktive aus der Leichtathletik gehört. Neben dem gastgebenden LV 90 Erzgebirge hatte auch der SV Falkenbach eine Abordnung geschickt, die den Wettkampf unter blauem Himmel zur Trainingsergänzung nutzten. Für sie war nach 30 Minuten Schluss. Nur vier Ältere drehten danach eisern ihre Runden im Sportareal "Erzgebirgsblick", bis eine volle Stunde rum war.

Weil sie sich als Paar abwechselten, wiesen Kathrin Lauterbach (WSG Schwarzenberg/Wildenau) und Sven Kruppa vom TSV Gornsdorf am Ende mit 17.100 Metern den Spitzenwert auf. Als Einzelstarter brachte es Uwe Sieber auf beachtliche 12.860 Meter. "Kondition war schon immer meine Stärke", sagte einer der wenigen Nicht-Leichtathleten hinterher schmunzelnd. Luft für Scherze hatte der ehemalige Fußballer trotz der immensen Anstrengung - und obwohl er bereits 56 Jahre alt ist.

Die Zeiten, als Sieber dem runden Leder nachjagte sind vorbei. Laufen ist bei ihm aber immer noch angesagt, zweimal pro Woche. "Ich jogge immer um die zehn Kilometer", sagt der gebürtige Venusberger, der Ende der 1980er-, Anfang der 1990er-Jahre in Zschopau seine Glanzzeiten erlebte. Als BSG Motor und später als SpVgg Zschopau überzeugte das Team in Bezirks- und Landesliga. "Außerdem schafften wir es als erster Sachsenpokal-Sieger in den DFB-Pokal", erzählt der damalige Halbprofi, der in Zschopau fünfmal pro Woche trainierte und beim 2:3 gegen Hasborn zweimal traf.

Über Geyer führte der Weg zum BSV Gelenau, wo Sieber 2002 die Töppen an den Nagel hängte und am Ende als Trainer arbeitete. Inzwischen dreht sich seine Freizeit nicht mehr um Bälle, sondern um Modelle. Doch obwohl der 56-Jährige vom Hobby des Sohnes "infiziert" wurde und nun Mini-Flitzer über die Strecken steuert, lässt er die eigene Bewegung nicht zu kurz kommen. "Schön, dass so was mal gemacht wird. Es hätten nur ein paar Leute mehr aus dem Ort dabei sein können", sagte Sieber begeistert.

Als Sieber sein Fazit zog, waren die meisten Nachwuchsleute weg. Für einige steht morgen der nächste Termin an. Beim Mehrkampf in Neukieritzsch geht es darum, Normen zu knacken, was einigen schon gelungen ist. Während Weitspringerin Nadja Köhler (U 18/5,75 m), Dreispringerin Lissy Rodehacke (U 20/ 11,86 m) und Sprinterin Nele Halliant (U 23/12,30 s) die nötigen Werte für die nationalen Titelkämpfe erreichten, hegen zwei andere internationale Ambitionen. Wie Diskuswerfer Maximilian Klaus (61,34 m), der zur U-23-EM will, konnte auch Rebekka Haase die Norm erfüllen. Die Sprinterin aus Herold hat die Weltmeisterschaft fest im Visier.

Dagegen setzt sich Uwe Sieber keine derartigen Ziele mehr. Für ihn geht es nur darum, sich fitzuhalten.

 
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